Länderinformationen Nepal

Auslandsaufenthalt in Nepal

Länderinformation

Nepal

Goldene Tempel, gemütliche Bergdörfer, tiefgrüner Urwald und die endlose Weite des Himalayas – Wegen seiner unvergleichlichen Landschaften wie auch der bunten Kultur gehört Nepal zu den spektakulärsten Reisezielen der Welt. Erhalte im Folgenden nützliche Hintergrundinformationen über den kleinen Binnenstaat im südlichen Asien.


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Geographie

Geographie

Der südasiatische Binnenstaat Nepal ist geografisch zwischen China und Tibet im Norden und Indien im Süden anzusiedeln und befindet sich an der Südflanke des mittleren Himalayas. Gegründet wurde Nepal 1768 nach der militärischen Eroberung durch den Begründer der Shah-Dynastie und war zunächst als Königreich geeint. Das Land war nie Teil einer Kolonie und ist mit einer Fläche von etwa 147.181 km² weniger als halb so groß wie Deutschland. Neben der Hauptstadt Kathmandu sind Pokhara und Lalitpur in den Bergregionen die nächstgrößeren Städte im Land. Untergliedert wird Nepal in 7 Provinzen, 77 Distrikte und knapp 753 Gemeinden. Die West-Ost-Ausdehnung beträgt etwa 885 km und von Nord nach Süd sind es 241 km. Geprägt ist das Land besonders durch die Hochgebirgsregion des Himalayas im Norden und Osten des Landes. Richtung Süden geht die Landschaft in gemäßigteres Mittelland und schließlich in subtropisch geprägtes Flachland (Terai) über.

 

Geomorphologie/Geologie

Großen Einfluss auf die Geomorphologie des Landes hat das Himalaya Gebirge, welches sich auf über 3.000 m von Pakistan bis Myanmar ausdehnt und eine maximale Breite von bis zu 350 km erreichen kann. Der Himalaya ist Teil des alpidischen Gebirgsgürtels und ist mit einem Alter zwischen 30‑50 Millionen Jahren vergleichsweise jung, sodass Verwitterung die Landschaft bisher lediglich in verhältnismäßig geringem Umfang geprägt hat. Das Faltengebirge ist als Folge der Kollision Indiens mit Eurasien entstanden. Noch bis heute hält dieser Bewegungstrend an, sodass eine stetige Erhöhung des Gebirges, wenn auch nur um einige wenige Millimeter pro Jahr und damit in für menschliche Zeiträume relativ geringem Umfang, die Folge ist.

In Nepal liegen die höchsten Berge im Norden und Osten des Landes mit dem Mount Everest im nördlichen Grenzgebiet zu Tibet, der mit seinen etwa 8.848 m der höchste Berg der Welt ist. Als Vorberge am südlichen Rand des Himalayas sind im Land sogenannte Siwaliks zu finden, fluviatil abgelagerte Erosionsschwemmkegel, die durch massive Bodenerosion als Folge starker Monsunniederschläge bei starkem Relief in der Region entstehen. Nördlichere Bergregionen sind dagegen im Regenschatten gelegen, sodass sich der dortige Niederschlag i.d.R. lediglich auf einen sehr geringen Umfang beschränkt. Aufgrund der rauen Bedingungen ist die Gebirgsregion in Nepal nur wenig besiedelt, dagegen für Trekkingtouren sehr beliebt. Im Hochgebirge sind Siedlungen generell auf Talflächen vorzufinden und sommerliche Weideflächen reichen i.d.R. bis in eine maximale Höhe von etwa 5.000 m. Das Gebirge ist von Flüssen durchfurcht, die in den Ganges münden. Nach Tibet zählt Nepal mit über 40% der Landesfläche in einer Höhe von über 3.000 m zu den am höchsten gelegenen Regionen weltweit.

In Richtung Süden geht das Gebirge nach und nach in ein flacheres Mittelland mit stark strukturiertem Relief und schließlich in die fruchtbare Tiefebene Terai über. Während das Mittelland ca. 30% der Landesfläche ausmacht und etwas weniger als die Hälfte der Bevölkerung beheimatet, macht das Terai lediglich um die 14% der Landesfläche aus. Dennoch leben auf dieser verhältnismäßig geringen Fläche des Terai knapp die Hälfte der Einwohner Nepals, da die Lebensbedingungen geeigneter sind und auf dem fruchtbaren, wenig erosionsgefährdeten Boden bei guten Bewässerungsmöglichkeiten und ganzjähriger Frostfreiheit der Großteil der Landwirtschaft betrieben wird.


