Ranger-Ausbildung: Mammalia Teil 4

– Klassifikation von Säugetieren anhand taxonomischer Hierarchien

Die taxonomische Klassifikation, also die Anordnung verschiedener Tiergruppen in einem Stammbaum, ermöglicht das Aufzeigen von Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Tiergruppen und die Zuordnung von Charakteristika.

Der taxonomische Stammbaum der Säugetiere basiert auf ihrer Art der Reproduktion. Die Säugetiere lassen sich insgesamt in zwei Subklassen einteilen; eine davon ist die Subklasse der Prototheria (Kloakentiere), die sich von allen anderen Säugetieren dadurch unterscheiden, dass sie keinen lebenden Nachwuchs auf die Welt bringen, sondern Eier legen. Einer der wenigen rezenten (gegenwärtig lebenden) Vertreter ist beispielsweise das in Australien beheimatete Schnabeltier (Ornithorhynchus anatinus).

Die zweite Subklasse bilden die Theria, die sich ihrerseits in die beiden Infraklassen der Beuteltiere (Metatheria) und der Plazentatiere (Eutheria) unterteilen lässt. Die Plazentatiere bilden mit insgesamt 20 Ordnungen die größte Gruppe innerhalb der Säugetiere. Zu ihnen gehören die meisten bekannten Säugetierordnungen, wie Primaten, Nagetiere, Carnivora, Fledermäuse, Insektenfresser und viele andere. Charakteristisch für diese Gruppe ist das Vorhandensein einer Gebärmutter (Plazenta) und eine vivipare (lebendgebärend) Reproduktion. Die Beuteltiere besitzen hingegen eine Art äußere Hauttasche, in der die Jungen, die in einem sehr frühen embryonalen Stadium geboren werden, heranwachsen. Zu den Beuteltieren gehören zum Beispiel die weltbekannten Kängurus, die in Australien und Neuguinea beheimatet sind.

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