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Freiwilligenarbeit Uganda - Julie und Craig
Julie und Craig haben 28 Tage beim Freiwilligenprojekt in Uganda zum Schimpansen- und Biodiversitätsschutz unterstützt. Erfahre mehr über ihre beeindruckende Zeit.
Steckbrief
Name: Craig und Julie
Alter: 59 und 57 Jahre
Projekt: Itohya Forest Conservation & Schimpansen-Habituierung
Ort: Uganda
Dauer: 28 Tage
Erfahrungsbericht Julia und Craig - Freiwilligenprojekt Uganda
1. Könnt Ihr uns einen kurzen Überblick über Eure Aufgaben im Projekt geben?
Zu unseren täglichen Aufgaben gehörte morgens ein Spaziergang durch den Wald, um die Schimpansen zu suchen. Dabei wurden wir stets von zwei Guides begleitet und waren niemals allein im Wald unterwegs. In der Regel verbrachten wir zwei bis drei Stunden damit, die Schimpansen aufzuspüren und zu beobachten.
Nach dem Frühstück standen verschiedene praktische Arbeiten auf dem Programm. Wir schnitten Bambus und bauten daraus Baumschutzvorrichtungen. Außerdem pflanzten wir Bäume, jäteten Unkraut, halfen beim Wiederaufbau des Dachs der Außenküche, bauten einen Bienenstock und errichteten Handläufe für die Brücken im Wald. Alle diese Aufgaben erledigten wir gemeinsam mit dem lokalen Team.
Nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen gab es jeweils eine Ruhepause. Gegen 16 Uhr endete der Arbeitstag mit einer Tasse Tee und einer gemeinsamen Besprechung des Tages mit dem Team.
2. Was war die größte Herausforderung für Euch während des Projekts?
Die größte Herausforderung war das Fortbewegen im Wald, wenn wir die Wege verlassen mussten. Dort gibt es zahlreiche Lianen mit großen Dornen.
Gute Wanderkleidung ist daher unverzichtbar. Dicke Handschuhe, wasserdichte Wanderschuhe, langärmlige Oberteile und lange Hosen schützen vor Dornen, roten Ameisen und möglichen allergischen Reaktionen auf Pflanzen.
3. Gab es etwas, das Euch besonders gut gefallen hat? Oder etwas, das Ihr besonders negativ in Erinnerung behalten hast?
Am meisten haben wir die Tierbeobachtungen genossen. Die Schimpansen, Vögel, Paviane, Schmetterlinge, Colobus-Affen und viele weitere Affenarten waren faszinierend. Die Geräusche des Waldes und die frische, saubere Luft machten unsere morgendlichen Wanderungen zu einem magischen Erlebnis.
Das Team vor Ort war hervorragend. Alle Guides waren sehr erfahren und begegneten uns mit großer Freundlichkeit und einer ausgezeichneten Einstellung. Wir haben nichts Negatives zu berichten.
Wir selbst fanden es wunderschön, zu den Geräuschen des Waldes einzuschlafen. Andere Teilnehmende könnten allerdings Ohrstöpsel hilfreich finden. Obwohl es nur sehr wenige Mücken gab, empfiehlt sich dennoch ein Mückenschutzmittel.
4. Hattet Ihr vor Eurer Reise bestimmte Erwartungen an das Projekt?
Vor der Reise hatten wir leichte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit. Diese erwiesen sich jedoch als völlig unbegründet. Vom Moment unserer Ankunft bis zu unserer Abreise fühlten wir uns durchgehend sicher.
Die Begegnungen mit der Tierwelt übertrafen unsere Erwartungen ebenso wie die Herzlichkeit des Teams sowie die Qualität der Verpflegung und der Unterkunft.
5. Was habt Ihr in Eurer Freizeit unternommen, das Ihr zukünftigen Teilnehmenden empfehlen würdet?
An zwei unserer freien Wochenenden unternahmen wir Ausflüge, die James für uns organisiert hatte. Ein Wochenende verbrachten wir auf Safari mit einer Bootsfahrt im Murchison-Nationalpark, ein weiteres beim Gorilla-Trekking im Bwindi Impenetrable National Forest. Beide Ausflüge waren einfach großartig.
Ein weiteres freies Wochenende verbrachten wir auf dem Gelände des Projekts, machten sauber und wuschen unsere Wäsche.
6. Welche Tipps würdet Ihr zukünftigen Teilnehmenden geben?
Wir empfehlen, ein paar Packungen Müsliriegel oder andere Snacks mitzubringen. Zwar gab es zu den Mahlzeiten immer ausreichend Essen, aber die zusätzlichen Snacks waren zwischendurch sehr praktisch.
Haltet Euch unbedingt an die Packliste! Wenn Ihr Fragen habt, wendet Euch an James – er war äußerst hilfsbereit.
Wir hatten außerdem eine Camping-Wäscheleine und kleine Packungen Flüssigwaschmittel dabei, um Socken und Unterwäsche selbst waschen zu können. Im Nachhinein hätten wir zusätzlich Kaffeefilter und pro Person ein zweites Handtuch mitbringen sollen.
7. Könnt Ihr einschätzen, welche zusätzlichen Kosten Euch vor Ort entstanden sind?
Während unseres einmonatigen Aufenthalts gaben wir zusätzlich Geld für Trinkwasser sowie Softdrinks und Bier aus. Auch der Wäscheservice wird pro Kleidungsstück berechnet.
Wir haben unseren Fahrern, den Guides im Wald, der Köchin sowie den Safari- und Gorilla-Trekking-Guides großzügige Trinkgelder gegeben.
Außerdem wollten wir die umliegende Gemeinde unterstützen und kauften Schulmaterialien sowie Fußbälle für die örtliche Schule. Natürlich haben wir auch einige Souvenirs gekauft.
All diese Ausgaben waren insgesamt recht günstig. Wenn James Euch zum Geldautomaten bringt, würden wir empfehlen, als Paar den maximal möglichen Betrag in der Landeswährung abzuheben – insbesondere dann, wenn Ihr ebenfalls Wochenendausflüge unternehmen möchtet.
8. Gibt es noch weitere Anmerkungen, Ideen oder Erfahrungen, die Ihr mit uns teilen möchtet?
Dieses Projekt war ein unglaubliches Erlebnis. Wir würden sehr gerne in den kommenden Jahren zurückkehren und noch einmal einen ganzen Monat dort verbringen.
Zukünftige Freiwillige sollten wissen, dass wir täglich zwischen fünf und zehn Kilometern über unebenes Gelände gelaufen sind. Eine gute Grundfitness ist daher hilfreich.
Wir hoffen, unsere Erfahrungen sind hilfreich. Außerdem hoffen wir sehr, dass die Berichte über Ebola dem Projekt nicht allzu sehr schaden.
Alles Gute!
Julie und Craig