Freiwilligenarbeit in den USA –
Naturschutz in Arizona

Ein Projekt, das Visionen schafft – so zumindest, was Daniel betrifft. Denn nachdem er im Sommer 2007 selbst als Naturschutzvolunteer in die USA gegangen ist, erfolgte im Rahmen dieses Projekts die Grundsteinlegung für NATUCATE. Aufgrund der großartigen und letztendlich richtungsweisenden Erfahrungen, die er dort machen durfte, nahm er das Projekt verständlicherweise als eines der ersten ins Programmportfolio von NATUCATE auf. Im folgenden Review blickt er auf seine Zeit in Arizona zurück.

Review

Anreise

Im Rahmen seines Geographiestudiums entschied sich Daniel für einen Aufenthalt als Naturschutzvolunteer in den Vereinigten Staaten, um dort Datenerhebungen für seine anstehende Abschlussarbeit durchzuführen. Gesagt, getan: Im Juni 2007 machte er sich auf den Weg, um für zwölf Wochen zum Erhalt einzigartiger Naturräume beizutragen. Nach einem langen Flug von Frankfurt über London landete er schließlich in Phoenix, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Arizona. Üblicherweise werden Volunteers dieses Projekts vom Flughafen abgeholt – Daniel entschied sich jedoch dazu, einen Mietwagen zu nehmen, um für die Forschungsarbeiten seiner Abschlussarbeit mobil zu sein. So erreichte er nach gut zwei Stunden Autofahrt die Stadt Flagstaff, die Basisstation für die Freiwilligenhelfer des Projekts.

Unterkunft

Die Unterkunft in Flagstaff ist ein großes Volunteerhaus, in dem etwa 30 Personen Platz finden. Es dient als eine Art Basisstation zwischen den einzelnen Projektabschnitten in der Natur. Es wird in Mehrbettzimmern übernachtet; und auch Bad, Küche und Lounge-bereich werden gemeinschaftlich genutzt. „Wenn so viele verschiedene Leute auf kleinem Raum zusammenleben, kann man sich ja ungefähr vorstellen, wie es nach einiger Zeit aussieht“, lacht Daniel. „Deswegen haben wir regelmäßige Cleaning Parties veranstaltet. Nicht nur während des Projekts selbst, sondern auch in der Freizeit: Ohne Teamarbeit geht es nicht.“ So gestaltete sich auch das tägliche Kochen durch Gemeinschaftsarbeit.

Das Projekt

„Nach der Ankunft erhält man zunächst eine kurze Einführung in das Projekt, in der Ablauf, Aufgaben und Sicherheitshinweis erläutert werden. Das Wochenende ist frei und am Montag geht’s dann los.“ Jeder Volunteer wird verschiedenen Einsatzorten zugeteilt. So war Daniel während seiner dreimonatigen Zeit als Freiwilligenhelfer unter anderem in den Rocky Mountains oder am Grand Canyon tätig. Je nach Projektabschnitt hat er dabei vier Tage lang gearbeitet und hatte im Anschluss drei Tage frei, oder aber war acht Tage im Einsatz mit einer darauffolgenden sechstägigen Pause. Unabhängig davon starteten die verschiedenen Arbeiten jeden Morgen in aller Früh und dauerten bis mittags an. „Schnell habe ich festgestellt, dass es körperlich echt anstrengend werden kann. Aber spätestens, wenn man vor der fertiggestellten Trockenmauer oder Steintreppe steht, zahlt sich alle Mühe aus und man ist mächtig stolz!“ Bedingt durch das frühe Aufstehen und die teils harte Arbeit lagen alle Helfer schon früh in ihren Betten – oder vielmehr in ihren Zelten, da diese die gängige Unterkunftsart während eines Projektabschnitts darstellten. „In der Wildnis zu campen, oftmals ohne richtigen Sanitäranlagen und mit morgendlichen Bädern im Fluss, war Abenteuer vom Feinsten!“, hält Daniel fest. Nach Abschluss eines Projekts nutzte Daniel die freie Zeit meist für Forschungsarbeiten oder unternahm mit anderen Volunteers regelmäßige Roadtrips (Mietwagen sei Dank): so besichtigte er in Denver, war in Wyoming, sah den Bryce und den Antelope Canyon und besuchte Las Vegas gleich zweimal. Nach herausfordernden, ereignisreichen und unvergesslichen drei Monaten trat Daniel dann schließlich den Rückweg nach Deutschland an.

Daniels Fazit

„Durch die Teilnahme an diesem Projekt konnte ich einen tieferen Einblick in die Bereiche Naturschutz und Wildlife erlangen – was ausschlaggebend für die Idee „NATUCATE“ war. Ich wollte anderen das ermöglichen, was ich selbst dort erlebt habe: Zurückzufinden zur Natur, konkrete Arbeiten zu ihrem Erhalt zu leisten, die Grenzen auszutesten und Neues zu lernen – als Teil eines internationalen Teams. Die Begegnungen und Erlebnisse, die ich dort haben durfte, sind bis heute prägend.“

Fragen oder Anregungen? — Wir rufen Dich gerne zurück.