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Rückblick: Unsere Wilder­ness Experi­ence Hwange 2026

Im Mai 2026 fand unsere erste PWE Wild Hwange statt. Während der 13-tägigen Reise durch den Hwange-Nationalpark erlebten die Gäste die Wildnis und erhielten spannende Einblicke in den Naturschutz.

Meg
News
Elefant vor dem Camp

Hwange-Nationalpark entdecken: Rückblick auf unsere erste PWE in Simbabwe

Die erste Private Wilderness Experience Wild Hwange liegt hinter uns – und wir blicken auf eine außergewöhnliche Reise zurück.

Längere Zeit in der Natur zu verbringen, ist immer etwas Besonderes. Doch diese Reise fühlte sich auf eine ganz eigene Weise besonders an. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter tauchten wir für 13 Tage tief in den abgelegenen Südwesten des Hwange-Nationalparks ein.

Ganz im Sinne des PWE-Gedankens ging es bei dieser Reise nie nur darum, Wildtiere zu beobachten oder Arten von einer Liste abzuhaken. Stattdessen betraten wir Hwange mit offenem Herzen und der Bereitschaft, mehr über die Landschaft, die faszinierenden Tierarten und die Naturschutzarbeit zu lernen, die das Herz des Hwange-Nationalparks am Schlagen hält.

Während unseres ersten PWE Wild Hwange wurde uns und unseren Gästen erneut bewusst, dass Naturschutz mit Verständnis beginnt.

Pirschfahrt Elefanten-Sichtung
Junger Elefant

Den Hwange-Nationalpark erkunden

Während unserer Zeit im Hwange-Nationalpark, dem größten Nationalpark Simbabwes, erkundeten wir Landschaften, die von Teakwäldern und Mopane-Wäldern bis hin zu offenen Savannen und uralten Elefantenpfaden reichten.

Bei Wanderungen, inspirierenden Gesprächen und stillen Momenten nahmen wir uns die Zeit, einfach mal im Moment präsent zu sein und die beeindruckende Vielfalt dieser Landschaften auf uns wirken zu lassen. Wir versuchten zu entschleunigen und ließen uns auf den Rhythmus Hwanges ein.

Tierspuren wurden zu Geschichten, Alarmrufe zu Hinweisen, und selbst kleinste Anzeichen von Tierbewegungen erinnerten uns daran, dass der Nationalpark ständig voller Leben ist – auch wenn auf den ersten Blick manchmal denkt, dass nichts geschieht.

Die ungewöhnlich starken, späten Regenfälle hatten die Landschaft gesättigt und sorgten dafür, dass Vogelbeobachtung zu einem ständigen Begleiter unserer Tage wurde. Besonders an den überfluteten Senken konnten wir eine beeindruckende Vielfalt an Vogelarten beobachten.

Schabrackenschakal
Schwarz weißer Vogel
Perlhuhn Simbabwe
Gecko Grün-Türkis

Zu Fuß rückten die kleinen Wunder der Natur in den Mittelpunkt: Auf unseren Buschwanderungen konnten wir die schlagenden Flügel von Schmetterlingen, winzige Spinnen entlang der Elefantenpfade und all die unscheinbaren Lebewesen, die zum Gleichgewicht der Ökosysteme beitragen, in Ruhe wahrnehmen.

Auf Pirschfahrten erhielten wir einen Eindruck von der enormen Größe des Parks, den unterschiedlichen Lebensräumen und der Artenvielfalt, die sie beherbergen.

Vom abgesenkten Beobachtungsversteck vor dem Camp aus konnten wir Tiere ungestört beobachten: Kudus beim Trinken in der Abendsonne, Vögel, die nach einem kühlen Wintertag ihren Durst stillten, oder die besondere Erfahrung, nachts den Elefanten beim Trinken zuzuhören. Dabei konnten wir nicht nur ihre Familienstrukturen beobachten, sondern auch ihre vielfältige Lautkommunikation aus nächster Nähe erleben.

Zu den eindrucksvollsten Momenten gehörten die stillen Begegnungen: eine Giraffenherde im Licht des Sonnenuntergangs, das morgendliche Erwachen der Vogelwelt Hwanges oder das Mittagessen unter einem Shepherd’s Tree, während Elefanten an der Wasserstelle vor dem Camp tranken.

Grauer Vogel in Simbabwe
Hornbill

Naturschutz-Exkursionen in Hwange

Wir machten uns auf den Weg in den Norden des Parks und trafen dort den Raubtierexperten Lovemore Sibanda vom “Cheetah Conservation Project Zimbabwe”. Der Nachmittag bot spannende Einblicke in die Gepardenpopulationen Simbabwes, die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, und die Schutzmaßnahmen zu ihrem Erhalt. Gleichzeitig lernten wir die Menschen kennen, die sich mit großem Engagement für die Zukunft dieser beeindruckenden Raubtiere einsetzen.

