Erfahrungsberichte Tierschutz in Thailand: Danas Erfahrungen

Pflege von Straßenhunden und -katzen

Freiwilligenarbeit in Thailand

Die Zuneigung und Dankbarkeit, die ein Hund dir gibt, wenn du ihm etwas Aufmerksamkeit schenkst, ist eines der tollsten Gefühle, die ich erlebt habe. Im September 2017 erfüllte ich mir zwei Wünsche: eine Reise ins warme, exotische Thailand und die Arbeit mit Hunden für ganze 2 Monate. Auf der südwestlich gelegenen thailändischen Insel Koh Lanta besteht seit 2005 das Hunde- und Katzenprojekt von NATUCATEs Partner.

Die Leiterin gründete das Shelter, um streunende Hunden und Katzen von der Straße zu holen. Nicht nur werden die Tiere aufgepäppelt und gepflegt; Sterilisation, Entwurmungen und Impfungen sollten das Problem der steigenden Vermehrung von Hunden und Katzen auf der Insel reduzieren. Das Projekt hat neben einer riesigen Anlage für Hunde und Katzen eine eigene (und die einzige im Umkreis gelegene) Tierklinik aufgebaut, um nötige Behandlungen an den Tieren durchzuführen. Zum größten Teil durch Spenden aufgebaut, ist das Bestehen des Shelters vom Tourismus und freiwilligen Helfern abhängig, macht die Arbeit dort aber umso spannender. Das große Ziel von allen ist es schließlich, dass die aufgenommenen Tiere ihr „forever home“ irgendwo auf der Welt finden.

 

Die ersten Tage gewöhnt man sich an Klima, eine simple Unterkunft und die vielen Aufgaben, die man für und mit den Tieren zu erledigen hat. Auch wenn man nie weiß, mit wem man sich das Zimmer teilen wird, hat man doch immer eins gemeinsam mit allen Freiwilligen und Angestellten vor Ort: man will den Tieren im Shelter ein besseres Leben ermöglichen. Schnell schließt man Freundschaften, denn schließlich ist man 24/7 zusammen. Beim gemeinsamen Abendessen im Lanta Sure (günstiges und super leckeres Thai Essen), auf Ausflügen auf der Insel oder beim Feiern in der Fusion Bar wird man wie zu einer Familie.

Je nachdem, ob man eher mit Katzen, Hunden oder den Tieren im Isolationsbereich arbeiten möchte, ist man mit allen Tieren im Kontakt. Die Arbeit ist nicht zu unterschätzen! Körperliche Anstrengung ist Programm, aber genau so kann man beim „Sozializen“ mit den Hunden und Katzen schmusen. Spaziergänge sind natürlich auch Teil der Arbeit. Im Fokus steht immer, dass es den Tieren gut geht. Einen großen Beitrag leistet dabei die „Hundeflüsterin“ des Projekts: bei ihr werden alle grummeligen Hunde zu zahmen Welpen. Sie freut sich über Fragen und Tipps, mit denen sie dir helfen kann. Alles, damit dir und den Hunden die gemeinsame Arbeit Spaß macht! Etwas anstrengend, aber mit Kuscheleinheiten verbunden ist die Nachtschicht. Hierbei schläft man in der Küche nahe der Hundeschlafstätte, damit diese nachtsüber und während des muslimischen Morgengebets um 5 Uhr leise bleiben oder Notfälle aufgenommen werden können. Bonus ist eben, dass man sich einen Hund als „Nightdog“ ins Bett holen kann!

 

Auch wenn die Arbeit zwischendurch anstrengend und kräftezehrend war, bin ich sehr glücklich über meine Entscheidung, dieses Projekt unterstützt zu haben. Die Kultur ist bezaubernd, die Insel entspannt, man trifft Menschen aus der ganzen Welt und arbeitet mit den tollsten Wesen dieser Welt zusammen. Wenn ich mal einen Durchhänger hatte, bin ich zu den Hunden gegangen, habe mit ihnen gespielt und geschmust. Somit wurden zwei Fliegen mit einer Klatsche getroffen: Kuscheleinheit für den Hund und eben für mich. An meinem letzten Tag hat mich der Abschied von den Hunden und Freunden zu Tränen gerührt. Auf Facebook verfolge ich täglich, wie beinahe alle mir bekannten Hunde ihr neues Zuhause gefunden haben und sehne mich nach diesem heimeligen und herzerwärmenden Gefühl, welches die Freude der Hunde mir geschenkt hat.

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