Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Einfache Schritte, um in der Welt etwas zu verändern

"Wenn nur ich etwas ändere, bringt das doch nichts." Falsch! Viele Leute, die kleine Veränderungen vornehmen, können zusammen eine große Wirkung erzielen! Erfahre in unserem Blogbeitrag mehr zu einfachen Schritten, um in der Welt etwas zu bewegen.

Unsere Tierwelt wird drastisch verringert. Seit 2007 haben wir über 6.200 Nashörner an Wilderer verloren; 40.000 Elefanten werden jedes Jahr getötet; die Population der Schuppentiere wird ausradiert (wenn Du Dich jetzt fragst, was genau ein Schuppentier ist, google es: es ist eine fantastische Kreatur). Derzeit werden fast 8.000 Raubtiere in Gefangenschaft gehalten, jedoch nicht aus Gründen des Artenschutzes; die Ozeane füllen sich mit Plastik; Wälder verschwinden und Arten sterben aus, noch bevor wir sie überhaupt entdecken konnten. Das alles ist sehr bedrückend, doch für einen Großteil der Bevölkerung ist es leichter, sich auf scheinbar wichtigere Dinge zu konzentrieren. Die Umweltschützer können währenddessen den Planeten schon retten.

Falsch. Es gibt tausende engagierte Umweltschützer, die um unseren Planeten kämpfen, Prominente, die ihre Fans um Mithilfe bitten, Prinzen, die sich für unsere Sache aussprechen und dennoch haben wir immer noch Schwierigkeiten…

Doch es gibt noch Hoffnung. Hier sind einige einfache Wege, wie auch Du etwas verändern kannst. Einige sind offensichtlich, andere weniger.

Kaufe keine Produkte von gefährdeten Arten

Elfenbein, Korallen, Schildkrötenpanzer, Knochen und Fell sind nicht vertretbar. Shahtoosh zu tragen ist jetzt tabu, da es zum Niedergang der Tibetantilope geführt hat. Stell Dir vor, was Baobab Shampoo für die Zukunft des majestätischen Affenbrotbaums bedeuten könnte.

Denke an die vermutlich blutige Herkunft des neuen, mit Elfenbeinschnitzereien verzierten Displays. Milizgruppen und andere bewaffnete Gruppierungen wie die Dschandschawid und LRA, die verantwortlich sind für die verbreitete Unsicherheit und das Blutvergießen, wurden des brutalen Tötens von Elefanten und dem illegalen Elfenbeinhandel verdächtigt.

Leicht: Kauf keine Produkte von gefährdeten Arten

Denk nach bevor Du in den Zirkus gehst

Frage Dich selber Sachen wie: Woher kommen diese Tiere? Welche Grausamkeiten mussten sie ertragen und werden sie in Zukunft noch ertragen müssen, wenn ich diese Tickets für den Zirkus kaufe? Sie sind mit Sicherheit nicht freiwillig aus dem Dschungel und in die Käfige gelaufen.

Leicht: Geh nicht in den Zirkus, wenn wilde Tiere Teil der Show sind

Weniger leicht: Erkläre Deinen Kindern die Gründe

Kaufe nicht in Tierhandlungen, die exotische Tiere verkaufen

Indem Du direkt Tierhandlungen unterstützt, die wilde Tiere verkaufen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du damit auch indirekt Wilderei und den illegalen Tierhandel unterstützt. Und wenn wir schon dabei sind… Du schürst damit weitere Tierverbrechen, was zu internationalem Terrorismus und der Destabilisierung schwacher Demokratien führt. Der illegale Handel mit wilden Tieren ist auf Platz 5 der lukrativsten kriminellen Gewerbe der Welt. Einfach gesagt – Papageien, Kanarienvögel, Finken, Nymphensittiche, Unzertrennliche, Wellensittiche, Aras, Graupapageien (um nur einige zu nennen) sind exotische Tiere. Es ist ganz einfach: kaufe sie nicht.

