Unglückliches Ende für Wildhundrudel

Kürzlich hat der EWT bekannt gegeben, dass ein Rudel von Wildhunden im Norden des Hluhluwe iMfolozi Park gestorben ist. Dürre und Wilderei sind zwar glücklicherweise nicht die Ursache, dafür stellt aber vermutlich das Canine Distemper Virus (auf Deutsch „Staupe“) eine neue Gefahr dar.

Während eines Routine-Streifzugs durch den Park wurde das Rudel durch ein GPS-Halsband einer Hündin aufgefunden. Das Halsband zeigte seit 36 Stunden eine stationäre Position an und die Ranger wurden skeptisch. Als die Ranger sich dem lokalisierten Halsband näherten, trafen sie auf eine Vielzahl an bereits verstorben Wildhunden. Einige der noch lebenden Hunde zeigten bereits starke Krankheitssymptome, wie Atemnot. Obwohl versucht wurde, den kranken Tieren zu helfen, erlagen sie schließlich der Krankheit. Tierärzte vermuten, dass das Rudel vom Staupevirus betroffen war, aber es wurde noch keine Bestätigung herausgegeben, da weiterhin Blutanalysen durchgeführt werden.

Wildhunde gehören zu den meist gefährdeten Karnivoren in Südafrika. Dennoch findet man im Hluhluwe iMfolozi Park die zweitgrößte Population des Landes, direkt nach dem Krüger Nationalpark. Durch den Tod der Tiere sinkt die Anzahl der Rudel auf sechs und lässt eine Gesamtanzahl von 57 Wildhunden im Park zurück.

Die verbleibenden Hunde sollen nun erneut Impfungen gegen das Virus erhalten und es wird versucht zu erforschen, wie lange die Wirkung dieser Impfung Schutz für die Hunde verspricht.

Exkurs: Das Staupevirus ist eine allgemeine Viruserkrankung, die seit Langem bei Haushunden bekannt ist und weltweit vorkommt. Aber auch Katzenarten, Wildhunde und Bären sind dafür anfällig. Zu den Symptomen der Erkrankung gehören unter anderem Fieber, Durchfall sowie Erbrechen, Atemwegsprobleme und teilweise auch Schädigungen des Zentralnervensystems. Besonders in den letzten Jahren ist das Virus wieder vermehrt aufgetreten, weshalb präventive Impfungen besonders wichtig sind.

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