Ranger-Ausbildung: Mammalia Teil 1

– Einführung in die Säugetierkunde

Die Säugetiere (Mammalia) stellen eine der wichtigsten Tiergruppen während der Ausbildung zum Professional Field Guide, Safari Guide oder Trails Guide dar. Dieser Blog soll den Leser in die Säugetierkunde einführen und ein grundlegendes Verständnis über die Erkennung, Charakterisierung und Klassifikation von Säugetieren vermitteln.

Ein Merkmal, das alle Säugetiere verbindet, ist das Vorhandensein von Milchdrüsen. Milchdrüsen sind Organe, die vor allem bei weiblichen Tieren stark ausgeprägt sind und die die Fähigkeit besitzen, Milch zu sekretieren. Auch männliche Tiere besitzen Milchdrüsen, allerdings nur in rudimentärer, also zurückgebildeter Form. Diese einzigartige Anpassung ermöglicht es der Mutter, ihren Nachwuchs direkt zu füttern und ihn durch den engen Körperkontakt zu beschützen – ein Verhalten, das in dieser Form nur bei Säugetieren vorkommt.

Säugetiere neigen oft dazu, die Zahl der Nachkommen an ihre eigenen Kapazitäten anzupassen, um so jedem einzelnen Individuum eine höhere Überlebenschance zu bieten. In der Biologie spricht man bei Organsimen, die nach dieser Art der Fortpflanzung verfahren, auch von K-Strategen (K für „Kapazität“).

Obwohl sich die verschiedenen Säugetiere in Form, Größe und Verhalten stark voneinander unterscheiden, gibt es einige Merkmale, die allen Vertretern der Gruppe der Säugetiere gemeinsam sind:

  • Ihre Körper sind behaart, zumindest während Abschnitten ihrer Entwicklung.
  • Sie sind endotherme Tiere, also Warmblüter; das heißt, sie regulieren ihre Körpertemperatur von innen her durch eigene Wärmeproduktion.
  • Sie haben externe Gehörstrukturen.
  • Im Innenohr besitzen sie eine Struktur aus drei Gehörknöchelchen (Ossicula auditūs): Hammer, Amboss und Steigbügel.
  • Ihr Herz besteht aus vier Kammern, wobei dieses Merkmal auch auf Vögel und einige Reptilien (z.B. Krokodile) zutrifft.

Zur Klassifikation von Säugetieren gibt es verschiedene Strategien. So lassen sich verschiedene Eigenschaften und Merkmale heranziehen, anhand derer die Tiere in sinnvolle Gruppen zusammengefasst werden können. Die drei wichtigsten Klassifikationskriterien sind im Folgenden dargestellt:

  1. Fußform/-struktur
  2. Nahrung
  3. Taxonomische Hierarchie (Reich: Tiere; Phylum: Wirbeltiere; Klasse: Säugetiere – zusätzlich alle Subklassen, Ordnungen, Gattungen, Arten, ggf. Unterarten)
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