Erfahrungsberichte Kims Erfahrungen:
Florida Wildlife: Die Vorbereitungen

Auslandsstipendium 2018: Kims Reisevorbereitungen

Wildlife-Projekt in Florida – Auslandsstipendium 2018

Die Zeit vor Abreise

Die Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche mit Sitz in Braunschweig hat es sich seit ihrer Gründung im Jahr 2001 zur Aufgabe gemacht, Tierschutzprojekte weltweit zu unterstützen. Aufmerksam geworden durch einen umfassenden Bericht von NATUCATE über die Arbeit des Wildlife-Projekts in Florida, hat sich der Stiftungsvorstand im Herbst 2017 dazu entschlossen, das Tierschutzzentrum im Südosten der USA zweckgebunden zu unterstützen. Diese Unterstützung findet zum einen in Form einer Sachspende wie auch in der Vergabe eines Auslandsstipendiums an einen ausgewählten Volunteer statt, der im Rahmen eines einmonatigen Freiwilligeneinsatzes tatkräftige Mithilfe leistet und so zum Fortbestand des Projekts beiträgt.

 

Für das Jahr 2018 erfolgt die Vergabe des Auslandsstipendiums an die 19-jährige Schülerin Kim aus Leverkusen, für die die Chance, ab Juli 2018 als Volunteer in diesem Projekt mitwirken zu können, etwas ganz Besonderes ist. Um uns an ihrem vierwöchigen Abenteuer teilhaben zu lassen, möchte Kim während ihrer Zeit in Florida ein kleines „Auslandstagebuch“ über ihre Erfahrungen im Projekt führen. Dieses wird im Laufe ihres Auslandsaufenthaltes auf unseren Seiten veröffentlicht. Im folgenden ersten Teil erfahrt ihr mehr über die Vorbereitungen, die sie vor Projektstart treffen muss. Im zweiten Teil berichtet sie schließlich über ihre Erlebnisse vor Ort.

 

Kims Erfahrungen Teil I – Die Vorbereitungen auf Florida

Im Juli 2018 geht es los – ich kann es noch kaum glauben. Bei mir in Leverkusen lag letzte Woche noch Schnee und es fühlte sich an, als würde der Winter gerade erst beginnen.

Jetzt sind es nur noch knapp fünf Monate bis ich in das Flugzeug steigen werde, das mich nach Florida bringen wird. In fünf Monaten werde ich im tropischen Florida bei 35 Grad exotische Tiere schützen? Ich kann immer noch kaum glauben, was für eine aufregende, unbekannte und schöne Erfahrung mir bevorsteht. Damit dieses Abenteuer stattfinden kann, ist und war vorab die Organisation bestimmter Dinge vonnöten:

Der erste Schritt, der notwendig war, um überhaupt mit den Tieren zusammenarbeiten zu dürfen, waren mehrere Besuche beim Arzt, bei denen geprüft wurde, welche Impfungen ich habe und/oder welche noch durchgeführt werden müssen. Da ich bislang noch nie außerhalb von Europa war, musste ich meinen Reisepass beantragen lassen, den ich inzwischen auch schon erhalten habe. Ich muss sagen: Er sieht ziemlich gut aus!

Ich habe mir zur Vorbereitung viel über die Organisation und das Projekt durchgelesen und auch von Natucate Informationsseiten erhalten, die Aufschluss darüber geben, was ich mitnehmen sollte, was meine Aufgaben vor Ort sein werden, wie sich die Verpflegung gestaltet, wo ich schlafen werde etc.

Meine Familie und meine Freunde freuen sich sehr für mich und sagen, dass ich von dieser Erfahrung noch sehr lange zehren werde! Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, ihnen später davon zu berichten.

Was momentan ansteht: eine weitere Impfung und die Erstellung einer Packliste. Es ist also noch ein wenig zu tun! Aber gerade bin ich vor allem froh, dass ich keine Winterjacke auf meine Packliste setzen muss!

 

Kims Erfahrungen Teil II – Die Vorbereitungsphase in den letzten Zügen

Das Wetter hier im Rheinland wollte mir die letzten Wochen wohl schon mal eine kleine Kostprobe vom schwülen, tropischen Klima geben und hat sich ordentlich ins Zeug gelegt. Nun sind es nur noch sechs Wochen bis ich in den Flieger steige und meine Nervosität nimmt jeden Tag zu. Ich war noch nie so aufgeregt! Tausend Fragen sind in meinem Kopf und ich hoffe, dass ich nichts Wichtiges vergessen werde. Diese Woche melde ich mich für das ESTA-Einreisevisum für die USA an und hole mir den Reiserucksack meiner Schwester zum Probepacken. Wenn man an das Wetter denkt, brauch ich vermutlich nicht viel mitzunehmen, außer kurze Hosen und T-Shirts. Für die Arbeit mit den Tieren werde ich mir noch eine Funktionshose kaufen, die robuster ist und schnell trocknet.

