Freiwilligenarbeit Artenschutz in Südafrika

Schutz und Erhalt gefährdeter Wildtiere und Ökosysteme

Weiterbildender Volunteeraufenthalt

Durch Deine Teilnahme an diesem spannenden Freiwilligenprojekt in Südafrika erhältst Du die Möglichkeit, einen aktiven Beitrag zum Schutz und Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt des Landes zu leisten und Dich im Bereich Artenschutz und Wildlife Management umfangreich weiterzubilden. Fünf Tage pro Woche wirkst Du auf unterschiedliche Weise in theoretischen und praktischen Einheiten zum Schutz gefährdeter Wildtiere Südafrikas mit. Im Rahmen von Workshops und Gruppendiskussion werden Dir und Deinem internationalen Team wichtige Theoriekenntnisse zu den Themen Naturschutzbiologie, Tierverhalten, Tierethik, Zusammenleben von Mensch und Tier sowie zu zahlreichen unterschiedlichen Artenschutzbereichen vermittelt. Praxiseinheiten binden Euch dagegen direkt in den Schutz südafrikanischer Wildtiere und Ökosysteme ein und lehren Euch Fertigkeiten in der Datensammlung, -analyse und -speicherung zur Entwicklung langfristiger Artenschutzlösungen. Das Projekt wird während der praktischen Arbeit in der südafrikanischen Westkap-Wildnis stattfinden. Das Ziel des Projekts besteht in der Vermittlung von der Bedeutsamkeit des Artenschutzes an Euch als freiwillige Helfer, in dessen aktiver Praktizierung und damit in der Bewahrung des unvergleichlichen Artenreichtums Südafrikas.

Das südlichste Land des afrikanischen Kontinents fasziniert mit wunderschönen Naturlandschaften und einer einzigartigen Tierwelt – und als Teil dieses besonderen Artenschutzprojekts bekommst Du die Möglichkeit, diese hautnah zu erleben. Die Projektarbeit findet statt in einem 11.000 Hektar großen Reservat, gelegen in der eindrucksvollen Provinz Westkap im Südwesten Südafrikas und Lebensraum zahlreicher wilder Tiere. Neben der artenreichen Tierwelt kann auch die vielfältige Flora der Region bestaunt werden, denn das Reservat befindet sich inmitten des berühmten Fynbos-Bioms, einer Ökozone, die sich in verschiedene Vegetationstypen gliedert. Lerne, wie echter Artenschutz funktioniert, und tauche ein in die unberührte Natur des malerischen Südwestens von Südafrika.

Leistungen Unsere Leistungen im Überblick

Im Preis enthalten

  • Platzierung im Projekt
  • Frühstück
  • Unterstützung bei der Reiseplanung
  • Montag bis Freitag: Mittagessen
  • Hilfe bei der Auswahl der Reiseversicherung
  • Eintritt in den Nationalpark
  • Hilfe bei der Flugbuchung
  • Exkursionen
  • Informationsmaterial vor Abreise
  • Training im Projekt
  • Flughafentransfer
  • Projektbezogene Transfers
  • Projekthandbuch
  • Englischsprachige Projektleitung durch erfahrene Mitarbeiter
  • Unterkunft während des Projekts
  • 24/7-Support während des Projekts

Nicht im Preis enthalten

  • Hin- und Rückflug
  • Abendessen
  • Reiseversicherungen
  • Mittagessen am Wochenende
  • Ggf. Gebühren für ein Visum
  • Persönliche Ausgaben und fakultative Ausflüge
  • Getränke

Südafrika – Westkap

StartterminDauerPreisNATUCATE-ID V.RSA-002
2 Wochen 1.200 €
4 Wochen 2.200 €

Buchungshinweis : Deine Buchung bei NATUCATE erfolgt nach deutschem Reiserecht. Dies umfasst auch den Erhalt eines Reise-Sicherungsscheins.

Anforderungen

Teilnahmevoraussetzungen

Als Teilnehmer dieses Freiwilligenarbeitsprojekts musst Du mindestens 18 Jahre alt sein und gute Englischkenntnisse aufweisen. Die Arbeit kann – insbesondere aufgrund des südafrikanischen Klimas – teilweise sehr anstrengend sein. So musst Du eine körperliche Fitness mitbringen, die es erlaubt, mehrere Stunden am Tag in teils unwegsamem Gelände und mit dem benötigten Forschungsequipment ausgestattet laufen zu können. Im Zuge dessen bitten wir Dich, uns eine ärztliche Bescheinigung über Deinen Gesundheitszustand zukommen zu lassen. Neben den körperlichen Anforderungen ist es ebenso wichtig, dass Du die nötige Motivation und Einstellung mitbringst, um Teil eines ernsthaften Artenschutzprojektes zu sein. Du solltest Dich durch Offenheit und Flexibilität auszeichnen und in der Lage sein, sowohl eigenständig als auch im Team arbeiten zu können.

