Natucate
Freiwilligenarbeit Südafrika Zululand - Beate
Beate hat sechs Wochen mit uns in Südafrika im Artenschutzprojekt Zululand verbracht. Erfahre mehr über ihre besondere Zeit!
Steckbrief
Name: Beate
Projekt: Artenschutz Zululand
Dauer: 6 Wochen
Zeitraum: Dezember 2025 - Januar 2026
Freiwilligenprojekt Artenschutz, Zululand
„Es gibt keine Zufälle – es fällt uns zu.“
Getreu diesem Motto startete ich eines meiner wohl größten Abenteuer. Was auf einer Messe begann, führte mich direkt in die ungezähmte Wildnis des Zululands. In drei Reservaten arbeitete ich Hand in Hand mit der lokalen Organisation.
Mein tiefster Respekt gilt den studierten Forschern, Monitoren und Wildhütern – junge, hochmotivierte Profis, die ihr Leben dem Schutz bedrohter Tierarten widmen. Sie leisten diese Arbeit oft unter schwierigen Bedingungen und an der Seite von Freiwilligen, die mitunter mit völlig falschen Vorstellungen anreisen und ihrer selbst gewählten Aufgabe nicht immer gerecht werden.
Ein absoluter Höhepunkt war die Arbeit mit den seltenen Afrikanischen Wildhunden: Wir versorgten sie in der Boma (einem Eingewöhnungsgehege) unter anderem mit Impala-Fleisch, um sie auf ihre Freilassung vorzubereiten.
Mein Alltag als Monitor war eine echte Schule des Lebens:
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Direkt am Geschehen:
Ob beim Anlegen eines Sendehalsbands (Collar) bei einer Löwin, dem Aufspüren von Nashörnern, Pangolins, Büffeln und Elefanten oder dem Schutz eines Geparden vor Farmland-Konflikten. -
Erschreckende Erkenntnis:
Besonders bewegt hat mich die Entdeckung, dass selbst hier im Busch invasive Pflanzen das Ökosystem bedrohen. Es war erschütternd, Arten wie der Brunnenkresse, dem Wandelröschen oder dem Gemeinen Liguster zu begegnen – Pflanzen, die wir in Deutschland oft als gedankenlose „Wegwerf-Bepflanzung“ in Vorgärten oder auf Friedhöfen nutzen und die nun im afrikanischen Busch die heimische Flora aggressiv verdrängen. -
Gemeinschaft im Camp:
Das Leben war geprägt von einfachen Unterkünften, die mich wieder erdeten. Ein gefüllter Kühlschrank mit frischem Gemüse und „wildem Fleisch“, gemeinsames Kochen und die sonntägliche Einladung zum Braai (traditionelles südafrikanisches Grillen) machten das Camp zu einem echten Zuhause. -
Innere Arbeit:
Diese Reise forderte ein großes Herz und viel Toleranz – nicht nur gegenüber der Wildnis, sondern auch gegenüber den vielfältigen Charakteren und meinen eigenen Grenzen. -
Pure Magie:
Trotz wenig Schlaf entschädigten jeder tiefrote Sonnenauf- und -untergang, die zum Greifen nahe Tierwelt und die Herzlichkeit meiner Begleiter für jegliche Anstrengung.
Diese Erfahrung hat mich nachhaltig geprägt. Ich habe gelernt, wie bereichernd es ist, mit Mut für Neues einen kleinen Beitrag zum Erhalt unserer Erde zu leisten.
Mein Entschluss steht fest: Ich spare bereits jetzt, um bald wieder zurückzukehren und die wertvolle Arbeit vor Ort erneut über Natucate zu unterstützen. Denn ein Teil meines Herzens schlägt schon lange für das südliche Afrika.
Ein herzliches „Vergelt’s Gott“.
Danke an Beate für ihren schönen Bericht und ihren Einsatz im Artenschutzprojekt!