Ranger-Ausbildung: Ökologie Teil 1

– Organisationsformen in der Ökologie

Als Natur Guide und Ranger ist es unverzichtbar, das Zusammenspiel und die Wechselbeziehungen von Einzelarten und Lebensgemeinschaften innerhalb eines Ökosystems zu verstehen und deuten zu können. Darüber hinaus ist es wichtig, äußere Faktoren wie Klima, Boden, Wassergehalt und Nährstoffe, sogenannte „abiotische Faktoren“, und ihren Einfluss auf die belebte Natur zu kennen.

Der Begriff Ökologie geht auf den deutschen Naturforscher Ernst Haeckel zurück. Er ist abgeleitet von dem griechischen Wort οἶκος, was so viel bedeutet wie Haus oder Haushalt. Allgemein beschreibt er die Lehre von den Interaktionen und Wechselwirkungen zwischen lebenden Organismen und die sie umgebenden abiotischen Faktoren (Klima, Boden, Nährstoffe etc.). Haeckel spricht auch von der Lehre der Beziehung zwischen Lebewesen und ihrer organischen und anorganischen Umwelt.

Ein zentraler Bestandteil der Ökologie sind die verschiedenen Organisationsformen des Lebens, welche sich wie folgt unterteilen lassen:

  • Individuum
  • Population
  • Lebensgemeinschaft (Biozönose)
  • Ökosystem
  • Biom
  • Biosphäre

Das Individuum stellt die kleinste Organisationsstufe des Lebens dar. Bei einer Gruppe von Individuen gleicher Art spricht man von einer Population. Populationen unterschiedlicher Arten können in Form einer Lebensgemeinschaft, einer sogenannten Biozönose interagieren. Ein Ökosystem ist die Organisation von mehreren Lebensgemeinschaften innerhalb eines definierten, relativ kleinen Bereiches, der einer ständigen Wechselwirkung mit der abiotischen Umwelt unterliegt. Als Biom wird meist das vorherrschende Ökosystem eines ausgedehnten Bereichs der Erdoberfläche bezeichnet. Damit sind Biome konkrete Großlebensräume mit den potentiell darin vorkommenden Pflanzen und Tieren sowie allen unbelebten Faktoren. Die höchste Organisationsform ist die Biosphäre, unter der die Gesamtheit aller Räume auf der Erde zusammengefasst wird, in denen Leben vorkommt.

Alle Lebewesen auf der Erde lassen sich in diese ökologischen Organisationsformen einordnen, sie bilden das Grundgerüst für die Ökologie.

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