Reise­infor­ma­tionen Kanada: British Columbia

Die kanadische Provinz British Columbia, gelegen an der Pazifikküste im Westen des Landes, beeindruckt vor allem durch unberührte Naturlandschaften und einen reichen Wildlife-Bestand. Erfahre im Folgenden mehr

Ann-Kathrin
Ann-Kathrin
Ratgeber
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British Columbia ist eine kanadische Provinz, gelegen an der Pazifikküste zwischen Kanadas Provinzen Yukon und Alberta sowie den Vereinigten Staaten. Die größte Stadt und zugleich das größte Wirtschaftszentrum ist Vancouver.

In erster Linie dominieren Wälder die 944.735 km² von British Columbia. Der Artenreichtum, der hier angetroffen werden kann, ist jährlich Anziehungspunkt unzähliger Reisender. Bären, Elche, Luchse, Wölfe, Pumas und eine Fülle weiterer Wildtiere können mit etwas Glück inmitten der atemberaubenden Wildnis beobachtet werden – die perfekte Destination für jeden Natur- und Outdoor-Liebhaber.

Steckbrief

Name
British Columbia

Lage
Im Südwesten Kanadas, am Pazifischen Ozean

Größe
ca. 944.735 km²

Hauptstadt
Victoria

Beste Reisezeit
Mai bis Ende September

Highlights
British Columbia ist ein einziges Naturparadies – Highlights sind sicherlich die Rocky Mountains, die Stadt Vancouver, Vancouver Island, die Inselkette Haida Gwaii oder auch Whistler Blackcomb

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Vor Ort in British Columbia

Lage, Geographie und Klima

Die Provinz British Columbia grenzt im Nordwesten an den US-Bundesstaat Alaska, im Norden an die kanadischen Territorien Yukon und die Nordwest-Territorien, im Osten an die Provinz Alberta und im Süden an die US-Bundesstaaten Washington, Idaho und Montana. Die westliche Grenze bildet der Pazifische Ozean. British Columbia hat bedingt durch seine zerklüftete Küste mit zahlreichen Fjorden und vorgelagerten Inseln eine Küstenlänge von etwa 7.000 km. Vancouver Island ist mit einer Fläche von 32.000 km2 die größte Insel, welche durch drei Meerengen vom Festland getrennt ist. Insgesamt gehören 11.890 Inseln zu British Columbia.

Die Provinz ist auch durch seine zahlreichen Seen gekennzeichnet: Insgesamt 241.576 Seen finden sich hier, die zusammen eine Fläche von etwa 22.500 km2 bedecken. Die meisten davon sind jedoch recht klein: nur 16 der Seen sind größer als 100 km2. Die nördliche und südliche Grenze British Columbias wird durch Breitengrade gebildet: der 49. Breitengrad ist die Grenze zu den USA, der 60. die Grenze zu Yukon und den Nordwest-Territorien.

Durch einen großen Teil British Columbias ziehen sich unterschiedliche Gebirgszüge. So befinden sich in der östlichen Hälfte der Provinz vier parallele Gebirgsketten der Rocky Mountains; westlich davon das zentrale Hochland und die Coast Mountains an der Pazifikküste. Die Eliaskette mit dem Mount Fairweather – mit 4663 m der höchste Berg der Provinz – liegt im äußersten Nordwesten.

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Der nördliche Teil des Festlandes British Columbias wird beeinflusst durch arktisches Klima, sodass die Winter dort kalt und schneereich sind. Die südlichen Gebiete sowie Vancouver Island hingegen, weisen ein warmgemäßigtes Klima auf, wobei die Westküste sehr regenreich ist. Das Binnenland, welches im Windschatten hoher Gebirgszüge liegt, wird im Sommer oft sehr heiß und trocken. Es finden sich sogar wüstenähnliche Gebiete im südlichen zentralen Hochland. Dort fällt wenig Niederschlag und im Sommer wird es bis zu 40°C heiß.

Flora und Fauna

British Columbia steht für Natur pur. Besonders Wälder sind in British Columbia sehr dominant, da lediglich ein Bruchteil der Fläche – im Süden sowie entlang der Flussläufe – für landwirtschaftliche Nutzung geeignet ist. An der Westküste von Vancouver Island und an der Küstenregion des Festlandes finden sich gemäßigte Regenwälder. Im nördlichen Hinterland sind dagegen vor allem verschiedene Fichten, Tannen und Lärchen beheimatet.

Im Norden und in Teilen der Rocky Mountains lebt das Karibu in großen Herden, wessen Bestände jedoch zurückgehen. Ebenso hier beheimatet sind Elche, Schneeziegen, Bisons, Wapitis sowie verschiedene Raubtiere wie Wölfe, Grizzlybären, Pumas, Kojoten, Luchse und Orcas. Auch viele Nagetiere wie Hörnchen, Ziesel und Biber sowie über 300 Vogelarten sind in British Columbia zu finden.

Highlights

Vancouver

Die mit Abstand größte Stadt der Provinz ist eine der spektakulärsten und attraktivsten Städte der Welt und somit immer einen Besuch wert. Neben vielen Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten, bietet Vancouver seinen Besuchern auch alle Vorzüge einer Weltstadt. Ob Klettern, Wandern oder Whale Watching oder doch lieber ein gemütlicher Tag in den zahlreichen Museen und Gärten der Stadt bleibt ganz Euch überlassen. Sehenswert sind auch die Wahrzeichen in Erinnerung an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele, die 2010 in Vancouver stattfanden.

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Haida Gwaii

Haida Gwaii ist eine Inselgruppe vor der Küste British Columbias und zeichnet sich aus durch die alte Kultur des Indianerstammes – genannt First Nations – Haida. In den eindrucksvollen Regenwäldern sind seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet, die es nur auf diesen Inseln gibt, so z.B. der Amerikanische Schwarzbär. Drei Parks werden hier unterhalten, z.B. der Gwaii Haanas National Park, der eine beeindruckende Landschaft und außergewöhnliche Kulturschätze birgt, oder der Naikoon Provinicial Park mit seinem 100 km langen Strand.

Whistler Blackcomb

Für Wintersportler ist Whistler Blackcomb das reinste Paradies. Das größte Skigebiet Nordamerikas war 2010 einer der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele. Die beiden Berge, die für den Wintersport erschlossen sind, sind Whistler Mountain mit 2182 m und Blackcomb Peak mit 2440 m Höhe. Eines der Highlights ist mit Sicherheit die beeindruckende PEAK 2 PEAK Gondel, die die beiden Berggipfel miteinander verbindet. Doch auch diejenigen, die mit Wintersport nicht so viel anfangen können, kommen auf ihre Kosten: Wanderer, Mountainbiker, Golfer und Café-Besucher tummeln sich im Sommer im autofreien Ortskern.

Kanadische Rocky Mountains

Die Canadian Rocky Mountain Parks an der Grenze von British Columbia und Alberta wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. In dieser umwerfenden Landschaft gibt es einiges zu entdecken: schneebedeckte Gipfel, einsame Bergseen und tosende Wasserfälle im Yoho National Park, Mount Robson, der mit 3.954 m höchste Berg der Rocky Mountains und jede Menge wilder Tiere entlang der Highways.

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