Details Freiwilligenarbeit in Südafrika

Freiwilligenarbeit in Südafrikas Westkap-Provinz

Nach Deiner Ankunft am George Airport wirst Du von einem Mitarbeiter des Projekts abgeholt und zu Deiner Unterkunft in Mossel Bay gebracht. Dort wirst Du mit den Räumlichkeiten vertraut gemacht und lernst die Mitarbeiter und weiteren Teammitglieder kennen. Der darauffolgende Tag ist für die Einführung in das Projekt und die Weitergabe relevanter Sicherheitsregeln für das Arbeiten in Südafrikas Wildnis vorgesehen. Am dritten Tag beginnt in der Regel schließlich die eigentliche Projektarbeit. Nach Beendigung des Projekts wirst Du von einem Mitarbeiter zurück zum Flughafen George gefahren.

Ein typischer Projekttag beginnt grob um etwa 07:00 Uhr. Nach einem stärkenden Frühstück im Hostel um etwa 07:30 Uhr begibst Du Dich mit Deinem Team um ca. 08:15/08:30 Uhr ins Reservat. Dort widmet Ihr Euch unter Anleitung erfahrener Artenschützer den Tag über intensiven Forschungsarbeiten oder führt spezielle Trainingseinheiten durch. Um etwa 12:30 Uhr legt Ihr eine kurze Mittagspause ein; am Nachmittag um etwa 15 Uhr und nach Einpflegen der gesammelten Daten in die Projektdatenbank tretet Ihr den Rückweg nach Mossel Bay zur Unterkunft an und könnt die Abendstunden zu Eurer freien Verfügung nutzen.

 

Als freiwillige Helfer werdet Ihr eine Reihe von unterschiedlichen Projekten eingebunden, die auf Basis jüngster Artenschutzerkenntnisse entwickelt wurden, um so zum Schutz und Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt beizutragen. Deine Aufgaben und Tätigkeiten im Projekt hängen sehr von dem sich ständig verändernden Umfeld der südafrikanischen Wildnis, den Wetterkonditionen, der Bewegung und den Aktivitäten der zu überwachenden Tiere ab. Aktuelle Projekte, in denen Du aktiv mitarbeiten und lernen wirst, belaufen sich unter anderem auf:

  • White Rhino Dominance and Territoriality: In diesem Projekt sammelt Ihr Daten über die gefährdeten Breitmaulnashörner, um artenschutzrelevante Erkenntnisse zur Gruppendynamik, zum Paarungsverhalten, zu Bewegungsmustern und zur Nahrungsverteidigung der Tiere zu gewinnen.
  • Reservatsinstandhaltung: Im Reservat finden sich immer noch Überbleibsel aus der Zeit, als in dem Gebiet noch intensiver Ackerbau betrieben wurde. Dieses Projekt widmet sich der Aufgabe, diese Überreste zur Gewährleistung der Tiersicherheit zu entfernen.
  • Zaun-Monitoring: Das Monitoring der Zäune ist ein wichtiger Bestandteil des Reservatsmanagements, da auf diese Weise sichergestellt wird, dass Raubtiere wie Löwen und Geparden in den ausgewiesenen Bereichen bleiben und nicht in menschliche Gebiete vordringen. Um Bewegungsmuster der Tiere aufzuzeichnen und unsichere, beschädigte Zaunabschnitte ausfindig zu machen und somit zur Eindämmung des Human-Wildlife-Conflicts beizutragen, werden regelmäßige Monitoringfahrten zur Kontrolle der Zäune vorgenommen.
  • Wildlife und Straßen: Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit dem Monitoring bestimmter Straßenabschnitte, auf denen es immer wieder zu fatalen Unfällen zwischen motorisierten Fahrzeugen und Wildtieren kommt. Mithilfe von Datensammlung soll dazu beigetragen werden, die tödlichen Kollisionen zu verhindern.
  • Amphibienforschung: Südafrika kämpft seit vielen Jahren immer wieder mit starken Dürreperioden und Wasserknappheit. Für Amphibien, die (teilweise) im Wasser leben, bedeutet dies einen Schwund an Lebensraum und Futterressourcen. Durch Forschungsarbeiten an den Tieren in dieser momentan kritischen Situation können relevante Erkenntnisse zur Ableitung geeigneter Artenschutzmaßnahmen gewonnen werden.
  • Wildlife Monitoring: Auch dieses Projekt hat es sich zur Aufgabe gesetzt, durch intensive Monitoring-Aktivitäten gefährdeter Wildtiere geeignete Artenschutzmaßnahmen für diese entwickeln zu können.
 

Neben der Unterstützung des Projektteams vor Ort durch Beobachtungsfahrten, Datensammlung und -auswertung, wirst Du ferner in wichtigen „Bush Basics“ geschult, wie etwa Tracking und Fährtenlesen, Überlebenstraining, Tierverhalten sowie Methoden zum sicheren Heranpirschen an Wildtiere. Die Gruppen bestehen aus maximal vier Freiwilligen, um das Team möglichst klein und effizient zu halten.

