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Kanada

Highlights in Kanada

Geogra­phie Kanadas

Der Begriff Kanada ist wahrscheinlich abgeleitet von dem irokesischen Wort kanata und bedeutet so viel wie „Dorf, Siedlung“. Die Etablierung des Wortes geht auf das Jahr 1535 zurück, als die indigenen Bewohner der heutigen Region Québec dem französischen Entdecker Jacques Cartier den Weg zum Dorf Stadacona zeigten und den Begriff kanata benutzten. Daraufhin verwendete Cartier das Wort für die gesamte Region Québec und später für das ganze Land. Trotz seiner ursprünglichen Namensbedeutung, mutet Kanada nicht besonders dörflich an. Heute ist das nordamerikanische Land mit seinen fast 10 Millionen Quadratkilometern das zweitgrößte Land der Erde und besitzt mit Toronto, Montreal, Ottawa und Vancouver einige der bekanntesten Weltmetropolen. Hauptstadt und Regierungssitz des Landes ist Ottawa.

Die Kanadische Landschaft bietet eine wunderschoene Ausblicke

Kanada besteht aus insgesamt zehn Provinzen und drei Territorien. Diese subnationalen Einheiten können in geographische Regionen gegliedert werden. Westkanada besteht aus British Columbia und den drei Prärieprovinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba. Zentralkanada umfasst die zwei bevölkerungsreichsten Provinzen Ontario und Québec. Als Seeprovinzen werden New Brunswick, Prince Edward Island und Nova Scotia bezeichnet; zusammen mit Neufundland und Labrador bilden sie die Atlantischen Provinzen. Die drei Territorien Yukon, Nordwest-Territorien und Nunavut umfassen sämtliche Gebiete nördlich des 60. Breitengrades und westlich der Hudson Bay. Mit nur etwa 36 Millionen Einwohnern hat Kanada eine relativ geringe Bevölkerungsdichte. Es ist ungefähr 28 mal so groß wie Deutschland, hat aber nicht einmal halb so viele Einwohner. Dies sorgt dafür, dass weit Teile des Landes, insbesondere im Norden, kaum bewohnt sind und man dort wochenlang umherwandern kann ohne einen einzigen Menschen zu treffen. Kanadas einziges Nachbarland sind die USA im Süden und Westen. Ansonsten ist das Land vom Atlantik im Osten, vom Pazifik im Westen und vom Arktischen Ozean im Norden umringt. Im äußersten Osten liegt das dänische Autonomiegebiet Grönland, das durch den Kennedy Kanal von der nordöstlichsten kanadischen Insel, Ellesmere Island, getrennt wird.

Geomorphologie/Geologie

Alte, abgetragene Berge sind das geologische Grundgebirge der östlichen Provinzen. Das Kanadische Schild, auch Laurentisches Schild genannt, ist der geologische Kern des nordamerikanischen Kontinents und besteht aus Gesteinen, die mehrere Milliarden Jahre alt sind. Das Kanadische Schild liegt um die Hudson Bay und nimmt etwa die Hälfte des Landes ein. Die Landschaft ist, abgesehen von den Laurentinischen Bergen im östlichen Québec, flach und hügelig. Auf der Südhälfte des Schildes wachsen boreale Wälder.
Im Westen Kanadas dominieren die Rocky Mountains und die Kaskadenkette die Landschaft. Die Kaskadenkette ist vulkanischen Ursprungs und verläuft parallel zur Westküste Nordamerikas, genauso wie die Coast Mountains. Die Kaskadenkette liegt zum Großteil in den USA, aber auch im Süden von British Columbia.

Eine Gletscherzunge erstreckt sich ueber ein grosses Tal in Kanada
Blick ueber einen See in Kanada mit einem spektakulaeren Bergpanorama im Hintergrund

Auch Teile der Rocky Mountains liegen in Kanada – das ausgedehnte Faltengebirge erstreckt sich über 5.000 km von Mexiko durch die USA bis hinauf nach Kanada und Alaska. Neben den Rockys im Westen Kanadas, zählen auch die Columbia Mountains an der kanadischen Pazifikküste zu den Rocky Mountains. Der höchste Berg ist mit 6.194 m der Mount McKinley – dieser gehört allerdings zu Alaska. Der zweitgrößte Berg der Rocky Mountains liegt allerdings in Kanada: Der Mount Logan ist 5.959 Meter hoch.
Der Mount Logan liegt in der Eliaskette im Südwesten von Yukon – die Eliaskette gehört wiederum zu den Rocky Mountains. Er ist der höchste Berg des Landes und der zweithöchste Gipfel Nordamerikas. Knapp 2.800 Meter hoch ist der Mount Edziza, ein Vulkan im Nordwesten von British Columbia, ein Teil des zweitgrößten vulkanischen Komplexes in Kanada, dem Mount Edziza volcanic complex.
Die wichtigste Erhebung im Norden ist Ellesmere Island bzw. die Arktischen Kordillere bis hin zu den Torngart-Bergen in Québec, Neufundland und Labrador.