Beim Besuch der Ngamo Wildlife Sanctuary von Imvelo erhielten wir einen umfassenden Einblick in eine außergewöhnliche Naturschutzinitiative, die auf der aktiven Beteiligung und Förderung lokaler Gemeinschaften basiert.

Das Schutzgebiet liegt auf kommunalem Land an der Grenze zum Hwange-Nationalpark und verbindet die Lebensgrundlagen der Menschen vor Ort mit der Zukunft einer der bekanntesten und zugleich bedrohtesten Tierarten Afrikas. Während unseres Besuchs hatten wir das Privileg, Thuza und Kusasa kennenzulernen – zwei Breitmaulnashorn-Bullen, die eine Strecke von 750 Kilometern vom Gonarezhou-Nationalpark nach Hwange zurückgelegt haben, um die Zukunft der Nashornpopulation in der Region mitzugestalten.

Nashornschutz-Vortrag
Mann erklärt Karte vom Hwange Nationalpark
Präsentation über Artenschutz

Breitmaulnashörner sind im Hwange-Nationalpark bislang noch nicht weit verbreitet. Die Ngamo Wildlife Sanctuary spielt daher eine zentrale Rolle bei ihrer Wiederansiedlung und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die umliegenden Gemeinden.

Thuza und Kusasa werden rund um die Uhr von den hochqualifizierten, gemeinschaftsbasierten Anti-Wilderei-Einheiten der Cobras geschützt. Diese engagieren sich nicht nur für den Schutz der Tierwelt Hwanges, sondern auch für die Verringerung von Mensch-Wildtier-Konflikten.

Die Arbeit hinter dem Ngamo Wildlife Sanctuary aus erster Hand zu erleben, war eine eindrucksvolle Erinnerung daran, dass erfolgreicher Naturschutz Zusammenarbeit und langfristiges Engagement erfordert. Das Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Menschen mit einer gemeinsamen Vision zusammenkommen, um die Natur zu schützen.

Game Drive Elefanten
Zebra aus der Ferne im Busch
Warzenschwein

Unsere Basis – Camp Jozibanini

Tief im abgelegenen Südwesten des Hwange-Nationalparks gelegen, war Camp Jozibanini weit mehr als nur eine Unterkunft – es wurde selbst zu einem wichtigen Teil des Erlebnisses.

Das offene Design des Camps und seine nicht eingezäunte Lage machten die Verbindung zur Natur jederzeit spürbar. Die erhöhten Zelte schufen Raum für besondere Momente – sei es beim Sternegucken oder bei stillen Augenblicken des Eintauchens in die Wildnis.

Das Team von Imvelo empfing uns mit großer Herzlichkeit und echter Gastfreundschaft, während der talentierte Koch täglich für hervorragende Mahlzeiten sorgte. Rund um das Lagerfeuer und am Esstisch entstanden so wertvolle Momente des Austauschs und der Reflexion.

Elefant vor dem Camp
Frühstück aufgebaut vor einem Baum
Frau bereitet Frühstück in Natur vor
Gruppenselfie im Elefanten-Hide

Die Wildnis von Hwange erleben – Ein Rückblick

Während der gesamten PWE kehrten wir immer wieder zu einem zentralen Thema zurück: Wirkung (bzw. Impact).

Unsere Reise durch Hwange bestand nicht nur darin, Wildtiere zu beobachten oder Simbabwes größten Nationalpark zu erkunden. Es ging darum, Zusammenhänge zu verstehen. Die Geschichte dieser Landschaft zu begreifen, ihre aktuellen Herausforderungen kennenzulernen und die eigene Rolle in ihrer Zukunft zu erkennen.

Durch die Begegnungen mit Experten vor Ort erhielten wir Einblicke in die komplexen Entwicklungen, die den Hwange-Nationalpark geprägt haben. Gleichzeitig lernten wir die beeindruckende Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme und der lokalen Gemeinschaften kennen.

Wir verließen Hwange mit einer neuen Wertschätzung für all jene Menschen, die sich tagtäglich für den Schutz dieses einzigartigen Naturraums einsetzen. Von Forschenden und Naturschützern bis hin zu gemeinschaftsbasierten Anti-Wilderei-Teams – jede Begegnung machte deutlich, dass Naturschutz letztlich von Verbindungen lebt: zwischen Menschen, Wildtieren und den Landschaften, die sie miteinander teilen.

Bis bald, Hwange, wir sehen uns wieder in 2027!

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