Jedem Interessenten sollte bewusst sein, dass bei dem Projekt keine direkte Interaktion mit den Wildtieren vorgesehen ist. Wir positionieren uns klar gegen die gezielte Aufzucht von jungen Löwen für die Gatterjagd und haben zu diesem Zweck den strengen Verhaltenskodex der Organisation CACH (Campaign Against Canned Hunting) unterschrieben. Für weitere Informationen stehen wir Dir gerne zur Verfügung. Gewiss haben einige der Teilnehmer unserer Projekte im südlichen Afrika den Wunsch, möglichst viele Tiere in freier Wildbahn zu sichten. Dies ist jedoch ein Ziel, das abhängig von zahlreichen Faktoren ist. Wir bitten um Verständnis dafür, dass NATUCATE keine Garantie für vielfältige Tiersichtungen, insbesondere der Big 5, übernehmen kann. Eine solche Garantie zeugt in unseren Augen nicht von Seriosität und widerspricht unserer Unternehmensphilosophie.


Unterkunft

Unterkunft im Projekt

Während Deiner Zeit als Volunteer wirst Du gemeinsam mit anderen Freiwilligen des Projekts in einem Hostel der Stadt Mossel Bay, gelegen an der Südküste Südafrikas, untergebracht. Dort übernachtet Ihr in Mehrbettzimmern und nutzt Gemeinschaftsbäder. Im Hostel wird Dir Frühstück zur Verfügung gestellt; ein stärkendes Mittagsmahl erhältst Du während Deiner täglichen Projektarbeit im Reservat. Für das tägliche Abendessen und das Mittagessen am Wochenende musst Du selbst aufkommen – dazu kannst Du entweder die im Hostel vorhandene Gemeinschaftsküche nutzen oder in einem der nahegelegenen Restaurants am Strand speisen. Die angebotenen Mahlzeiten setzen sich so zusammen, dass auch eine vegetarische Ernährungsweise möglich ist. Das Hostel, das über Wachdienst und Zugangsbeschränkung verfügt, liegt in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen Stränden, Lokalen, Imbissen, Geschäften, Supermärkten, Wanderwegen, Museen und weiteren kulturellen Freizeitmöglichkeiten. Im Hostel stehen außerdem kostenloses WiFi, eine Gemeinschafts-/TV-Lounge, ein Swimmingpool, Snackstände und ein „Adventure Centre“ für diverse Freizeitaktivitäten zur Verfügung.

 

Jeder, der Freiwilligenarbeit im Ausland leisten möchte, sollte sich auf bedeutend ungewohnte Lebensstandards in seinem Gastland einstellen. Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass eine gewisse Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bezüglich der zur Verfügung gestellten Unterkünfte und Sanitäranlagen erforderlich ist. Diese sind äußerst einfach gehalten und – je nach Projekt – nicht mit europäischen Standards zu vergleichen. Die Ausstattung beschränkt sich nur auf das Notwendigste; eine Klimaanlage ist nicht vorhanden. Auch gelegentliche Strom- und Wasserausfälle sind je nach Gastland nichts Ungewöhnliches. Bei konkreten Fragen zu Deiner Unterkunft sprich uns bitte direkt an – Wir möchten Dich bestmöglich auf Deinen Auslandsaufenthalt vorbereiten und legen daher viel Wert darauf, Dich umfassend zu informieren.


Freizeit

Freizeit

An den Abenden und Wochenenden hast Du frei und kannst eigenen Beschäftigungen nachgehen. Dein Hostel liegt mitten in der Stadt Mossel Bay, sodass Du die Möglichkeit hast, diverse Freizeitaktivitäten zu unternehmen: Spanne an einem der nahegelegenen Strände aus, nutze das kulturelle Angebot der Stadt, unternimm Sightseeing-Touren oder bereise die Region auf kurzen Wochenendausflügen. Konkrete Aktivitäten, die von Dir auf eigene Kosten je nach Saison und Belegung wahrgenommen werden können, belaufen sich auf: Surfstunden, Sandboarding, Pferdesafaris, Weinverkostungen, Walbeobachtungstouren, Wanderungen, Bungee-Jumping oder der Besuch weiterer Nationalparks des Landes.


Hintergrund

Hintergrund des Projekts

Südafrika weist einen unvergleichlichen Artenreichtum auf. Neben Regionen wie dem berühmten Krüger Nationalpark zeichnet sich auch die südwestliche Provinz Westkap durch eine hohe Biodiversität an Tier- und Pflanzenarten aus. Das Artenschutzprojekt unseres Partners hat es sich zum Ziel gesetzt, die vielfältige Flora und Fauna zu erhalten und setzt dabei auf den Einsatz ethischer Forschung und die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. So soll durch Aufklärung und Information ein Beitrag zur Eindämmung des Human-Wildlife-Konflikts und damit zur friedlichen Koexistenz zwischen Mensch und Tier geschaffen werden. Durch die Einbindung von Freiwilligenhelfern aus aller Welt findet das Projekt zum einen die Unterstützung, die es benötigt und verdient. Zum anderen sorgt es durch die Vermittlung von Wissen über landesspezifische Artenschutzthemen für ein gesteigertes Bewusstsein über die Notwendigkeit des Erhalts unserer Biodiversität, in der Hoffnung, damit die Weichen für eine nachhaltige und artenfreundliche Zukunft zu stellen.

Fragen oder Anregungen? — Wir rufen Dich gerne zurück.