Ranger-Ausbildung: Vogelkunde Teil 1

– Einführung ins Reich der Nomaden der Lüfte

Die Vögel bilden wohl eine der anpassungsfähigsten Gruppen des Tierreichs. Kaum eine andere Gruppe hat es geschafft so viele verschiedene Habitate und ökologische Nischen zu besiedeln.

Ob in der eisigen Kälte der Arktis oder in der Hitze der Sahara, Vögel kann man überall sichten. Somit sind sie in ihrer Anpassungsfähigkeit kaum von einer anderen Wirbeltiergruppe zu überbieten.

Insgesamt gibt es um die 10.000 Arten auf der Welt. Auf Grund des starken Migrationsverhaltens vieler Arten, das diese zum Teil rund um den Globus führt, ist es schwierig die Verbreitung einer Art auf nur eine klimatische Region festzulegen. So gibt es zum Beispiel Vögel, die in der Kälte Sibiriens brüten und ihre Winter in Südafrika verbringen. In diesem Fall müssen beide Gebiete als Lebensraum definiert werden.

Als Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen Vögeln und anderen Wirbeltieren gelten ihre Federn. Keine andere Tiergruppe besitzt Federn. Außerdem besitzen sie statt Vorderbeinen Flügel. Das scheint trivial, doch bedeutet dies mit Nichten, dass alle Vögel fliegen können. Manche Arten, wie zum Beispiel der Vogelstrauß sind besser an das Leben auf der Erde angepasst als manches Landwirbeltier.

Alle Vogelarten lassen sich in die beiden Gruppen der Sperlingsvögel (Passeriformes) und der Nicht-Sperlingsvögel (Non-Passeriformes) einordnen. Die Sperlingsvögel sind, abgesehen von der Familie der Krähenvögel, eher kleine Vögel. Sie sind landlebend und zeichnen sich vor allem durch ihre Füße aus, die an das Sitzen auf Ästen oder Felsen angepasst sind. Insgesamt besitzen sie vier Zehen, von denen drei nach vorne zeigen und einer nach hinten. Zur Gruppe der Passeriformes gehört zum Beispiel auch die sehr große Gruppe der Singvögel, deren Charakteristikum ein Gesangsorgan ist.

Die Non-Passeriformes weisen oft eine Zehenstellung auf, bei der alle vier Zehen nach vorne zeigen. Außerdem besitzt die Haut an den Füßen eine feine Netzstruktur. Die Nicht-Sperlingsvögel leben je nach Art an Land oder im/auf dem Wasser. Einige Vertreter dieser Gruppe sind zum Beispiel Albatrosse, Pinguine, Flamingos, Störche, Möwen oder Greifvögel (Accipitriformes).

Da es eine fast unbegrenzte Vielfalt bezüglich Ernährung und Brutverhalten gibt, lassen sich diese Punkte nur schwerlich knapp zusammenfassen. Dieses Modul soll demnach nur einen groben Überblick über die verschiedenen Verhaltensweisen im Reich der Vögel bieten.

Autor: NATUCATE – David Pyka

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