Natucate

Auslands­auf­ent­halt Afrika – Jacque­line

Im Sommer 2021 hat Jacqueline mit uns sowohl am Elefantenprojekt in Namibia teilgenommen als auch ein unvergessliches Trails Guide-Training in Botswana genossen. Hier berichtet sie von ihrer großartigen Zeit in Afrika.

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Erfah­rungs­be­richte
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Freiwilligenarbeit und Rangerkurs Afrika – Jacqueline

Im Juni und Juli 2021 war ich mit Natucate in Namibia und Botswana. Ich kombinierte das Elefantenprojekt in Namibia mit zwei Wochen Trails Guide in Botswana.

Unterstützung durch Natucate

Bereits die Vorbereitungen und die Auswahl der Projekte liefen super! Es überraschte mich tatsächlich, dass sich eine Reiseagentur so viel Zeit nahm, um die Auswahl an Projekten durchzugehen und mir selbst auch die Zeit ließ, die ich brauchte, um mich für Projekte zu entscheiden.

Daniel war als Ansprechpartner dafür super. Er hat viele zusätzliche Informationen gehabt, die mir dabei halfen, eine Auswahl zu treffen, mit der ich von vornherein zufrieden war. Und das vor allem ohne passiven oder gar aktiven Entscheidungsdruck. Auch während meines Aufenthalts in Namibia und Botswana war Daniel immer zu erreichen und hat mir bei irgendwelchen Fragen oder Problemen (pandemiebedingt) sofort weitergeholfen. Das war wirklich top!

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Erste Station: Freiwilligenarbeit Namibia

Das Elefantenprojekt in Namibia war das Freiwilligenprojekt, für das ich mich entschied. Und kurz: es war wundervoll.

Man lebt zwei Wochen mitten in der Natur, mit wenigen Übernachtungen zwischendurch im Base Camp des Programms. Ein wunderschönes Camp direkt am Flussbett und mit Tränken für Elefanten, sodass diese fast tägliche Besucher waren. Die Landschaft von Namibia ist wundervoll und es lohnt sich wirklich, diese über das Projekt kennenzulernen.

In der ersten Woche fuhren wir etwas weiter weg vom Basecamp zu der Building Site, um dort einen Graben für eine Wasserleitung zu graben. Ja, es war anstrengend. Wir waren allerdings auch nur 4 Freiwillige. Das heißt, es gab immer was zu tun, egal ob man selbst gerade on Duty war oder nicht. Aber die kleine Gruppengröße war auch ein riesiger Vorteil.

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Man stand morgens früh (6:30 Uhr) auf, bereitete Oats und Kaffee zum Frühstück zu, danach ging es direkt mit Hacke und Schaufel bewaffnet an die Baustelle. Da begann das fröhliche Graben, bis in den Nachmittag rein. Essen und Pausen gab es genug, und vor allem sehr ausgewogen und viel. Man konnte so hart arbeiten, wie man selbst gerade konnte, sich aber auch jegliche kurze Ruhezeiten nehmen, die man brauchte. Das war wirklich eine angenehme Atmosphäre. Und das Team um Andreas und Hermann war echt top! Hermann nahm sich auch immer Zeit, um mir in den Pausen mehr über die Pflanzen und Bäume zu erzählen, da mich das persönlich sehr interessiert hat.

In der zweiten Woche fuhren wir auf Patrouille, um eine neue Elefantenherde im Norden des Base Camps zu tracken. Das war superspannend, da das eher die forschende Arbeit von Chris war. Auch wenn wir diese Herde leider nicht gefunden haben, war es superschön zu sehen, wie die anderen Projekte, die man als Freiwilliger nicht so direkt mitbekommt, ablaufen und vor allem, dass die Elefanten noch so einen großen Rückzugsraum haben, dass wir Menschen sie nicht so einfach aufspüren können.

