Führungskräfte mit freiem Kopf

Führungskräfte müssen heute agil und beweglich sein – nicht nur im Kopf. Büros und klimatisierte Konferenzräume sind nur bedingt dazu geeignet, um neue Impulse zu bekommen. Immer mehr Führungskräfte zieht es deshalb nach draußen in die Natur, um mit einem Coach ihre Gedanken zu sortieren. Frische Luft und körperliche Bewegung sind zwei Faktoren, um Stress abzubauen und einen freien Kopf zu bekommen. Coaching in Bewegung ist deshalb bei Führungskräften stark im Kommen. Sowohl als Einzel- als auch als Teamcoaching.

Coaching in der Natur, an der frischen Luft, als effiziente Pause vom Büroalltag und Sitzungsmarathons. Wir wissen mittlerweile, dass dauerhaftes Sitzen nicht gesund ist. "Sitzen ist das neue Rauchen", lautet ein vielzitierter Satz. Besprechungen werden im Stehen abgehalten – oder sogar im Gehen: Beim Coaching in Bewegung sortiert der Klient im Gehen seine Gedanken, reflektiert Denkanstöße oder überprüft seine Entscheidungen.

Der Coach ist dabei professioneller Sparringspartner. Individuelles Einzelcoaching trägt dazu bei, die Selbstmanagementkompetenz von Führungskräften zu erhöhen. Aber auch im Bereich der Teamentwicklung wird mit Erfolg "Walk'n'talk" unter den Führungskräften eingesetzt, um sich gegenseitig Feedback zu geben. Beim Austausch im Gehen fällt negatives Feedback leichter, die Probleme werden klarer adressiert, der Blick ist nach vorne gerichtet. Auch Denkpausen werden im Gehen zu keiner Belastung für die Beziehung, sondern können leichter ausgehalten werden.

Coaching ist „Hilfe zur Selbsthilfe“. Coaching unterstützt den Klienten bei der Lösungsfindung und stärkt seine Selbstmanagementkompetenz. In einem durch den Coach gesteuerten Prozess, denkt der Coachee über sich selbst oder über andere nach, versucht sein Problem tiefer zu verstehen, seine Ziele abzustecken und wie er (s)eine Situation aktiv verändern kann. Das Gute beim Coaching in Bewegung, auch "Walk’n’talk", genannt: die Gedanken fließen freier und die Gespräche sind beim Vorwärtsgehen in die Zukunft gerichtet.

Wenn das Coaching außerhalb des Unternehmens stattfindet (zum Beispiel in der Mittagspause), ist das bereits eine Intervention. Der Coachee oder auch Klient verlässt seine gewohnte Umgebung für eine kurze Pause, bricht zu etwas Neuem auf, will neue Erkenntnisse gewinnen. Beim Coaching geht es auch darum, Gewohnheiten zurückzulassen, Ballast abzuwerfen und sich für neue Sichtweisen und Perspektiven zu öffnen.

Was zeichnet "Coaching in Bewegung" aus?

Schon den alten Griechen war das positive Zusammenspiel zwischen Gehen und Denken vertraut. So hielt zum Beispiel Aristoteles seine philosophische Denkschule ab, indem er in den Wandelhallen Athens umherging. Die Griechen hegten sogar die Vermutung, dass Bewegung Melancholie vertreiben kann. Fakt ist: regelmäßige körperliche Aktivität und Sonnenlicht fördert die Bildung des Glücksbotenstoffs Serotonin. „Wenn der Körper in Bewegung kommt, dann kommt auch unser Denken in Bewegung“, stellte der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard in seinem Werk „Gehen“ fest.

Fünf Kernelemente von Coaching in Bewegung (und damit auch Unterschiede zu klassischen Coaching-„Sitzungen“):

  1. In manchen Unternehmen kann die Luft „stickig“ sein oder sogar „stehen“. Es gibt Führungskräfte, die dann bewusst hinausgehen, um Luft zu schnappen, weil sie Räume, Themen oder Gegenstände zu sehr beengen. Beim Coach2go können sie sich öffnen und an neuen Perspektiven arbeiten.
  2. Im Sitzen wird der Bauch zusammengedrückt, die inneren Organe eingeengt. Beim Gehen ist der Oberkörper aufgerichtet, die Lungen pumpen Sauerstoff in den Brustkorb, das Herz schlägt stärker, das Blut zirkuliert schneller, mit mehr Druck als im Zustand der Ruhe. Gehen gibt Energie, die aus der Bewegung des Körpers kommt. Diese Energie überträgt sich auf den Geist.
  3. Im Gehen ist der Blick nach vorne gerichtet. Der Klient hat dadurch mehr Zeit, um in Ruhe nachzudenken. Denn bei längeren Gesprächs- und Denkpausen baut sich durch die körperliche Bewegung keine Spannung auf.
  4. Der Klient kann seinen Blick schweifen lassen, muss nicht dem Coach in die Augen sehen. Die Umwelt und die wechselnde Natur beim Gehen regen zum Nach- und Neudenken an. Geben neue Impulse.
  5. Netter Nebeneffekt: Coach2go bedeutet auch eine vermehrte Aufnahme von Licht. Vitamin D ist lebensnotwendig und hat eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit – vor allem im Winter. Fach- und Führungskräfte, die ein Coaching in Bewegung gemacht haben, berichten deshalb von einem Energieschub, wenn sie ihre Mittagspause draußen verbracht haben.

Vor fast zweieinhalb Tausend Jahren prägten altgriechische Philosophen wie Platon, Aristoteles und Sokrates den Satz: „Der Geist formt den Körper“. Heute wissen wir, dass auch seine Umkehrung Gültigkeit hat.

Autorin: Sabine Strobel ist ausgewiesene Coach2go-Expertin und Führungskräfte-Trainerin in Hannover und Garmisch-Partenkirchen. Unter dem Motto "Raus aus dem Seminarraum – rein in die Natur!" bietet sie Teamentwicklungen und Seminare auf Berghütten im Alpenraum an. Mehr Infos unter www.strobel-coaching.de.

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