Nehmen wir den allseits beliebten Graupapagei als Beispiel: Wir alle lieben ihn, weil er hübsch aussieht und uns unterhält und unsere Namen sagen kann. Der Graupapagei ist in der Wildnis kurz davor auszusterben, vor allem wegen des internationalen Tierhandels. Ihre Reise zum Tierhandel bestand vermutlich darin, im Käfig, in einer Tasche oder einer Wasserflasche gestopft zu sein und von einem Kriminellen durch den Zoll geschmuggelt zu werden. Etwa einer von sechs Vögeln überlebt die Reise über die Grenze, das heißt 83% dieser Vögel sterben auf dem Weg zu Deinem Vogelkäfig. Wilderer planen das mit ein und fangen deshalb viermal so viele, um die Sterberate wieder wettzumachen.

Und überhaupt, warum sollte man einen Vogel im Käfig halten? Vögel haben Flügel und sollten diese nutzen können. Deine Freunde und Kinder werden Deinen Vogel sehen und auch einen haben wollen. Dein Vogel beflügelt sozusagen die Nachfrage.

Leicht: Kaufe Dein Tierfutter nicht bei einem Tierladen, der auch Exoten verkauft.

Weniger leicht: Kaufe diesen Papageien nicht, den Du unbedingt haben wolltest.

Schwer: Bringe Deinen Vogel zu einem offiziellen Schutzzentrum, wo er die Möglichkeit haben wird, seine Flügel auszubreiten und andere Menschen nicht ebenfalls zum Kauf verlockt. Du lässt ihn nicht im Stich, sondern bietest ihm ein besseres Leben und hilfst eine gefährdete Spezies zu retten.

Halte Dich fern von Orten, die Interaktionen mit wilden Tieren anbieten

Stichworte, auf die Du achten solltest sind „begegnen“, „interagieren“, „streicheln“, „spazieren gehen“ und „füttern“.

Raubkatzen

Ein Löwen- oder Gepardenjunges, mit dem Du kuschelst, wird nicht wieder ausgewildert. Wenn es ausgewachsen ist, wird es nicht wieder in die Natur freigelassen. Lass Dir nichts anderes erzählen. Es gibt eine 90%-ige Chance (obwohl Statistiken unmöglich sind, da es illegal getan wird), dass ein Löwenjunges in einem Gehege von einem Jäger erschossen wird. Diese Löwen werden in Gefangenschaft großgezogen, um erschossen zu werden. 800 – 1000 Löwen werden jedes Jahr in Südafrika erschossen. 10 dieser Jagden (höchstens) sind legal. Jungtier streicheln = Gatterjagd. Wenn Du noch nicht überzeugt bist ist www.bloodlions.org ein guter Einstieg.

„Vom Jungtier-Streicheln wird der Löwe, sobald er älter wird, zum Spazierengehen genommen, was ein weiterer schlechter Schritt ist, da es offensichtlich leichter wird, sie zu jagen, weil sie an Menschen gewöhnt sind. Sie werden vom Heck eines Fahrzeugs aus gefüttert, wenn sie also ein Fahrzeug in ihr Gehege fahren sehen, ist ihre sofortige Reaktion, diese menschliche Interaktion aufzusuchen, da sie denken, dass es Futter gibt“, sagt Abrahamson.

Diese Jungtiere sind nur da, weil es einen Markt dafür gibt: weil für diese Erfahrung bezahlt wird. Es ist ein Business, kein Schutzzentrum, denn Schutzzentren bieten solche Interaktionen nicht an.

Leicht: Lösche alle Selfies, die Du mit Wildtieren hast.

Weniger leicht: Besuche keine Orte, die das Streicheln von Jungtieren oder andere Interaktionen mit Wildtieren anbieten.

Weniger leicht: Mache Dich schlau und schaue Blood Lions.

Schwer: Schaue Blood Lions noch einmal.

