Erfahrungsberichte Tierschutz in Thailand: Annelieses Erfahrungen

Pflege von Straßenhunden und -katzen

Erfahrungsbericht
Anneliese, 25 Jahre | 8 Wochen

Freiwilligenarbeit in Thailand

Jetzt bin ich seit einer Woche wieder in Deutschland und würde am liebsten direkt wieder meine Sachen packen. Ich vermisse die Hunde, die Katzen, die Leute und sogar die Arbeit im Center. Die zwei Monate im Tierschutzzentrum auf Ko Lanta haben mich positiv geprägt und ich werde mein Abenteuer auf der Insel nie vergessen. Es ist wirklich harte Arbeit ohne jeglichen Luxus. Da habt ihr nicht zu viel versprochen. Man putzt, schrubbt, fegt, beseitigt Hundekot und andere schöne Dinge. Man hat aber auch genug Zeit, mit den Hunden und Katzen zu knuddeln, man kommt in Kontakt mit den Touristen, mit den anderen unglaublichen interessanten und liebenswerten Menschen im Center. Innerhalb kürzester Zeit wächst man zu einer Familie zusammen, man geht zusammen essen, feiern oder man sitzt einfach beieinander und erzählt sich Geschichten. Solche "Freunde" um sich zu haben ist an manchen Tagen sehr wichtig.

 

Meine schlimmste Erfahrung während meines Aufenthaltes: Jemand hatte in der Nacht eine Katze vorm Center einfach abgelegt. Ich fand sie schwer verletzt, nachdem ich von einem Barbesuch heimkam. Nachdem der Versuch, sie zu retten, gescheitert war, konnte ich sie nur noch in den Armen halten, während sie eingeschläfert werden musste. Auch mit solchen Situationen muss man umgehen können.

 

Nach sechs Tagen harter Arbeit sehnt man sich nach einem freien Tag, der, wenn man sich rechtzeitig kümmert, ebenfalls zu einem unglaublichen Erlebnis werden kann. Die Insel und das Umland haben unglaublich viel zu bieten. Ich war schnorcheln, Boot fahren, wandern, an einem Wasserfall, im Nationalpark, habe Elefanten gesehen (keine Sorge, nur gesehen, nix für Futter oder ähnliches gezahlt), ich habe an wunderschönen Stränden und Pools relaxed und mich von der Arbeit im Center erholt. Ich habe am kostenlosen Kochkurs teilgenommen und kann jetzt Thailändisch kochen. Ich habe die Insel mit dem Scooter erkundet, man fühlt sich unglaublich frei auf dieser Insel, wenn man einen Scooter hat um alles zu erfahren. Aber am Ende des Tages freut man sich, nochmal einen Kuss seines Lieblingshundes abzuholen, bevor man erschöpft in Bett fällt, um am nächsten Tag alles rauszuschwitzen, was nur geht.

Es war eine tolle Erfahrung. Danke dafür.

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