Artenschutzprojekt auf North Island

Im Herbst 2017 machte sich Daniel gemeinsam mit NATUCATE-Botschafter Chris auf den Weg auf die Seychellen, um sich ein Bild von unserem Freiwilligenprojekt zum Schutz gefährdeter Land- und Meeresschildkröten sowie zur Wiederherstellung naturnaher Lebensräume auf North Island zu verschaffen. In unserem kurzen Rückblick berichten wir über die Erfahrungen und Eindrücke, die die beiden während ihrer Zeit auf den Seychellen sammeln konnten.

Review

Anreise

Chris und Daniels Reise begann am Düsseldorfer Flughafen, von wo aus sie nach einem langen, aber entspannten Flug über das Drehkreuz Dubai die Hauptinsel der Seychellen, Mahé, erreichten. Dass eine wunderbare Zeit vor ihnen lag, wussten sie bereits bei Ankunft am Flughafen: Palmen, türkisblaues Meer und bescheidene 28°C – so lässt es sich aushalten. Richard, der für den Transport zuständige Fahrer, wartete bereits in der Ankunftshalle und nahm die beiden sogleich in Empfang. Nach kurzem Transfer zu ihrer Unterkunft auf Mahé genossen die beiden einen ganzen Tag in Victoria, der Hauptstadt der Seychellen, bevor sie am nächsten Morgen erneut von Richard abgeholt und zum Hafen gebracht wurden. Eine anderthalbstündige Bootsfahrt später – je nach Wellengang kann diese auch länger dauern – setzten Daniel und Chris schließlich Fuß auf die traumhafte Insel North Island. Das Gepäck der beiden wanderte nach der Ankunft umgehend in den „Rat Room“; ein Gepäckraum, in dem sichergestellt wird, dass es sich keine Ratte unbemerkt im Koffer gemütlich gemacht hat. Chris und Daniel wurden derweil herzlich vom Team vor Ort begrüßt und trafen auf die vier anwesenden NATUCATE-Volunteers – was für eine tolle Zeit sie zusammen hatten, beweisen zweifelsohne die mitgebrachten Bilder.

Das Projekt

„One in a million“ – ein gut strukturierter Projektablauf, eine großartige Betreuung und natürlich die einzigartige Kulisse dieses Naturparadieses machen das Projekt zu etwas ganz Besonderem. Die Volunteers werden nach ihrer Ankunft am Flughafen abgeholt, zum Hafen gebracht und nach der Bootsüberfahrt von den Mitarbeitern in Empfang genommen. Sie erhalten eine aufschlussreiche Einführung in das Projekt und eine umfangreiche Erläuterung ihrer Aufgaben. Ein Projektmitarbeiter steht den Volunteers stets zur Seite und auch die Projektleitung ist immer vor Ort. „Volunteers sollten sich jedoch bewusst machen, dass Aufgaben und Arbeitszeiten sehr flexibel gestaltet sind. Einen festen Stundenplan, der nach Schema F abgearbeitet wird, gibt es so nicht.“, bemerkt Daniel. „Außerdem muss unbedingt betont werden, wie wichtig eigenständiges Arbeiten und insbesondere körperliche Fitness sind! Teilweise läuft man im Rahmen der Strandpatrouillen bis zu fünf Kilometer pro Tag. Das kann hin und wieder anstrengend werden.“ Wenn alle anfallenden Aufgaben abgeschlossen sind, steht den Volunteers am Nachmittag meist genügend Zeit zur Verfügung, um verschiedenen Freizeitaktivitäten nachzugehen. So kann an den Gästestränden nachmittags ab 16 Uhr diverses Wassersportequipment ausgeliehen und benutzt werden. Je nach Jahreszeit kann es allerdings vorkommen, dass der Wellengang so hoch ist, dass nicht im Meer gebadet bzw. geschnorchelt werden darf. Betont werden muss außerdem, dass das Tragen einer Uniform – außer natürlich im Volunteerhaus – an allen Orten der Insel und zu jeder Tageszeit Pflicht ist. Was hier unter „Uniform“ verstanden wird, zeigen unsere Bilder: eine legere kurze Hose und ein farblich ganz ans Meer angepasstes türkises T-Shirt.

Unterkunft

Ebenfalls als rundum positiv lässt sich der Eindruck beschreiben, den Chris und Daniel von der Volunteerunterkunft hatten. Den Freiwilligenhelfern steht ein eigenes Haus zur Verfügung, dessen aus Stein gebaute Wände die tropische Wärme der Seychellen zum großen Teil zurückhalten. Im Haus selbst befinden sich zwei Gemeinschaftszimmer mit angeschlossenem Badezimmer. Jedes Zimmer verfügt über ein normales Bett und ein Hochbett, sodass zwei Personen pro Zimmer und damit vier Personen insgesamt Platz finden. Auch ein kleines Wohnzimmer zum gemeinsamen Zusammensitzen ist vorhanden. „Luxus darf man bei der Unterkunft gewiss nicht erwarten: Das Häuschen ist klein und wirklich sehr einfach, aber bietet alles, was man braucht.“ Für den hungrigen Magen wartet ein reiches Buffet in der Mitarbeiterkantine, nahe des Volunteerhauses. Volunteers erhalten hier täglich Frühstück, Mittag- und Abendessen. Eine vegetarische Ernährung ist auf alle Fälle möglich – doch insbesondere Fleisch- und Fischesser kommen voll auf ihre Kosten.

Wer inmitten der einzigartigen Natur, angesichts derer man den Alltag schon mal vollkommen hinter sich lassen kann, seine Lieben in der Heimat doch noch nicht ganz vergessen hat, der kann im Büro unseres Partners das WLAN nutzen und Kontakt zu Freunden und Familie aufnehmen.

Was ebenfalls herausgestellt werden sollte: Auf den Seychellen sind keine tropischen Krankheiten zu befürchten, und auch giftige Tiere gibt es praktisch keine. So kann man ganz entspannt in den Genuss des Barfußlaufens kommen.

Daniels Fazit

„Jeder Einzelne ist hier mit vollem Herzblut dabei! Ich war beeindruckt von der Arbeit der Mitarbeiter wie auch vom Einsatz der Volunteers. Viele übernachten sogar extra am Strand, um das Schlüpfen der Eier mitzuerleben – Wahnsinn. Diese Reise hat mir persönlich noch einmal verdeutlicht, wie wichtig Artenschutzprojekte, wie dieses eines ist, sind – und dass es glücklicherweise viele engagierte Menschen gibt, die sich ebendieser wertvollen Arbeit und damit dem Schutz bedrohter Tierarten verschrieben haben. “ Wer sich für wertvolle Renaturierungsmaßnahmen einsetzen und gleichzeitig ein wahres Naturparadies kennenlernen möchte, findet mit diesem Artenschutzprojekt eine Vernetzung dieser beiden Elemente. Tropennatur pur kombiniert mit einem durch und durch gut organisierten Projekt zum Schutz der beheimateten Tier- und Pflanzenwelt, das eine unvergessliche Zeit als Freiwilligenhelfer garantiert.

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