Flora & Fauna

Tier- und Pflanzenwelt in Nepal

Vor allem im subtropischen Tiefland sind Nepals Flora und Fauna besonders vielfältig. Im Süden des Landes zählen hauptsächlich verschiedene Hirscharten neben dem unter Naturschutz stehenden Panzernashorn zu den größeren Säugetieren, die in der Natur angetroffen werden können. Auch einige asiatische Antilopenarten sind bis in den nepalesischen Raum verbreitet. Zudem sind auch Vertreter der Rinder wie Wildbüffel, Yaks und Gaurs keine Seltenheit in dem asiatischen Land und sind auch bis in das trockene, niedere Vorgebirge verbreitet. Oftmals werden die Tiere zudem domestiziert und als Nutz- und Lasttier eingesetzt. In den dichten Bergwäldern des Landes leben zudem die wegen des vom Männchen produzierten Sekrets begehrten und daher bedrohten Moschustiere. Auch verschiedene Verwandte der Ziege können in den Gebirgsregionen des Landes angetroffen werden. Nicht selten fallen sie Jägern wie dem stark bedrohten Schneeleoparden zum Opfer, der im zentralasiatischen Hochgebirge verbreitet ist und auch in Nepal vorkommt. In abgelegenen Regionen im Tiefland kommen zudem weitere Großkatzen wie beispielsweise Panther oder bedrohte Bengal-Tiger vor und auch Kleinkatzen wie Bengal- oder Fischkatzen sind verbreitet. Auch der gefährdete Rote Panda sowie Vertreter der Bärenfamilie wie unter anderem der Himalayabär können besonders in Wäldern der Vorgebirgsregionen Nepals angetroffen werden. Lippenbären sind besonders in tropischen Feuchtwäldern und Grasländern des Tieflands beheimatet. In diesen tropischen Regionen können zudem Krokodile, zahlreiche Insektenarten und auch diverse Schlangenarten angetroffen werden, die teilweise auch giftig sind. Vögel sind ebenfalls im Terai besonders vielfältig, neben den auffälligen Pfauen können auch viele Raubvögel wie Adler, Falken, Geier oder Eulen beobachtet werden und auch Kormorane, Reiher und Kraniche sind im Flachland weit verbreitet. Auf einer Reise nach Nepal treffen Besucher auch auf einige Affenarten wie beispielsweise Rhesusaffen, die an sehr touristischen Plätzen mitunter etwas zudringlich werden können, oder den vergleichsweise zurückhaltenden Indischen Languren zusammen.

Auch die Pflanzenwelt variiert v.a. mit der Höhenlage und wird in bergigeren Regionen zunehmend karger. Im tiefer gelegenen immergrünen und subtropischen Terai wachsen zahlreiche Fruchtbäume und Bananenstauden, Bäume die als Bauholz genutzt werden und der Großteil der Nutzpflanzen im Land, wie Reis oder Linsen. Neben den Monsunwäldern, in denen auch Bambus und Palmen gedeihen, wachsen in dieser Region zudem zahlreiche Gräser, Sträucher und Blumen, zu denen auch das bis zu drei Meter hohe Elefantengras, Jasmin, Hibiskus und verschiedene Orchideenarten zählen. In höheren Lagen werden die Nutzpflanzen und die tropische Vegetation v.a. durch Berg- und Nebelwälder abgelöst, die bei Dauereis und -schnee in der Region über der Baumgrenze bei etwa 4.000 m in alpinen Flechten-, Gräser- und Moosbewuchs übergeht.