Das Coole: Wir haben einfach immer direkt dort übernachtet, wo wir grad waren. Plane ausgelegt, Schlafmatratzen drauf, Feuerstelle bereit, fertig. Das war ein richtig gutes Gefühl. Auch wenn es heißt, man hat nicht immer den perfekten Sonnenaufgangsblick, war es trotzdem top! Das Team der zweiten Woche hat sich um Chris und Mattias vergrößert, und die wussten wie man Elefanten trackt. Das war echt toll, man hat sich gut aufgehoben gefühlt und vor allem sicher.

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Zweite Station: Trails Guide-Kurs in Botswana

Danach ging’s für mich nach Botswana, zu der African Guide Academy, um den Trails Guide für zwei Wochen zu machen. Da ich nicht mit der Absicht eines Guide Abschlusses hingefahren bin, konnte ich den Kurs für zwei Wochen machen. Und es war wundervoll! Diesen Kurs kann ich wärmstens empfehlen.

Direkt zu Beginn des Kurses wurde man herzlich empfangen. Da wir auch hier nur eine kleine Gruppe waren (erste Woche 5, zweite Woche 3, jeweils inkl. Trainer), von denen keiner die Zertifizierung machen wollte, wurde der Kursplan weniger theoretisch und dafür mehr praktisch angepasst.

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Das Besondere an diesem Kurs ist: Man lebt auch hier in einem gemütlichen Camp, mitten in der Natur, mit Tiergeräuschen (Nilpferd, Löwe, Wildhund, Hyänen … und natürlich einer Menge Vögel) und man justiert seinen Tagesplan an den Geschehnissen in der Natur und Nacht. Das war großartig! Oft hatten wir grobe Pläne für den nächsten Tag, die dann aber am Morgen geändert wurden, um rauszufinden, was in der Nacht geschah basierend auf dem, was man nachts hörte und am nächsten Morgen sah.

So standen wir eines Morgens auf und entdeckten Löwenspuren (zwei Löwinnen und ein Kleines), die einmal quer durchs Camp und sogar direkt an meinem Zelt vorbeiführten! Das war unglaublich, zumal das unmittelbar vor dem Frühstück geschah und ich noch die Löwinnen an meinem Zelt vorbeitapsen hörte! Man folgte also eigentlich wirklich fast nur der Neugierde der Tierwelt gegenüber.

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Und trotzdem – oder gerade deshalb – haben wir so viel wertvolles Wissen mitnehmen können, Wissen, welches man als Trails Guide braucht, und vieles darüber hinaus. In der Zeit, in der ich da war, entdeckten wir zum Beispiel auch ein Rudel Wildhunde und die begleiteten wir so ziemlich die ganze Zeit über. Es war wundervoll zu sehen, wie wir die Wildhunde und deren Tagesrhythmus begannen zu verstehen und wie auch sie neugierig auf uns waren.

In all dieser Zeit war das Miteinander sehr familiär. Mike war als Trainer hervorragend, er konnte einem so viel beibringen, er hat ein enormes Wissen und hat uns sehr gut und sicher durch die Region geführt. Grant war auch an einigen Tagen im Camp und hat uns bei unserem Sleep Out besucht, ein guter Mensch, der auch super viel weiß und dieses Wissen und seinen Erfahrungsschatz sehr gerne teilte. Beide, Mike und Grant, haben so eine Faszination und Neugierde der Tier- und Umwelt gegenüber, dass es schwer ist, sich nicht davon anstecken zu lassen. Das Team im Camp war auch super! Es gab immer gesundes, frisch zubereitetes Essen und oft superleckeres, selbstgemachtes Brot!

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Ich werde ganz sicher noch einmal wiederkommen, denn was gibt es Besseres als mitten in der Natur Afrikas durch die Felder und Büsche zu pirschen, Elefanten, Wildhunde, Leoparden und Nilpferde aus der Nähe betrachten zu können und einfach seine Neugierde der großen und kleinen Welt da draußen gegenüber freien Lauf zu lassen?

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