Wildpferde werden den USA zu teuer

Seit der Versammlung des Bureau of Land Management (BLM) in Elko, Nevada/USA Mitte September 2016 gibt es wieder viel Kritik gegen die Regierung. Grund dafür: die geplante Masseneinschläferung von rund 45.000 Wildpferden. Das BLM ist mit der hohen Population der Wildpferde überfordert. Zurzeit befinden sich geschätzte 45.000 Pferde in Auffangstationen. Die Pferde wurden über die letzten Jahre hinweg aus der Landschaft entfernt und in diesen untergebracht, um mehr Platz für die Viehhaltung zu schaffen. In der Unterkunft warten die Pferde darauf, adoptiert zu werden. Nun steht die Regierung vor einem Problem. Es werden immer mehr Pferde und die Versorgung sowie Pflege der überfüllten Unterkünfte sei sehr kostenintensiv. Der BLM investierte letztes Jahr etwa 49 Mio. US-Dollar für die Pferde, das ist ungefähr die Hälfte des kompletten Programmbudgets.

Das BLM hat nun vorgeschlagen, die eingefangenen Wildpferde einzuschläfern. Dies wurde auf der Versammlung mehrstimmig für gut befunden. Das Vorhaben wird von Tierschützern und Aktivisten streng kritisiert. Als Lösung wird die verstärkte Kontrolle der Population durch Verhütungsmaßnahmen vorgeschlagen. Auch im letzten Jahr gab es Schlagzeilen darüber, dass der BLM etwa 2.000 unter Schutz stehende Wildpferde an Schlachthöfe verkauft habe. Die Human Society denkt, dass das Problem ausschließlich darin liege, dass der Staat nur auf Profit zielen würde. Die Unterkünfte seien demnach nur so überfüllt, weil die Pferde in erster Linie wegen der ansteigenden Viehzucht aus der Natur geholt würden.

1971 wurde unter dem The Wild and Free Roaming Horses and Burros-Gesetz der Bestand der Wildpferde unter Schutz gestellt. Seitdem ist die Population der Wildpferde um 150% angestiegen. Es leben zurzeit doppelt so viele Wildpferde auf freiem Land wie vom BLM empfohlen wird. Demnach sucht das BLM nun neue Gesetzesinitiativen für notwendige Maßnahmen, die eine Reduktion dieser hohen Anzahl unterstützen würde.

Quellen: Angela Chen (12.09.2016), Human Society, (9.9.2016), BLM, (11.05.2015 sowie 02.09.2016)

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