Klima

Klima in Nepal

Das Klima in Nepal richtet sich nach der Geographie und der Jahreszeit, die zeitlich gesehen ähnlich den deutschen sind. In höheren Regionen v.a. in Richtung der nördlichen Grenze des Landes und im Osten sind die Temperaturen generell niedriger und der verhältnismäßig geringe Niederschlag fällt i.d.R. als Schnee. Auf über 4.000 Höhenmetern herrscht ein alpines Klima, Temperaturen liegen oft im Minusbereich, sodass sich die Region im ewigen Eis und Schnee befindet. In der Vorhimalaya-Region ist das Klima gemäßigter, Temperaturen liegen durchschnittlich bei 10-24°C, abhängig von der Jahreszeit. Im Winter werden die Nächte recht kalt, fallen jedoch nur selten unter 0°C. Das Tiefland Nepals ist v.a. durch ein subtropisches Monsunklima geprägt. Im Zeitraum April bis September dominiert der Süd-Westmonsun das Land und ca. 80 bis 90% des Jahresniederschlags fallen in dieser Zeit. Generell sind die übrigen Monate trocken. Im subtropischen Tiefland ist es im Sommer i.d.R. tropisch heiß und feucht bei Temperaturen, die zwischen 25 und 32°C liegen können. Winter sind im Tiefland generell mild und trocken. Mit Beginn der Trockenzeit im Oktober bzw. November klart die Sicht auf, die Natur hüllt sich in ein saftiges Grün und besonders gegen Ende der Trockenzeit (Februar-April) stehen viele Wildblumen in voller Blüte. Von Reisen in den Hochmonaten des Sommers und auch im Winter sollte abgesehen werden, da zum einen der umfangreiche Niederschlag ebenso wie das schwüle Klima Reisen in das Tiefland in den Sommermonaten erschweren. Zudem ist die Aussicht i.d.R. getrübt, da es oft sehr bewölkt ist in dieser Zeit. Im Winter herrschen zudem in entsprechend höher gelegenen Regionen Minusgrade, die eine Reise beschwerlich machen können.


Sozialgeographie

Sozialgeografische Informationen

Bevölkerung

Im Land leben ca. 29,5 Millionen Menschen, also in etwa 180 Einwohner pro Quadratkilometer. Allein in Kathmandu sind ca. 1,7 Mio. Einwohner bzw. im Großraum Kathmandu etwa 3,5 Mio. Einwohner beheimatet, jedoch lebt mit lediglich 15% nur ein sehr geringer Anteil der Bevölkerung in den Städten des Landes. Die Bevölkerung setzt sich in über 100 ethnischen Gruppen und Kasten aus vielen kulturellen bzw. ethnischen Minderheiten zusammen. Das Durchschnittsalter beträgt 23,6 Jahre.

Sprache

Offiziell ist Nepalesisch die Nationalsprache. Darüber hinaus sind um die 50 Minderheitssprachen und Dialekte im Land verbreitet.

Wirtschaft

Das Binnenland Nepal ist noch immer hauptsächlich durch Subsistenzwirtschaft geprägt. Im Sektor Landwirtschaft arbeiten ca. 70% der Bevölkerung, diese zählt jedoch zu den Niedriglohnsektoren. Zudem ist Landwirtschaft nur in den fruchtbaren Tiefebenen in lukrativem Umfang möglich, sodass in einem Großteil des Landes kein Anbau erfolgen kann. Auch der Abbau von Rohstoffen gestaltet sich durch die schwere Zugänglichkeit aufgrund des Gebirgsreliefs und der schlecht ausgebauten Infrastruktur als schwierig. Besonders infolge des großen Erdbebens 2015 sind zudem große Teile der Infrastruktur in Mitleidenschaft gezogen worden. Zudem wird das Investitionsklima auch durch komplizierte Bürokratie, die Binnenlage und hohe Handelsdefizite durch fehlende Rohstoffe beeinträchtigt. Der Dienstleistungssektor im Land ist von untergeordneter Bedeutung. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von ca. 733,7 US-$ (2016) zählt Nepal zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Großes Potenzial bietet im Land die Tourismusbranche sowie die ungenutzte Wasserkraft, hochwertiges Kunsthandwerk und der Ausbau der industriell geprägten Region nahe der Grenze zu Indien. Besonders die Finanztransfers von in Golfstaaten lebenden Nepalesen sind wichtig für die heimische Wirtschaft und tragen über 25% zum BIP bei.

Politische Situation und Sicherheit

Nepal ist seit 2008 eine parlamentarische Bundesrepublik mit einer parlamentarischen Mehrheiten-Demokratie, welche die vorherige Monarchie abgelöst hat. Das Staatsoberhaupt ist aktuell (2018) die Präsidentin Bidya Devi Bhandari und Khadga Prasa Oli ist amtierender Ministerpräsident.

Religion

Der Großteil der Bevölkerung Nepals gehört dem Hinduismus an (ca. 80%). Minderheiten gehören zudem dem Buddhismus, dem Islam oder dem Christentum an. Im Land herrscht ein generelles Missionierungsverbot.


