Länderinformationen Bhutan

Auslandsaufenthalt in Bhutan

Länderinformation

Bhutan

Das „Land des Donnerdrachens“ besticht insbesondere durch seine natürliche Schönheit und eine beeindruckende Artenvielfalt. Neben dem atemberaubenden Himalaya-Hochgebirge im Norden finden sich im Süden riesige, unberührte Wälder, die unzählige, größtenteils endemische Tier- und Pflanzenarten beherbergen. So können mit etwas Glück Tiger, Schneeleoparden, Nebelparder, diverse Hirschspezies, Warane, verschiedenste Vogelarten und eine Vielzahl weiterer Tiere beobachtet werden


Projekte

Geographie

Geographie

Bhutan weist ähnlich wie die Schweiz eine Gesamtfläche von rund 38.000 Quadratkilometern auf und liegt an der Grenze zwischen Zentral- und Südasien. Es grenzt im Süden an Indien und im Norden an Tibet in China. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf etwa 780.000 Menschen, von denen ungefähr ein Fünftel in der Landeshauptstadt Thimphu lebt. Bhutan ist vor allem durch das Himalaya-Gebirge geprägt; etwa 80% des gesamten Landes liegen in einer Höhe von über 2.000 Metern. Das Hauptsiedlungsgebiet der Bhutaner sind die 2.000-3.000 Meter hohen Berge des Vorderhimalayas. Der höchste Berg Bhutans ist der bisher unbestiegene Gangkhar Puensum – dieser misst ganze 7.570 Meter.


Flora & Fauna

Tier- und Pflanzenwelt

Dank seiner großen Waldfläche und verschiedenen Klimazonen bietet Bhutan eine äußerst vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Während im Süden hauptsächlich tropischer Regenwald vorherrscht, finden sich in Zentralbhutan üppige, durch Nussbäume, Eichen, Ahornbäume, Magnolien, Fichten und Himalaya-Tannen charakterisierte Wälder. Auf höheren Ebenen, im Gebirge, wachsen häufig Zwergsträucher und Kräuter, während der nördlichste und höchste Teil Bhutans nur noch in ewiges Eis gehüllt ist.

Die in weiten Teilen unberührten Wälder Bhutans sind das Zuhause einer großen Zahl geschützter und seltener Tierarten. So sind im tropischen Süden der asiatische Elefant, Gaure (das weltweit größte Wildrind) und Goldlanguren vertreten. In zentraleren Gebieten leben Hirsche, Wölfe, kleine Pandas, Kragenbären, Tiger und Kappenlanguren. Im Norden des Landes sind besonders Schneeleoparden, Blauschafe, Takine und Katzenbären ansässig. Ferner weist Bhutan ca. 770 verschiedene Vogelarten auf.


Klima

Klima

Durch seine einzigartige Lage gliedert sich Bhutan in drei verschiedene Klimazonen. Im Süden, an der Grenze zu Indien, herrscht ein subtropisches Monsunklima, in Zentralbhutan ein gemäßigtes, jedoch eher kühles Klima und ein kaltes, von Dauerfrost geprägtes Klima im nördlichen Hochgebirge. Die Temperaturen im Süden des Landes schwanken ganzjährig zwischen 15 und 30°C. Im Zentrum Bhutans sind die Sommer warm und die Winter recht kühl und trocken, während es im Norden das ganze Jahr über sehr kalt und schneereich ist. Im Westen Bhutans regnet es von Ende Juni bis Ende September durch den indischen Sommermonsun, welcher 60% bis 90% des Regenfalls der Region ausmacht. Die restlichen Landesteile sind deutlich regenärmer.


Sozialgeographie

Sozialgeografische Informationen

Bevölkerung

In Bhutan leben etwa 780.000 Menschen, damit ist es ein vergleichsweise bevölkerungsarmes Land. Es gibt drei große Bevölkerungshauptgruppen: die Ngalpos, welche von Tibetern abstammen, die Sharchops im Osten, welche die „Ureinwohner“ Bhutans sind und die Lhotshampas im Süden, welche vor allem von Nepalesen abstammen. Bhutan hat weder ein Klassen- noch ein Kastensystem und setzt sich für die Gleichberechtigung beider Geschlechter ein. Die Bhutaner bezeichnen sich selber als sehr offenes und herzliches Volk.

