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Schweden

Highlights in Schweden

Geogra­phie Schwedens

Schweden liegt im Norden Europas in der Region Skandinavien. Etwa die Hälfte des Landes ist von üppigen Wäldern bedeckt und über 100.000 Seen mit mehr als 24.000 Inseln prägen das Landschaftsbild. Insgesamt erstreckt sich Schweden über 1.600 km von Nord nach Süd und gut 500 km von Ost nach West.

Schweden liegt zwischen Norwegen, im Westen, und Finnland, im Osten. Eine lange, felsige und zerklüftete Küste bildet die Ostgrenze von Schweden zu Finnland und läuft entlang des Bottnischen Meerbusens und der Ostsee. Die drei Gewässer der Skagerrak, das Kattegat und die Öresundstraße trennen Schweden von Dänemark im Süden. Schweden jedoch nimmt den größten Teil der skandinavischen Halbinsel ein, welche das Land mit Norwegen teilt.

Im Norden befindet sich die Region Norrland, die durch endlose scheinende Berg- und Waldgebiete geprägt ist. Im hohen Norden überlappt sich die Region Norrland mit der Region Lappland und Nordfinnland. Die Region Svealand liegt in Mittelschweden und im Süden findet sich die Region Götaland. Hierzu zählen auch das Hochland von Småland und am südlichen Ende Ebenen von Skåne.

Entlang der Westgrenze zu Schweden verläuft eine lange Bergkette. Der Osten hingegen ist flacher und durch niedrige Ebenen gekennzeichnet. Viele kleine Flüsse entspringen Quellen in den Bergen und fließen dann nach Südosten.

Eine Besonderheit in Schweden sind die Nordlichter, die Besucher mit etwas Glück während der Wintermonate insbesondere im Norden beobachten können. Im nördlichen Teil von Schweden herrscht über die Wintermonate bis zu 20 Stunden Dunkelheit, die durch eine knapp vierstündige Dämmerung gemildert wird.

Im Süden des Landes ist die Dunkelheit weniger stark, hier zeigt sich für etwa 5 bis 6 Stunden das Tageslicht. Dafür gibt es nördlich vom Polarkreis von Ende Mai bis Mitte Juli rund um die Uhr Tageslicht, ohne Unterbrechung. Auch in Südschweden sind die Nächte zu dieser Jahreszeit kurz und es gibt nur wenige Stunden Halbdunkelheit.

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Geomorphologie/Geologie

Schweden ist geologisch gesehen einer der ältesten Teile der Erdkruste. Die Oberflächenstruktur und Böden wurden durch die zurückgehenden Gletscher des Pleistozäns (vor etwa 2.600.000 bis 11.700 Jahren) geformt.

Norrland ist die am dünnsten besiedelte Region und umfasst etwa drei Fünftel des Landes. Die Landschaft besteht aus abgerundeten Hügeln und Bergen, großen Seen und ausgedehnten Flusstälern und Wäldern.

Im Westen von Norrland liegen die Kölen, durch die die Grenze zu Norwegen verläuft. Gekennzeichnet durch zahlreiche Gletscher liegt im Norden der Region der höchste Gipfel Schwedens: der etwas mehr als 2000 Meter hohe Berg Kebne.

Die Region Småland im inneren Südschwedens, ist im Vergleich mit 300 bis 400 Meter Höhe flach. Das bewaldete Hochland ist durch sehr steinige und unfruchtbare Böden gekennzeichnet und wurde im Laufe der Besiedlung von Schweden nur wenig kultiviert.

Auch die Bottnische Küstenebene liegt tief, abgesehen von einem hoch gelegenen Küstenabschnitt und erstreckt sich von Norrland bis nach Svealand.

Der Großteil der flachen Oberfläche des östlichen Svealand und des nördlichen Götaland wurde von Gletschern unter den Meeresspiegel gepresst. Dadurch entstanden Landschaft aus fragmentiertem Grundgestein, zahlreichen Seen und fruchtbaren Lehmflächen. Heute finden Besucher hier Mischwälder und Ackerland.

Die Ebenen Skåne, die über sehr fruchtbaren Boden verfügen, sind die am längsten besiedelten Flächen in Schweden. Auch heute wird hier noch viel Landwirtschaft betrieben.

Abgesehen von dieser fruchtbaren Region, welche für die Landwirtschaft geeignet ist, sind die Böden in Schweden meist arm und steinig. Hinzu kommt, dass knapp ein Fünftel des Landes, von Marschland und Torf bedeckt ist. Insbesondere im regnerischen Südwesten Schwedens und im kalten hohen Norden.

Die schwedische Küste ist typischerweise sehr felsig und vor ihr finden sich zahlreiche kleine, teils bewaldete Inseln. Die Inseln Öland und Gotland, die aus Sand- und Kalkstein bestehen, ragen vor der Südküste der Ostsee heraus.

Der längste Fluss des Landes ist der Klar-Göta-Fluss. Er entspringt in Norwegen und fließt etwa 720 km bis er den Väner-See erreicht. Der Verlauf des Flusses geht weiter, vom südlichen Ende des Sees nach Süden bis zur Nordsee. Die Wasserfälle von Trollhättan liegen entlang des südlichsten Verlaufs.