Tipps

Reisetipps und Wissenswertes

Zeitzone

Nepal befindet sich in der Zeitzone UTC/GMT + 5:45 und ist Deutschland knapp vier bzw. fünf Stunden voraus. Es erfolgt keine Zeitumstellung.

Währung

Die Währung in Nepal heißt Nepalesische Rupie (NPR) und ist in 100 Paisa unterteilt. Über aktuelle Wechselkurse kannst Du Dich auf Webseiten wie www.währungsrechner.de informieren.

Einheiten

In Nepal wird das metrische System genutzt.

Strom

In Nepal beträgt die Netzspannung 230 Volt genutzt bei einer Frequenz von 50 Hertz. Es werden Stecker wie in Deutschland genutzt, sodass kein zusätzlicher Adapter notwendig ist.

Transportmittel

Auf den Straßen Nepals herrscht Linksverkehr. Die Infrastruktur des Landes ist nicht sonderlich gut ausgebaut, da dies bereits durch das extreme Relief der Landschaft auf natürliche Weise seine Grenzen findet. Auch regelmäßige Erdrutsche in der Monsunzeit sowie das starke Erdbeben 2015 haben nicht zu einer Verbesserung der Situation beigetragen. In Kathmandu befindet sich der Tribhuvan International Airport als einziger internationaler Flughafen des Landes. Darüber hinaus gibt es mehr als 40 regionale Flugplätze im Inland, auf denen kleinere Maschinen starten und landen können. In Nepal gibt es lediglich eine ca. 59 km lange Bahnstrecke mit einem aktiven Abschnitt zwischen Janakpur und dem indischen Jaynagar sowie einem derzeit gesperrten Abschnitt zwischen Janakpur und Bigjalpura.

Feiertage in Nepal

Nationale Feiertage

  • 18.01. Sonam Losar (Tameng Neujahr)
  • 08.03. Nari Dibas (Internationaler Tag der Frau)
  • 25.03. Ram Nawami (Geburtstag Gott Ram)
  • 14.04. Nepali Neujahr (1 Woche im Frühling, Neujahrsfest)
  • 01.05. Majdoor Divas (Tag der Arbeit)
  • Nationalfeiertag: 29. Mai (Tag der Republik, auch Datum der ersten Mount Everest Besteigung durch Sir Hillary & Tenzing Norgay 1953)

Jahreszeitenabhängig:

  • Frühlings- & Tagundnachtgleiche (März)
  • Herbst- & Tagundnachtgleiche (September)
  • Wintersonnenwende (Dezember)
  • Holi-Feste: Hinduistisches Farbfest, Ende des Winters wird gefeiert, mit gefärbtem Wasser

Dos and Don’ts

Do

  • Bereite Dich darauf vor, dass Nepal einen anderen Entwicklungsstand hat als bspw. Deutschland – vieles mag ungewohnt sein, ungeordnet erscheinen, die Infrastruktur ist nicht überall gut ausgebaut und Handyempfang, ebenso wie Internetzugang wird sehr eingeschränkt sein auf Touren in der Wildnis.
  • Heimisches Essen probieren! Beinhaltet viel Reis, Linsen, Gemüsecurrys, scharfe Chutneys mit verschiedenen asiatischen Einflüssen.
  • Verhalte Dich höflich und v.a. respektvoll, grüße freundlich, bitte höflich, solltest Du etwas benötigen und bedanke Dich.
  • Achte auf Deinen Kleidungsstil, bedecke Schultern, Knie, ggf. auch Waden - besonders bei Feierlichkeiten.
  • Denke daran, Deine Schuhe auszuziehen, besonders vor religiösen Kultstätten, teilweise auch vor Häusern und Büros – achte darauf, ob bereits Schuhe im Eingang stehen und richte Dich am besten nach den Einheimischen.
  • Mit Lederartikeln solltest Du ganz besonders in einigen heiligen Stätten sparsam sein, da Kühe im Hinduismus heilig sind.
  • Es ist immer empfehlenswert, grundlegende Begrüßungsformen und wichtige Vokabeln der Sprache Deines Ziellandes zu lernen und anzubringen.

