Erstaunliche Fakten über Walhaie

Dinge, die Du noch nicht über Walhaie wusstest

Nachdem ein wahnsinnig aufregendes Jahr hinter uns liegt und wir alle gut ins neue hereingerutscht sind, dachten wir uns, es wäre schön dieses neue Jahr direkt mit etwas Wissenswertem zu starten. In diesem Blogeintrag möchten wir gerne unsere Lieblingsfakten über Walhaie, diese riesigen Fische, die wir so lieben, mit euch teilen.

  • Jeder einzelne Walhai hat ein individuelles Muster bestehend aus Punkten und Streifen, vergleichbar mit dem Fingerabdruck von uns Menschen, wodurch sie auch auf Fotos leicht zu identifizieren sind. Durch diese nicht-invasive Identifikationsmethode ist der Walhai außerdem eine ideale Spezies für sogenannte Citizen Science-Projekte. Diese Projekte zeichnen sich durch die Mithilfe von interessierten Bürgern bzw. Laien aus, was sehr dabei hilft, die Bewegungen der Walhaie entlang der Malediven zu verfolgen, da sie sehr bewegungsfreudige Tiere sind.
  • Walhaie haben Zähne! Eine der ersten Fragen, die oft gestellt wird, wenn über den Walhai gesprochen wird, ist: „Hat er Zähne?“. Die meisten Leute stellen diese Frage, während sie innerlich das Risiko abwägen und überlegen, ob sie wirklich ins Wasser springen wollen, sobald jemand „HAI“ ruft. Die Antwort ist ja, sie haben Zähne! Diese sind jedoch so klein, dass sie für den Menschen keinerlei Gefahr darstellen – wir sind noch nicht einmal sicher, wofür sie benutzt werden!
  • Der wissenschaftliche Name für den Walhai lautet Rhincodon typus. Die erste Beschreibung des Walhais geht zurück auf den schottischen Militärarzt Andrew Smith im 19. Jahrhundert. Er war zu der Zeit der vorherrschende Zoologe in Südafrika (verschiedene Arten tragen heute seinen Namen) sowie der Brieffreund von Charles Darwin! Als im Jahre 1928 ein Walhai vor Südafrika in Table Bay harpuniert wurde, war Smith vor Ort, um diese neue Art für die Wissenschaft zu beschreiben. Die Frage „Hat er Zähne?“ muss auch ihm durch den Kopf geschwirrt sein, denn nachdem er hunderte Reihen kaum sichtbarer Zähne unter der Lippe fand, entschied er sich dazu diesen Ozeangiganten Rhincodon typus zu nennen, was wortwörtlich Raspel-Zahn (Rhin = Raspel, codon = Zahn) bedeutet. Einige Jahre später schlägt Smith wieder einen Zahn-Namen für einen großen Hai vor: Carcharodon, oder auch „zackiger Zahn“ ist der Gattungsname des Carcharodon carcharias, also des Weißen Haies.
  • In der gesamten Geschichte hat niemals jemand die Paarung von Walhaien gesehen! Für Biologen und Naturschützer sind das Paarungs- und Brutverhalten die am wichtigsten benötigten Informationen für das Verständnis des Populationswachstums der Walhaie. Auch die Orte, an denen diese Verhalten stattfinden, sind ebenso wichtig, da die Walhaie in diesem Zeitraum vermutlich schutzbedürftiger sind. Dies ist der größte Fisch des Ozeans und wir wissen nicht wann, wo, wie oder wie oft er sich vermehrt?! Dieses Geheimnis spornt uns nur noch mehr an unsere Arbeit fortzusetzen!
  • Alles was wir über die Fortpflanzung der Walhaie wissen, kommt von EINEM trächtigen Weibchen, das 1995 in Taiwan gefangen wurde! Dieses Weibchen trug über 300 Embryos in sich, die sich alle in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befanden. Eine Genanalyse von 30 dieser Embryos ergab, dass sie alle den gleichen Vater hatten, wodurch Wissenschaftler zu dem Ergebnis kamen, dass Walhaie Sperma speichern und die Eier, sobald sie so weit sind befruchten können. Diese Paarungsstrategie macht Sinn, da die Begegnungen mit dem anderen Geschlecht im weiten Ozean vermutlich spärlich gesät sind.
  • Walhaie haben das größte Trommelfell im ganzen Tierreich! Niemand weiß so genau, was Walhaie wirklich hören, aber man geht davon aus, dass dieses enorme Organ ihnen dabei hilft ihre Beute zu finden. Stellt Euch nur mal vor Ihr könntet Plankton hören!
  • Walhaie verhalten sich unterschiedlich je nach Umgebung und Individuum. Es ist nicht viel bekannt über die Bedeutung des Verhaltens von Walhaien, jedoch ist es interessant zu beobachten, wie die Walhaie, denen wir begegnen sich in der Gegenwart von Menschen alle anders verhalten. Es gibt solche, wie Adam und Fernando, die daran gewohnt sind, dass Menschen mit ihnen schwimmen (beide wurden seit 2006 und 2008 jeweils schon über 200-mal gesehen!) und deshalb auch während einer Begegnung für gewöhnlich eine Weile in der Nähe bleiben bevor sie wieder ins Riff abtauchen; wohingegen andere Walhaie Zeichen von ausweichendem Verhalten zeigen, auch wenn sich an die Verhaltensregeln gehalten wurde (keine Blitzlichtfotografie, den Walhai weder behindern noch anfassen und einen Abstand von 4 m zu dem Tier halten). Dann wiederum sind Walhaie, die neu in der Gegend und kleiner sind, häufig recht neugierig und versuchen sich den Menschen und Booten zu nähern, vermutlich um einen besseren Blick auf sie werfen zu können.

Stand: 01.01.2018

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