Freiwilligenarbeit in den Weiten Australiens

Australien ist für viele Menschen der Inbegriff von Ferne und Abenteuer. Nicht umsonst ist es eines der beliebtesten Reiseländer der Welt, denn es bietet eine atemberaubende landschaftliche Vielfalt: Karge Wüsten, das berühmte australische Outback, den markanten Ayers Rock, tropische Regenwälder im Norden, weiße Sandstrände und natürlich das größte zusammenhängende Korallenriff der Erde, das Great Barrier Reef. Viele Abiturientinnen und Abiturienten entscheiden sich nach der Schulzeit für dieses faszinierende Land, da es die perfekte Mischung aus Abenteuer, Unabhängigkeit, Modernität und Tradition bietet. Für Menschen, die bereits im Berufsleben stehen, ihre Ausbildung gerade abgeschlossen haben oder im Ruhestand sind, ist Australien nicht weniger reizvoll, da es für jeden etwas zu bieten hat.

Im Norden der Insel gibt es die Möglichkeit, eine Tour durch den dichten und saftig grünen Regenwald zu machen. Dort erwarten einen viele exotische Tiere wie Sittiche, Papageien, Lories, Kakadus, Koalas, Kragenechsen. Durch Habitatsverlust und Umweltverschmutzung sind viele der endemisch vorkommenden Arten des australischen Regenwaldes akut bedroht. Im Rahmen von Freiwilligenarbeitsprojekten oder Umweltpraktika ist es möglich einen aktiven Beitrag zum Schutz der sensiblen Natur Australiens und ihrer Tier- und Pflanzenarten zu leisten.

Fährt man an die Küste des Landes so findet man dort eine nicht minder faszinierende, jedoch leider auch nicht minder bedrohte Naturschönheit vor. Die Nordostküste Australiens ist vor allem wegen des berühmten Great Barrier Reefs bekannt. Das weltweit größte Korallenriff, das seit 1981 UNESCO-Welterbestatus besitzt, zieht sich über eine Länge von über 2.300 km von der Torres-Straße vor Papua-Neuguinea entlang der Ostküste Australiens. Die atemberaubende Unterwasserwelt beherbergt einen gigantischen Artenreichtum. Durch die Erwärmung des Erdklimas und die Versauerung der Weltmeere sind viele dieser Arten allerdings stark bedroht. Zwischen 1985 und 2012 ging die Korallenbedeckung des Riffs von 28 % auf etwa 14 % zurück. Dieser Trend setzte sich auch in den vergangenen Jahren immer weiter fort. Diverse Schutzprojekte und Forschungsinitiativen sind darum bemüht, diese Entwicklung zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Hierzu werden beispielsweise Zonen innerhalb des Riffs ausgewiesen, die vor menschlichem Eingreifen geschützt sind. Außerdem werden neue Riffe angelegt, um dem Verschwinden der Korallen entgegen zu wirken.

Das Zentrum des Landes ist auf Grund seines Wüstenklimas nahezu unbewohnt, da es hier kaum Wasser gibt und die Temperaturen tagsüber schnell über 50 °C liegen können. Die Tier- und Pflanzenwelt ist dementsprechend recht klein und nur Arten, die an extreme Klimabedingungen angepasst sind, kommen hier vor.

In den südlichen und südöstlichen Gebieten des Kontinents herrscht ein eher gemäßigtes Klima. Die Region ist Hauptverbreitungsgebiet des berühmten Schnabeltiers, dem einzigen eierlegenden Säugetier der Welt. Die Temperaturen entsprechen hier am ehesten denen im mittleren Europa. Tasmanien wird innerhalb der gemäßigten Breiten von einem ozeanischen Klima mit weitaus milderen Temperaturen im Winter als am Festland geprägt. Diese Regionen sind der ideale Ort für alle Naturliebhaber, die kein Fan extremer Temperaturbereiche sind.

Unabhängig davon welche Region dieses riesigen Landes man auswählt – eine Reise nach Australien wird in jedem Fall eine unvergessliche Erfahrung sein. Neben unzähligen Naturschönheiten hat man zudem die Möglichkeit, die umfassende Geschichte des vielfältigen Kontinents kennenzulernen, von der Besiedlung durch die Aborigines bis hin zur Entdeckung des Kontinents durch die Europäer.

Auf diese Weise bildet man sich in vielerlei Hinsicht weiter, erweitert seinen persönlichen Horizont, hilft mit bei der Umsetzung gemeinnütziger Projekte und kann ganz nebenbei die atemberaubendsten Landschaften der Welt genießen.

Autor: David Pyka – NATUCATE

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