Nationalparks Australien

Nationalparks Australien

In diesem riesigen Land finden sich über 500 Nationalparks, die insgesamt eine unglaubliche Fläche von ungefähr 28 Millionen Hektar umfassen. Die meisten Nationalparks werden von der Regierung im jeweiligen Bundesstaat verwaltet. Wenige kleine Nationalparks unterliegen dem Department of Sustainability, Environment, Water, Population and Communities der Bundesregierung. In einem Land so groß wie Australien findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen in den Hunderten von Nationalparks, so befinden sich die Parks in den Alpen, Wüsten, Wäldern und Riffen. Viele der Nationalparks gehören zu den Weltnaturerben von UNESCO. In diesem Artikel werden wir eine kleine Auswahl vorstellen.

Kakadu National Park

Lage – im Norden des Landes

Fläche – 20.000 km²

Gründungsjahr –zwischen 1979 und 1991

Besonderheit – 30% des Vogelbestandes Australiens – 280 unterschiedliche Vogelarten

Der Kakadu National Park liegt in der Alligator Rivers Region. Hier gibt es unter anderem auch Küstengebiete und Flachland, da sich der Nationalpark bis zum Meer erstreckt. In diesem Bereich findet man wunderschöne Wattlandschaften. Im Osten findet man die sogenannte „Steinlandschaft“. Dort findet man beeindruckende Schichtstufen. 80% der Parkfläche sind Flachland, das mit Savannenwäldern bewachsen ist. Die Yellow Water oder Mamukala Feuchtgebiete führen das ganze Jahr über Wasser, sodass sich hier auch in den trockenen Monaten eine Vielzahl an Tieren tummelt. Im Süden des Parks finden sich die Southern Hills and Ridges. Hier kann man massive, felsige Bergrücken alter vulkanischer Gesteine bewundern, die von dichtem Wald bewachsen sind. In dieser Region kann man häufig das Wallaby beobachten.

Uluru-Kata Tjuta National Park

Lage – im Herzen Australien

Fläche – 1.326 km²

Gründungsjahr – 1958

Besonderheit – Ayer Rocks, auch bekannt als Uluru

Dieser Nationalpark ist weltweit für den massiven, roten Felsbrocken namens Uluru, oder auch Ayer Rock bekannt. Der riesige Fels ist durch sein hartes Gestein der Erosion weniger stark ausgesetzt und somit ein Überbleibsel einer ganzen Felsplatte, die mit der Zeit abgetragen wurde. Der rote einzelne Felsbrocken wird von den Kata Tjuta Formationen, auch Olga genannt, umgeben. Hierbei handelt es sich um gewölbte Gesteinsformationen, die auf dieselbe Art und Weise wie auch der Uluru entstanden sind. Beide Formationen sind mehrere Millionen Jahre alt. In diesem Nationalpark kannst du wunderbar die Sonne auf- und untergehen sehen. Außerdem gibt es hier viele Angebote für Buschwanderungen und Vogelbeobachtungen.

Kalbarri National Park

Lage – Westküste, 485 km nördlich von Perth

Fläche – 1.830 km²

Gründungsjahr – 1963

Besonderheiten –Nature’s Window

Der Nationalpark umfasst den unteren Abschnitt des Murchison Flusses. Dieser Fluss hat eine 80 km lange Schlucht in die aus rotem und weißem Sandstein bestehende Landschaft gegraben. Dadurch entstanden Formationen wie das Fenster der Natur (Nature’s Window) – ein durch Erosion entstandenes Loch im Gestein. Außerdem gibt es wunderschöne Aussichtspunkte entlang der Schlucht, wie den Ross Graham Aussichtspunkt. Eine weitere Attraktion im Park sind die außergewöhnlichen Wildblumen, die man idealerweise im Frühling bzw. frühen Sommer bewundern kann.

Great Sandy National Park

Lage – Ostküste, 200 km nördlich von Brisbane

Fläche – 2.210 km²

Gründungsjahr – 1971

Besonderheiten – weltweit größte Sandinsel

Dieser Nationalpark ist vom Festland getrennt und bietet alles, was man mit Australien verbindet: unglaubliche, lange Strände mit hohen Dünen, dichte Regenwälder, tiefe Seen und eine vielfältige Flora und Fauna. Der Park liegt auf der Fraser Island, die bis auf einige vulkanische Gesteinsformationen im Nordosten der Insel, hauptsächlich aus Sand besteht. Im Südwesten der Insel befindet sich der 70 km lange Great Sandy Strait, eine Meeresenge. Die höchste Düne der Insel, der Mount Bowarrady, geht etwa 240 Meter in die Höhe. Auf der Insel gibt es um die 200 Süßwasserseen, die mit klarem, sauberem Wasser gefüllt sind. Das Wasser der Seen ist teilweise schwebendes Grundwasser, das durch die wasserundurchlässigen Schichten des Coffee Rock nicht versickern kann. Der Coffee Rock besteht aus Sandsedimenten und organischen Stoffen, die von Flüssen abgelagert wurden und letztendlich das wasserundurchlässiges, steinartig verhärtete Sandgestein bildeten. Auf der Insel wachsen wunderschöne, dichte Eukalyptus- sowie Mangrovenwälder. Hier kann man sich beim Wandern und Surfen austoben oder einfach die Sandstrände beim Baden genießen.

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