Wenn Telemetrie kniffelig wird

In einigen Fällen ist das Signal leise und schwach, in anderen Fällen ist es laut und stark, aber oftmals ist ein Baum, ein Hügel oder etwas anderes im Weg und stört das Signal, wenn das Tier in der Nähe ist. Zu diesem Zeitpunkt stellt sich die Herausforderung der Aufspürung und Überwachung der Tiere heraus und es wird klar, warum Telemetrie eine Kunstform ist, die ein großes Maß an Engagement und Übung erfordert.

Zum Glück war das dritte Mal bei der Nutzung der Radiotelemetrie im Camp iMfolozi erfolgreich. Wir haben geduldig in der spät nachmittäglichen Sonne gesessen, ein starkes Signal aus der Region empfangen in der bestimmte Wildhunde zuletzt in ihrem Quartier beobachtet wurden, und haben gehofft, dass sie zur Jagd aufbrechen.

Eine Seite von iMfolozi ist totale Wildnis, in der auch die Wildhunde ihr Quartier für ihren Wurf eingerichtet haben. Das Rudel durch Telemetrie aufzuspüren ähnelt einem Versteckspiel, bei dem man nicht alle Räume betreten kann. Um sie zu sehen, müssten sie zu uns kommen. Und das taten sie.

Wildhunde

Ungefähr 100 Meter vor uns erschienen fünf Rudelmitglieder, unter ihnen Iso und Macro – zwei der Hunde mit Halsband, die wir verfolgt haben. Sie alle zum ersten Mal zu sehen war ein einziger Nervenkitzel.

Es war spektakulär, ihre komplizierte Fellzeichnung und ihre liebenswürdigen runden Ohren aus nächster Nähe zu sehen und die gefährdete Spezies von so Nahem zu beobachten war eine wahrhaft besondere Erfahrung.

Die Wildhunde blieben lang genug in Sichtweite, sodass wir alle Wildhunde des Rudels gesehen haben und dadurch relevante Informationen für den Überwachungszweck sammeln konnten.

Autor Originaltext: Jen Ujifusa | Erstveröffentlichung: 29. September 2015

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