Erfahrungsberichte Erfahrungsbericht Judith Südafrika

Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit Südafrika

Hey, ich bin Judith, 19 Jahre alt aus Singen. Als ich 2015 mein Abitur gemacht habe, wusste ich, es soll weggehen und ich möchte auf jeden Fall Freiwilligenarbeit im Naturschutz machen. Nachdem Südafrika als mein Reiseziel feststand, habe ich mich dann auf die Suche nach einer passenden Organisation gemacht und einzig und allein bei NATUCATE gefunden, was ich gesucht hab: wertvolle Freiwilligenarbeit, die auch was bewegt und nicht nur zu meiner eigenen Bespaßung dient.

Als ich dann Kontakt aufgenommen habe, habe ich mich von Anfang an in richtig guten Händen gefühlt. Daniel hat mich super auf meinen Einsatz vorbereitet, war bei allen Fragen zur Stelle und hat mich vor allem immer unterstützt.

 

Gesagt getan. Ich flog Mitte August nach Richards Bay, Südafrika, wurde dort direkt mit ein paar anderen Neuankömmlingen empfangen und zu einer Zwischenstation gefahren. Dort wurde dann alles neu sortiert, weil alle zwei Wochen innerhalb der verschiedenen Projektstandorte rotiert wird und ich traf meine drei Mitfreiwilligen und meine Mentorin. Mit denen ging es dann in den Projektstandort Imfolozi. Schon die Fahrt dorthin war für mich -das erste Mal in Südafrika- sehr eindrücklich, hinten auf dem Pickup drauf durch die ländlichen Gegenden und später durch das Reservat, wo gleich schon mein Traum in Erfüllung ging und wir Elefanten gesehen haben.

Am ersten Tag wurde ich erst einmal in unsere genauen Tätigkeiten eingewiesen: Das Scannen mit einer Antenne nach bestimmten Tieren, vor allem Wild Dogs und Löwen. Dafür würden wir ein Mal morgens, einmal nachmittags mit dem Pickup im Reservat umherfahren und versuchen, die Tiere so zu orten. Außerdem das Ausfüllen von Data Sheets, auf denen wir Informationen, wie Anzahl, Ort, Tätigkeit…wenn wir eine der bedrohten Tierarten im Reservat erspähen und das Instandhalten von Kamerafallen.

So sah mein Alltag dort dann auch aus: morgens sehr früh, ab ca. 4 Uhr ging es los, wenn es noch dunkel war und jedes Mal wieder hat es sich alleine wegen dem einmaligen Sternenhimmel und Frühstück mitten im Reservat bei Sonnenaufgang gelohnt- von den Tiersichtungen ganz zu schweigen. Nach einer Mittagspause ging es dann am Nachmittag nochmal los.

Nach einer Mittagspause ging es dann am Nachmittag nochmal los. Und jeder Tag sah anders aus: jeden Tag sieht man die Tiere woanders, mal beobachtet man sie für Stunden, mal sieht man sie nur ganz kurz, aber immer passiert irgendetwas und jeden Tag habe ich Neues gelernt. Unsere Mentorin hatte uns viel zu sagen, von der einheimischen Kultur und dem Umgang und der Sichtweise dieser mit und auf die Natur, über Vögel und Pflanzen, dem Ökosystem als Ganzem und die beobachteten Tiere. Es wurde nie langweilig, auch nicht im Camp. Wir haben zusammen gekocht, Karten gespielt, ein bisschen Sport getrieben, zusammen Elefanten von einem kleinen Aussichtsfels beobachtet und vieles mehr. Die Stimmung im Team war auch sehr gut: wir hatten Spaß daran, zusammen zu arbeiten und wollten alle gleichermaßen mehr darüber lernen, was wir zu sehen bekamen (und das war sehr viel!). Das Camp an sich inmitten des Reservats war für mich schon etwas Besonderes. Es war einfach, aber hatte eine sehr schöne Atmosphäre und die Erfahrung, manchmal eben kein Wasser zu haben und für Trinkwasser und Lebensmittel etliche Kilometer fahren zu müssen, war sehr wertvoll.

 

Insgesamt habe ich in den zwei Wochen so viel lernen dürfen, über ein Ökosystem, was mir davor so fremd war, ich habe erleben dürfen, wie schnell ein Team zusammenwachsen kann und durfte für zwei Wochen in mitten all der Tiere und Landschaft leben, die mich dann sogar noch mehr faszinierte, als ich seit Jahren glaubte.

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