Zwischen Wüste und Wald: Die Savanne

Der Begriff Savanne wird oft mit der unendlichen Weite der afrikanischen Serengeti und den „Big Five“ assoziiert. Doch auch in Indien und Südamerika finden sich Savannen, die sich gänzlich von der bekannten Serengeti unterscheiden. Welche unterschiedlichen Savannen-Formen gibt es und wo liegen die Gemeinsamkeiten?

Das aus einer karibischen Sprache stammende Wort savana bedeutet so viel wie „weite Ebene“. Je nach Klimazone steht es für einen Landschaftstypen, der sich durch eine mehr oder weniger geschlossene Krautschicht bestehend aus Gräsern und eine offene Gehölzschicht mit einzeln stehenden Bäumen auszeichnet. Savannen sind sowohl in tropischen als auch in subtropischen Gebieten der Erde zu finden, meist in den Übergangszonen zwischen Wüste und Regenwald. Man findet sie vor allem in Afrika, Indien und Südostasien, aber auch in Südamerika und Australien. Denkt man an die „typische“ Savanne, so hat man schnell die trockene und karge Buschlandschaft der afrikanischen Serengeti vor Augen. Tatsächlich gibt es jedoch verschiedene Typen von Savannen. Im Allgemeinen unterscheidet man die Formen Feuchtsavanne, Trockensavanne und Dornenstrauchsavanne. Als Unterscheidungsmerkmale gelten dabei das Klima, die Niederschlagsmenge und die Vegetation.

So herrscht in der Feuchtsavanne, die man vor allem in Afrika und Südostasien, aber auch in Australien und Südamerika findet, ein eher humides (feuchtes) Klima mit bis zu acht Regenmonaten. Die Vegetation wird durch immergrüne, bis zu 6 m hohe Gräser und sogenannte Galeriewälder (Wälder, die entlang von Flussläufen in einer ansonsten unbewaldeten Landschaft wachsen) bestimmt. Neben dem tropischen Regenwald findet man in der Feuchtsavanne die artenreichsten Gebiete der Erde.

In der Trockensavanne gibt es fünf bis sieben humide Monate, der Vegetationstyp zeichnet sich durch brusthohe Gräser und lockere Baumbestände aus. Ein Beispiel für eine Trockensavanne ist der Tarangire Nationalpark in Tansania.

Die Dornenstrauchsavanne zählt neben der Wüste zu den trockensten Landschafts- bzw. Klimatypen. Hier gibt es nur zwei bis vier humide Monate mit relativ geringem Niederschlag. Die Laubbäume werden hier durch Dornengewächse ersetzt und die Krautschicht besteht zumeist aus lediglich 30 cm hohen Gräsern.

Allen Savannen gemeinsam ist, dass sie auf Grund der sommerlichen Regenzeit einem starken Vegetationswandel unterliegen. Während der Regenmonate verwandelt sich die karge Landschaft in ein üppiges und saftiges Paradies, von dem vor allem die Pflanzenfresser (in Afrika zum Beispiel Giraffen, Gazellen, Elefanten, Gnus und Zebras) profitieren. Doch auch Räuber wie Löwen, Pumas und Geparden nutzen die dichte Vegetation, um ihrer Beute aufzulauern und ihren Hunger zu stillen.

Auf den NATUCATE-Reisen in den südafrikanischen Krüger-Nationalpark, zum Beispiel im Rahmen einer Professional Field Guide Ausbildung, gibt es die Möglichkeit, eine einzigartige Savannenlandschaft mit all ihren Facetten und ihrem Artenreichtum kennenzulernen.

Quelle: http://lv-twk.oekosys.tu-berlin.de/project/lv-twk/15-trop-sum2-twk.htm#go1

Autor: NATUCATE – David Pyka

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