Elefanten

Sei vorsichtig bei scheinbaren „Schutzzentren“, denn diese bieten keine Elefantenritte an.

„In Myanmar werden domestiziere Elefanten dazu verwendet, wilde Tiere in Fallgruben zu locken, wo ältere, beschützerische Herdenmitglieder oft getötet werden, während die wertvolleren, jungen Tiere mitgenommen werden. Die jungen werden in Thai-Myanmar Grenzgebiete gebracht und dann seelisch gebrochen und auf ihr Training vorbereitet, bevor sie an die Tourismusindustrie in Thailand verkauft werden, wo sie in Touristencamps oder Hotels arbeiten müssen.“ – 2014 TRAFFIC Report

Leicht: Reite keine Elefanten.

Leicht: Bleibe nicht in Unterkünften, die Elefantenritte anbieten.

Verbreite keine unethischen Medien

Denke nach, bevor Du ein Foto oder Video eines „süßen Tierbabys“, das mit Menschen interagiert, teilst. Mit diesem Post streust Du den Samen weiter: Leute sehen es und möchten es auch.

Wenn Du unsicher bist: recherchiere über den Post und mache Dich schlau. Ein gutes Beispiel ist ein Plumploris-Post, der viral gegangen ist: sie hat ihre Arme in der Luft und scheint es zu genießen, dass ihr Bauch gestreichelt wird; es ist ziemlich süß. Dem ist jedoch nicht so. Sie hält ihre Arme oben, da sie Panik hat und versucht sich selbst zu schützen, indem sie Gift aus Drüsen in ihrem Ellbogen sammelt.

Leicht: Verbreite keine unethischen Medien, egal wie süß sie auch sein mögen.

Rette die Meere

Du denkst Delfine und Schildkröten sind cool? Plastik in den Meeren übertrifft mittlerweile Meerestiere um ein sechsfaches. Sei nicht faul und benutze weniger Plastik.Laut der Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency EPA) werden weltweit jährlich 500 Milliarden bis zu 1 Billionen Plastiktüten verwendet. Diese landen schließlich auf Müllhalden, in Meeren, Flüssen und Parks, wo sie Wildtiere würgen, erdrosseln und aushungern lassen.

„Wo immer es Fischfang gibt, gibt es auch Beifang – das gelegentliche Fangen von Nichtzielarten wie Delfinen, Meeresschildkröten und Seevögeln. Täglich werden Meilen an Netzen und Schnüren in die Weltmeere gelassen. Moderne Fischereiausrüstung, oftmals nicht sichtbar und sehr stark, ist sehr effizient darin die gewünschte Art sowie alles andere, was ihren Weg kreuzt, zu fangen. Eine erstaunliche Menge an Meeresbewohnern, wie Schildkröten, Delfine und Jungfische werden mit dem Fang heraufgeholt und dann tot oder sterbend über Bord geworfen.“ – WWF

Leicht: Benutze keinen Strohhalm.

Weniger leicht: Denke daran einen wiederverwendbaren Beutel mitzunehmen, bevor Du einkaufen gehst.

Schwer (am Anfang): Kaufe nicht den Seehecht aus dem Supermarkt. Iss nachhaltig gefangenen Fisch.

Schwer: Wenn Du das nächste Mal in einem Restaurant isst, frage den Kellner/Manager, ob der Fisch, den sie servieren, nachhaltig gefangen wurde.

Leicht: besuche wwfsassi.co.za – drucke den Guide aus und hefte ihn an Deinen Kühlschrank.

Vermeide Produkte mit Microbeads

Microbeads finden sich in Seifen, Peelings, Zahnpasta, Kosmetik, Haushaltsreiniger und mehr. Sie werden aus Plastik hergestellt und landen in den Meeren, wo diese mit Gift überzogenen Kügelchen von Fischen und anderen Meerestieren konsumiert werden. Die kleinsten Plastikpartikel werden von Filtrierern wie z.B. Muscheln aufgenommen und einbehalten. Der belgische Toxikologe Colin Janssen (Universität von Gent) hat herausgefunden, dass durchschnittlich jedes Gramm Muschelfleisch ein Plastikpartikel enthält.

