Ranger-Ausbildung: Fische
– Die Biologie der Fische

DSo divers die Welt der Fische auch sein mag, es gibt einige Charakteristika, die allen Fischen gemeinsam sind: So sind alle Fische aquatische Wirbeltiere, die über Kiemen atmen. Sie sind meiste ektotherm, das heißt sie passen ihre Körpertemperatur der Temperatur des sie umgebenden Wassers an. Darüber hinaus besitzen alle Fische Flossen, mit denen sie sich im Wasser vorwärts bewegen und navigieren. Die Haut der Fische ist normalerweise mit Schuppen bedeckt.

Anatomie

Der Fischkörper lässt sich in der Regel in drei Abschnitte teilen: Kopf, Rumpf und Schwanz. Der Kopf reicht von der Maulspitze bis hin zum Ende des Kiemendeckels. Der Rumpf verläuft vom Kopfende bis zum Ende der Körperhöhle. Vom Anus bis zum Ende der Schwanzflosse erstreckt sich das Ende des Körpers. Wegen ihrer stromlinienartigen Form sind Fische sehr wendig und so optimal an den Lebensraum Wasser angepasst. Übrigens: An den Körperflanken verläuft längs das sogenannte Seitenlinienorgan, ein Sinnesorgan, mit dem Fische selbst feinste Bewegungen im Wasserkörper spüren können. Bei der Schwarmbildung ermöglicht ihnen dieses Sinnesorgan, ihre Artgenossen zu lokalisieren und so den richtigen Abstand zu ihnen zu halten.

Ökologie

Fische spielen eine fundamentale Rolle in den meisten aquatischen Ökosystemen. Auf Grund ihrer unterschiedlichen Nahrungsspezialisierungen kommen sie in jeder trophischen Ebene (Nahrungsebene) vor: So gibt es Primärkonsumenten, die sich zum Beispiel von toter Biomasse (Saprobiont) oder von pflanzlichem Plankton (Herbivore) ernähren. Diese werden von den sogenannten Sekundärkonsumenten gefressen, zu denen beispielsweise kleinere Raubfische gehören. Diese können wiederum von größeren Raubfischen gefressen werden, den Tertiärkonsumenten usw.

Wie eng die verschiedenen Arten eines Ökosystems vernetzt sein können, soll an folgendem Beispiel gezeigt werden: In der Lowveld-Region im Nordosten Südafrikas kommen vor allem während des regenreichen Hochsommers viele Mosquitos vor. Diese werden vor allem von Buntbarschen gefressen, welche Welsen als Nahrung dienen. Die Welse werden wiederum von Krokodilen gefressen. Wird dieses Nahrungssystem nun gestört, beispielsweise durch das Verschwinden der Krokodile in diesem Gebiet, so kommt es zu einem Massenauftreten von Welsen, da deren natürliche Fressfeine wegfallen. Als Folge werden die Buntbarsche unreguliert von den Welsen gefressen, die Mosquitolarven können sich so ungestört zu adulten Mosquitos entwickeln. Am Ende kann das Wegfallen der Krokodile also zu einem Anstieg von Malaria-Infektionen kommen.

Diese enge Vernetzung zeigt, wie wichtig ein umfassender Schutz aller Arten eines Ökosystems ist, denn wenn nur eine Art verschwinden sollte, kann es zu einem Zusammenbruch der kompletten Nahrungskette kommen.

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