Reise­infor­ma­tionen Indien: Kerala

Indiens Bundesstaat Kerala liegt im äußersten Südwesten des Staates und zeichnet sich durch eine malerische Szenerie ebenso wie durch Offenheit und Fortschrittlichkeit aus. Erfahre im Folgenden mehr

Ann-Kathrin
Ann-Kathrin
Ratgeber
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Kerala ist ein Bundesstaat an der Malabarküste im Südwesten von Indien. Er nimmt eine Fläche von fast 38.900 km² ein, auf denen ca. 33,4 Millionen Menschen leben. Hauptstadt von Kerala ist Thiruvananthapuram, ehemals Trivandrum.

Landschaftlich wird Kerala von einer üppigen tropischen Vegetation geprägt. Die Szenerie wird vornehmlich bestimmt von Reis- und Baumwollfeldern, Kaffee-, Tee- und Kautschukplantagen, einer Vielzahl von Obstbäumen und Gewürzpflanzen sowie Kokospalmen, den Lebensbäumen des Bundesstaats. Ein weiteres Charakteristikum: Kerala gilt als Vorzeigestaat für ein fortschrittliches, gebildetes und offenes Indien.

Steckbrief

Name
Kerala (Malayalam കേരളം Kēraḷam)

Lage
Im äußersten Südwesten Indiens

Größe
ca. 38.860 km²

Hauptstadt
Thiruvananthapuram

Beste Reisezeit
Oktober bis April

Highlights
Keralas Naturlandschaften, insbesondere die Westghats, sind ein Highlight an sich, besonders interessant sind jedoch die Kerala Backwaters

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Vor Ort in Kerala

Lage, Geographie und Klima

Kerala ist der südlichste Bundesstaat in Indien und liegt von allen Staaten Indiens am nächsten zum Äquator. Hier herrscht ein tropisches Klima und die Landschaft ist von Regenwald bewachsen. Die ganze Region wird landwirtschaftlich stark genutzt. Im Norden Keralas befindet sich die Wyanad Bergregion. Die Region liegt in den Bergen des Westghats Gebirgszuges. Das Gebiet hat eine Fläche von 2.131 km² und eine Erhöhung zwischen 700 bis 2.100 m.

Der Westghats Gebirgszug ist eine wichtige geomorphologische Gegebenheit im Süden Indiens. Seinen Ausgang nimmt das Gebirge südlich des Flusses Tapti an der Grenze zu den Staaten Gujarat und Maharashtra. Der Gebirgszug hat eine Länge von insgesamt 1.600 km und durchstreift die Bundesstaaten Maharashtra, Goa, Karnataka, Kerala und Tamil Nadu. Die Durchschnittshöhe liegt bei 900 m. Die höchste Erhebung ist der Anamudi (2.695 m) in Kerala. Die Berge stellen eine natürliche Barriere für den West-Monsun dar. Die wasserreichen Regenwolken der Ozeane regnen sich an den Hängen ab und führen so an der Westseite des Gebirges zu einem feuchten, warmen Klima. Die Westghats sind auch die wichtigste Wasserscheide der Region. Hier entspringen kurze Flüsse hin zur Westseite und längere Flüsse wie der Godavari oder Krishna auf der Ostseite.

Generell herrscht in Kerala ein überwiegend tropisches Tageszeitenklima mit warmen Temperaturen und relativ hohem Niederschlag, besonders zur Monsunzeit. Die nördliche Wyanad Region hat aufgrund ihrer Höhenlage ein eher gemäßigtes Klima. Die Temperaturen liegen hier zwischen 18 °C und 29 °C. Während des Südwestmonsuns von Juni bis September fallen hier 3.000 - 4.000 Millimeter Niederschlag. Der Osten des Bergplateaus dagegen liegt im Regenschatten und hat nur bis zu circa 300 mm Niederschlag jährlich.

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Flora und Fauna

Durch das feucht-warme Klima ist die Landschaft in Kerala sehr fruchtbar. Größtenteils ist der Bereich von Regenwald bewachsen. In den Bergen der Westghats, im Westen von Kerala, findet man immergrüne Feuchtwälder, die von Balsambäumen, Malvengewächsen, Magnolien, Bambus, Farn, Orchideen und Lianen geprägt sind. Die ursprüngliche Landschaft des flachen Küstenstreifens wurde durch landwirtschaftliche Nutzung des Menschen stark verändert und weist kaum noch natürliche Vegetation auf. Weiterhin gibt es zahlreiche Sandstrände mit Kokospalmen und niedrigen Busch- und Grasländern.

Besonders im Schutzgebiet Periyar leben der Bengaltiger, indische Leoparden, Elefanten, Sambars und Gaure, Mungos, Fischotter, Bart- und viele weitere Affenarten. Zudem sind hier rund 320 verschiedene Vogel-, 45 Reptilien- und fast 30 verschiedene Amphibienarten zuhause.

Highlights

Ein Highlight Keralas sind die Kerala Backwaters. Hierbei handelt es sich um eine Kette von brackischen Lagunen und Seen die parallel zur Küste des arabischen Meers verlaufen.
Zu den Backwaters gehören fünf große Seen, die durch natürliche und künstliche Kanäle miteinander verbunden sind. Die Backwaters werden von 38 Flüssen gespeist und wurden ursprünglich durch die Kraft von Wellen herausgebildet. Hier findet man ein einzigartiges Ökosystem – hervorgerufen durch das Frischwasser der Flüsse und Salzwasser des Arabischen Meeres. Diese wunderschöne Wasserlandschaft ist definitiv einen Besuch wert und zeigt Dir eine ganz andere Seite Indiens.

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