Die letzten Wochen sind verflogen und mein baldiger Aufenthalt wirkt immer noch unrealistisch und wie in weiter Ferne. Damit ich mich langsam darauf einstellen kann, dass es bald losgeht, habe ich angefangen mir noch einmal die Berichte von ehemaligen Freiwilligen durchzulesen und die Internetseite abermals durchstöbert. Ich bin voller Vorfreude und Neugier, gleichzeitig aber auch nervös. Ich hoffe, dass bei den letzten Vorbereitungen nichts mehr schiefläuft und ich das Projekt in Florida erfolgreich unterstützen kann. Ich bin gespannt, wie ich mich an das Klima und den neuen Tagesablauf gewöhnen werde. Es wird auf jeden Fall eine gehörige Abwechslung zu meinem Alltag hier in Deutschland. Ich habe zum Geburtstag auch eine neue Kamera bekommen, die ich gerade austeste. Ich möchte viele Fotos von den Tieren und der Region machen und alles genau dokumentieren, damit ich es nicht vergesse und später meiner Familie zeigen kann. Es wird das erste Mal sein, dass ich außerhalb von Europa bin. Was für ein Abenteuer!

 

Kims Reisetagebuch Teil III – Die letzten Tage vor Abreise

Noch zweimal schlafen. ZWEIMAL! Ich kann es nicht glauben, bald beginnt endlich mein Abenteuer. Dann geht es auf in den weit entfernten Sunshine State: Florida!

Meine Packliste ist nun vollständig abgehakt. Morgen wird der Rucksack dann gefüllt. Hoffentlich passt alles! Die Kleidung, die ich mitnehme, ist vor allem gemütlich und bequem. Es sind viele luftige T-Shirts, Tops und kurze Hosen. Außerdem findet man im Koffer das ein oder andere Longsleeve-Shirt, lange Pluderhosen und normale Jeans. Eine Funktionshose für die Arbeit ist jetzt auch dabei!

Morgen bekomme ich noch meine letzte Tollwut-Impfung, dann kann ich ohne hohes Risiko mit den Tieren arbeiten.

In den letzten Wochen habe ich mich außerdem noch um meine Kreditkarte gekümmert, damit ich in den Staaten problemlos Dollar abheben kann. Das verlief zum Glück reibungslos.

Ich bin so aufgeregt und gespannt, was für neue Eindrücke mich erwarten. Ich hatte nun auch zum ersten Mal Kontakt zu der Tierschützerin vor Ort, die mir mitteilte, wie der weitere Ablauf nach meiner Landung aussieht. Glücklicherweise werde ich vom Flughafen abgeholt, so gestaltet sich der Transfer relativ unkompliziert. Samstagabend werde ich am Flughafen in Orlando in Empfang genommen und habe den Sonntag frei, um „anzukommen“, die Gegend kennenzulernen, mich an mein neues Zuhause zu gewöhnen und den Lebensraum der Tiere kennenzulernen. Montag geht's dann mit der Arbeit los und ich darf hautnah miterleben wie die Tiere dort versorgt und geschützt werden.

Ich freue mich so sehr darauf, morgen mein Schulzeugnis abzuholen und mich dann am Tag darauf mit meiner Familie auf den Weg zum Flughafen zu machen. Endlich eine sinnvolle Auszeit von all den Klausuren und dem ganzen Schulstress. Ich bin ganz gespannt wie sehr sich meine Englischkenntnisse verbessern werden! Ich glaube, ich habe es immer noch nicht vollkommen realisiert. Mir wird wahrscheinlich erst nach ein paar Tagen wirklich bewusst was ich mache und wo ich bin. Ich bin so gespannt auf die Tiere, die Menschen und auf die Umgebung, die mich dort erwartet. Außerdem bin ich gespannt, wie ich auf das Klima reagieren werde. Daran werde ich mich erst einmal gewöhnen müssen.

Vor Abflug treffe ich mich noch einmal mit meinen Freunden und verabschiede mich für die nächsten fünf Wochen! Meine Schwester wollte mir morgen noch ein Reisetagebuch mitgeben – damit ich alle Eindrücke und Gedanken festhalten und in Erinnerung bewahren kann!

Florida, ich bin bereit!

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