Reise­tipps und Wissens­wertes für Kanada

Klima Kanadas

Kanada umfasst mehrere Klimazonen. Im Norden herrscht polares, im Süden ein eher gemäßigtes Klima. Der überwiegende Teil des Landes wird von einem borealen Klima mit langen, kalten Wintern und kurzen, heißen Sommern bestimmt. Die niedrigsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden im Winter 1946/47 in Snag in dem Territorium Yukon gemessen. Sie betrug -63°C! Die höchste Temperatur wurde im Sommer 1937 in der Provinz Saskatchewan mit 45°C erreicht.

Die Westküste bei Vancouver weißt ein eher maritimes Klima mit hohen Niederschlagsmengen auf, da sich hier die feuchte Meeresluft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Die zentralen Provinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba leiden am häufigsten unter Trockenheit, da die Niederschlagsgebiete oft nicht bis hierhin vordringen. In den Provinzen Ontario und Québec sind die Jahreszeiten am deutlichsten ausgeprägt mit kalten Wintern, milden Frühjahren und oft schwülen und heißen Sommern.

Tier- und Pflan­zen­welt in Kanada

Etwa 70% der Fläche Kanadas ist bedeckt von großen Naturgebieten, insbesondere Tundra- und Bergregionen. Noch ist mehr als die Hälfte der ausgedehnten Wälder Kanadas Urwald. Die nördliche Waldgrenze verläuft von der Ostküste Labradors über die Ungava-Halbinsel Richtung Süden entlang des Ostufers der Hudson Bay und setzt sich anschließend schlangenlinienförmig Richtung Nordwesten zum Unterlauf des Mackenzie und weiter nach Alaska fort. Nördlich der Baumgrenze, in den Tundra-Gebieten, gibt es kaum oder gar keinen fruchtbaren Boden. Die Vegetation der südlichsten Tundragebiete besteht aus niedrigem Buschwerk, Gräsern und Riedgras. Die nördlichsten Gebiete sind überwiegen mit den für die Polarwüste typischen Moosen bedeckt. Von Alaska bis Neufundland, im Süden der Baumgrenze, schließt sich eines der größten Nadelwaldgebiete der Welt an. Im Osten wachsen hauptsächlich Mischwälder, in den westlichen Berggebieten sind Fichte, Douglasie und Lodgepole-Kiefer am weitesten verbreitet, in den Hochebenen wachsen außerdem Zitterpappel und Gelbkiefer. Die Vegetation der niederschlagsreichen Pazifikküste wird von Wäldern aus dichten, hohen Douglasfichten, westlichen Rot-Zedern und Hemlocktannen beherrscht. Das Prärieland ist zu trocken, um mehr als vereinzelte Baumgruppen hervorzubringen. Das ursprüngliche, weite Grasland ist dem berühmten „Weizengürtel“ Kanadas gewichen.
 
Die nährstoffreichen arktischen Gewässer Kanadas bieten genug Nahrung für Wale, Walrosse, Seehunde und sogar Eisbären. Die Tundren werden von Moschusochsen, Karibus, Polarwölfen, Polarfüchsen, Polarhasen und Lemmingen bewohnt. Außerdem verbringen hier Millionen von Zugvögeln wie Alke, Enten, Möwen und Seeschwalben den Sommer. Die dichten Nadelwälder im Norden bieten einen idealen Lebensraum für Luchse, Schwarz- und Braunbären. Außerdem kann man hier Biber, Marder und Weißkopfseeadler beobachten.

Ein Grizzlybaer sucht nach Nahrung in einem kanadischem Waldgebiet

Die einheimische Tier- und Pflanzenwelt steht in 44 Nationalparks und weit über tausend Provinzparks und Naturreservaten unter Schutz. Größtes Schutzgebiet ist der 44.802 km² große Wood-Buffalo-Nationalpark im nördlichen Teil von Alberta und den Nordwest-Territorien, in dem zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten vertreten sind. Bemerkenswert ist der dortige, mit etwa 6000 Tieren größte Bestand frei lebender Bisons der Welt. Insgesamt gibt es in Kanada 92 Vogelschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 110.000 km². Viele dieser Gebiete wurden als Kooperation mit den USA ins Leben gerufen.

Sozial­geo­gra­phie Kanadas

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