Leicht: Kaufe keine Produkte, die Microbeads enthalten.

Fleischfreier Montag

Die Menge an Kohlendioxid-Äquivalent, die für einen Veggie-Burger produziert wird, ist knapp über 200 g, während es für einen einzigen Rindfleisch-Burger beinahe 6000 g sind. Noch schlimmer ist, dass jede Sekunde eine Fläche der Größe eines Fußballfeldes im Amazonas gerodet wird, um 250 Rindfleisch-Burger herzustellen.

Der Regenwald im Amazonas beheimatet mehr Pflanzen und Tierarten als jedes andere terrestrische Ökosystem auf dem Planeten; etwa 30% aller Spezies leben hier. Neben ihrer Werthaltigkeit als lebende Organismen haben diese Spezies einen potenziellen Wert in der Form als Heilmittel für Krankheiten, Nahrung für beinahe 1 Million Menschen und als Hilfe beim Eindämmen der schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels. Es wird angenommen, dass die Bäume im Amazonas jährlich etwa 250 Millionen Tonnen Kohlendioxid absorbieren. Dieser Wald ist wichtig für unser Klima.

Leicht: Lege einen fleischfreien Tag in der Woche ein.

Weniger leicht: viermal die Woche.

Weitere Punkte, die Du berücksichtigen kannst

Palmöl

Leicht: Google es.

Leicht: Lies die Etiketten von Lebensmittelverpackungen.

Weniger leicht: Sich des Ausmaßes des Palmöl-Problems bewusst werden.

Spare Wasser

Leicht: Drehe den Wasserhahn zu, während Du Dir die Zähne putzt (Du wärst überrascht, wie üblich das ist).

Leicht: Stelle einen Eimer in die Dusche und einen in das Spülbecken und nutze dieses Wasser zum Blumen gießen.

Leicht: Mache die Dusche aus, während Du Deine Haare wäschst.

Weniger leicht: Stelle einen Regenwassertank auf.

Spare Strom

Leicht: Füll den Wasserkocher nicht für nur eine Tasse Tee.

Leicht: Drehe an Deinem Wasserwärmer/Durchlauferhitzer den Temperaturregler runter.

Recycle. Reuse

Leicht: Recycling ist leicht, wenn Du einmal damit angefangen hast. Du wirst Dich wundern, warum Du so lange dafür gebraucht hast.

Leicht: Verwende Deine Joghurtbecher wieder, anstatt neue Plastikbehälter zu kaufen.

Unterstütze eine Organisation

Spende monatlich einen kleinen Betrag an eine Umweltorganisation. Es muss nicht viel sein. Bedenke zum Beispiel, was Du für ein Sixpack Bier oder eine Flasche Wein ausgeben würdest und spende den entsprechenden Betrag.

Leicht: Erstelle einen Dauerauftrag.

Weniger leicht: Entscheiden, welche Organisation Du unterstützen möchtest.

Schlussgedanken

Wir sind sicher, dass wir als Spezies eines Tages zurückblicken werden und uns fragen, wie wir glauben konnten, dass unsere Lebensweise nachhaltig wäre. Zukünftige Generationen werden erschrocken sein. Veränderung ist nicht einfach, solange Du es nicht versuchst.

Wenn jeder Deiner Facebook-Freunde diesen Post liest und auch nur kleine Veränderungen in seiner Lebensweise macht, stellt Euch den Einfluss vor, den wir gemeinsam haben könnten. Wenn jeder Deiner Freunde dasselbe machen würde und immer so weiter, könnten wir sogar in der Lage sein, unsere Erde zu retten.

Engagiere Dich – erzähle es weiter.

Engagiere Dich mehr – Befolge all die „Schritte“.

Fragen oder Anregungen? — Wir rufen Dich gerne zurück.