Die meisten Flüsse von Schweden entspringen in den Bergen von Norrland. Von Wasserfällen und Stromschnellen geprägt, fließen sie in Richtung Südosten und münden in den Bottnischen Meerbusen oder die Ostsee.

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Reise­tipps und Wissens­wertes für Schweden

Klima in Schweden

In Schweden herrscht ein kühles und im Landesinneren trockenes Kontinentalklima. Durch die Wechselwirkung zwischen atlantischen und kontinentalen Einflüssen kommt es zu periodischen Klimaveränderungen. Die vom Nordatlantikstrom aus dem Südwesten kommenden Winde erwärmen die Luft und erzeugen ein mildes, aber wechselhaftes Klima. Aus dem Osten kommen kontinentale Hochdruckgebiete, die zu stark ausgeprägten Jahreszeiten führen.

Die Sommer sind heiß und sonnig, die Winter sehr kalt. Auch die Berge im Norden und die lange Ausdehnung des Lands von Nord nach Süd beeinflussen das Wetter stark und führen zu erheblichen lokalen Unterschieden, insbesondere im Winter. So fallen im nördlichen Teil des Landesinneren die Temperaturen im Winter bis auf -30 bis -40°C. In Südschweden hingegen kommt es nur unregelmäßig zu Schneefall und die Temperaturen liegen zwischen -5 und 0°C.

Bei den Temperaturen im Sommer liegen deutlich geringere lokale Unterschiede vor. Zu bedenken ist jedoch, dass der Sommer im Norden viel kürzer ist. Wird die durchschnittliche Tagestemperatur betrachtet, beginnt der „Frühling“ im südlichen Skåne im Februar, im nördlichsten Norrland jedoch erst Ende Mai. Im Norden liegt die durchschnittliche Temperatur im Sommer bei 15°C und im Süden von Schweden bei 17°C.

Spätsommer und Herbst sind die regnerischsten Jahreszeiten, der jährliche Niederschlag beträgt durchschnittlich 600 mm.

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Flora und Fauna in Schweden

Schweden ist bekannt für endlose Wälder und Seenlandschaften. Fast ein Zehntel der Landesfläche ist von Seen bedeckt. Diese prägen die Flora und Fauna des Landes und locken zahlreiche Vögel an.

Neben der Vielzahl an Seen bedecken außerdem Waldgebiete mehr als zwei Drittel des Landes. Der Großteil dieser Wälder besteht aus Nadelhölzern wie Tanne, Fichte oder Kiefer. Im Süden gibt es neben den Nadelbäumen noch weitere Baumarten wie Buchen, Eschen, Eichen und Ulmen, welche jedoch einen sehr kleinen Anteil an den heimischen Baumarten ausmachen. In höheren Regionen wachsen auch Birkenwälder. Die Mischwälder im Süden sind reich an verschiedenen Beerenarten wie Preiselbeeren und Blaubeeren sowie an unterschiedlichen Pilzsorten. Neben den Wäldern und Seen prägen auch Feuchtgebiete das schwedische Landschaftsbild. Moore und Sümpfe sind für viele Vögel lebenswichtig, wie zum Beispiel den eurasischen Brachvogel der in diesen Gebieten ausreichend Nahrung und Nistmöglichkeiten findet.

Im Kontrast zur Flora und Fauna des Landesinneren stehen die Küstenregionen: Die Küste von Skuleskogens, die Sandbänke des Haparanda-Archipels und die salzigen Felsen von Kosterhavets bieten Lebensraum für weitere Tier- und Pflanzenarten über sowie unter Wasser.

Aufgrund des Kalksteinbodens und sehr milden Klimas haben die Inseln Gotland und Öland eine Besonderheit: Besucher können hier zahlreiche Orchideen bestaunen, die sich an die lokalen Gegebenheiten angepasst haben und sich dort wohlfühlen.

Die Weite und Einsamkeit der nördlichen Wälder bieten ideale Bedingungen für viele Wildtiere.

Elche, Bären, Luchse, Vielfraße und Füchse sind in Schweden heimisch. Auch sind erneut Wölfe anzutreffen, allerdings kommen diese vermehrt im südlichen Mittelschweden vor. Im Norden werden von den Samen, der Urbevölkerung Lapplands, Rentiere gezüchtet.

Jagd und Fischerei sind in Schweden streng reguliert und viele Tierarten sind vollständig geschützt.

Im Winter gibt es nur wenige Vogelarten in Schweden, dafür können Besucher im Sommer umso mehr die Avifauna bewundern. Zugvogelarten wie Kraniche und Wildgänse kommen dann von Afrika oder Südeuropa, um die Sommermonate in Schweden zu verbringen. Vogelfreunde können in Südschweden den Rotmilan und sogar den Seeadler beobachten sowie den Schelladler oder den Östlichen Kaiseradler.

Zu den heimischen Fischarten zählen Kabeljau und Makrele, welche im Atlantik zu finden sind. Lachs und Hecht bevorzugen die weniger salzhaltige Ostsee sowie inländische Seen und Flüsse.

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Sozial­geo­gra­phie Schwedens

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