Sprache

Die offizielle Amtssprache des Landes ist Dzongkha, daneben gibt es weitere 18 Regionalsprachen und -dialekte. Die Unterrichtssprache in Bhutan ist Englisch, deswegen wird es von jedem verstanden.

Wirtschaft

Die Wirtschaft in Bhutan ist größtenteils dem Natur- und Umweltschutz untergeordnet, um die riesige Waldfläche, die zwei Drittel des Landes einnimmt, und darin beheimateten Tier- und Pflanzenarten zu schützen. Dies führt jedoch dazu, dass die Landwirtschaft sehr unproduktiv ist und vielfach durch Subsistenzwirtschaft abgedeckt werden muss. Der Westen profitiert vor allem von Wasserkraftprojekten, der Osten und Zentralbhutan sind wirtschaftlich stark unterentwickelt. An Bodenschätzen werden vor allem Beryll, Blei, Dolomit und Eisenerz gefördert. Nach der Wasserenergie stellt der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle des Landes dar.

Politische Situation und Sicherheit

Bhutan ist eine konstitutionelle Monarchie. Das Land orientiert sich sehr stark am Parlamentsmodell Großbritanniens und entspricht damit ungefähr den Vorstellungen einer westlichen Demokratie. Bhutan unterteilt sich in 20 Verwaltungsdistrikte, von denen die größten abermals in Bezirke oder kreisähnliche Verwaltungseinheiten unterteilt sind.

Religion

Bhutan garantiert den Menschen mit seiner Verfassung Religionsfreiheit und jeder darf seine Religion praktizieren, solange er nicht die Rechte eines anderen verletzt. Dennoch ist der Mahayana-Buddhismus – eine Hauptrichtung des Buddhismus – die Staatsreligion, zu welcher sich etwa 72% der Bevölkerung bekennen. Im Süden des Landes wird zudem der Hinduismus praktiziert (27%); Minderheiten an Muslimen und Christen sind ebenfalls im Land vertreten.


Tipps

Reisetipps und Wissenswertes

Zeitzone

  • Bhutan Time UTC+6 Stunden
  • Es gibt keine Umstellung auf Sommerzeit

Währung

In Bhutan ist die Währung der Ngultrum, jedoch werden hier auch indische Rupien akzeptiert, welche denselben Wert haben wie der Ngultrum. Bevor Du in kleine Dörfer reist, solltest Du vorab unbedingt in größeren Städten Geld abheben.

Einheiten

In Bhutan ist das metrische System zulässig.

Strom

In Bhutan beträgt die Netzspannung 230 V mit einer Frequenz von 50 Hz. Du benötigst einen Stecker-Adapter.

Transportmittel

Aufgrund der hügeligen Gebirgslandschaft verfügt Bhutan über vergleichsweise wenig Straßen, die wiederum auf nur wenig Verkehr ausgelegt sind. Ebenfalls lassen sich keine Autobahnen finden, wodurch es mehrere Tage dauern kann, bis man von einem Dorf in die Hauptstadt gelangt. Seit längerer Zeit werden aber vermehrt Drahtseil-Hängebrücken gebaut, um zu einer Verbesserung der Infrastruktur beizutragen. Der einzige internationale Flughafen befindet sich in Paro, jedoch sind weitere Streckennetze für die Zukunft geplant.

Feiertage

  • 23. September: Tag des gesegneten Regens
  • 11. November: Verfassungstag
  • 17. Dezember: Nationalfeiertag

Dos and Don’ts

Do

  • Nimm Sonnenbrillen und Hüte ab, wenn Du einen Tempel oder eine andere religiöse Stätte betrittst.
  • Schalte Dein Telefon in Tempeln oder an anderen religiösen Orten auf lautlos oder aus.
  • Lasse Ältere und Mönche auch in der Öffentlichkeit zuerst essen.
  • Grüße Ältere und Mönche höflich.
  • Probiere einige der örtlichen Delikatessen.
  • Trage einen traditionellen Schal (kabney), wenn Du Klöster oder ein Büro betrittst.

Don’t

  • Mache in religiösen Einrichtungen keine Fotos und trage keine Shorts.
  • Fasse keine rituellen Objekte an.
  • Rauche nicht auf öffentlichen Plätzen.
Fragen oder Anregungen? — Wir rufen Dich gerne zurück.