Don’t

  • Respektlosigkeiten: Versuche stets, Dich an heimischen Sitten und Gebräuchen zu orientieren, Dich nicht anzüglich zu verhalten und eine übermäßige Zuschaustellung von Zuneigung zu vermeiden.
  • Vermeide es grundsätzlich mit Deiner linken Hand in Kontakt mit anderen Menschen zu treten oder sie beim Essen zu nutzen, da sie, wie auch die Füße, als unrein angesehen wird.
  • In der Öffentlichkeit solltest Du darauf achten, Deine Stimme nicht über Gebühr zu erheben, nicht zu streiten und daran zu denken, dass Du niemanden unterbrichst.
  • Unaufgefordert in fremde Küchen einzutreten ist besonders für Fremde und Nicht-Hindus tabu.
  • Irre nachts nicht allein herum.
  • Vermeide grundsätzlich provozierende Zurschaustellungen von Wertsachen etc.
  • Trekking auf eigene Faust, unvorbereitet zu Touren aufbrechen, Höhenkrankheit unterschätzen
  • Lockere Verabredungen unterschätzen: Fragst Du nach einer Verabredung, auch bei unverbindlichen Fragen beispielsweise nach einem Drink, sollte Dir bewusst sein, dass von Dir erwartet wird, dann auch zu zahlen.

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Highlights

Highlights

Himalaya-Tour

Solltest Du planen, nach Nepal zu reisen, solltest Du definitiv eine Trekking-Tour im Himalaya in Erwägung ziehen. Auch wenn Du eigentlich kein Outdoor-Abenteurer bist, solltest Du Dir dennoch definitiv die Mühe machen, Dir die unglaubliche und einzigartig schöne Berglandschaft und Nationalparks mit eigenen Augen anzusehen und die kleinen Bergdörfer kennenzulernen. Es gibt zahlreiche Angebote für geführte Touren, auch für Anfänger, die oftmals durch Mitarbeiter unterstützt werden, die Dich mit Deinem Gepäck und Deiner Ausrüstung unterstützen.

Kathmandu

Anfangs mag es einige Zeit in Anspruch nehmen, sich an das hohe Verkehrsaufkommen, die verschmutzte Luft und das generell hektische Getümmel in Kathmandu zu gewöhnen – dennoch, es gibt eine Menge zu entdecken und zu bestaunen in Nepals Hauptstadt!

Im Stadtzentrum ist der Durbar Square gelegen – ein Platz von historischer Relevanz. Zu früheren Zeiten, als Nepal noch eine Monarchie war, wurden die Krönungszeremonien hier abgehalten und noch heute kann der königliche Palast hier bewundert werden. Auch ein Abstecher zum Tempelkomplex Swayambhunath ist sehr zu empfehlen. Der Komplex kombiniert buddhistische mit hinduistischen Elementen und zählt zu den ältesten Tempeln weltweit. Auf einem Hügel von Kathmandu kannst Du auf über 300 Treppenstufen zu der weißen Stupa als einem der Wahrzeichen des Tempelkomplexes emporsteigen. Auch der Vorort Bodnath mit seinem beeindruckenden weißen Stupa ist eine gute Empfehlung für alle, die an der lokalen Kultur und Religion interessiert sind. Die Stätte ist auch Ziel zahlreicher Pilgerer. Wenn Du an regionalem Kunsthandwerk interessiert bist, ist vielleicht auch ein Ausflug nach Bhaktapur in der näheren Umgebung Kathmandus eine Idee für Deine Freizeitgestaltung. Dieses kleine Städtchen mit den historischen Gebäuden und verkehrsfreien Zonen wirkt beinahe wie ein Freilichtmuseum. Es sollte Dir jedoch bewusst sein, dass einige Viertel nach dem Erdbeben 2015 beschädigt sind und nicht besucht werden können. Für den Fall, dass Du nicht übermäßig outdoor-begeistert bist und keine ganze Trekking-Tour machen möchtest, kannst Du zudem darüber nachdenken, einen Ausflug in das ca. 30 km von Kathmandu entfernte Nagarkot zu machen, von wo aus man einen spektakulären Blick auf die Bergkette des Himalaya-Massivs hat.

Dies sind nur einige Anregungen für Deine Reise nach Kathmandu und die nähere Umgebung – die Stadt bietet eine große Vielzahl an kulturellen Sehenswürdigkeiten und eine ganze Reihe an spannenden Optionen für die Gestaltung Deiner Freizeit.

Holi-Festival

Wenn Du Deine Reise nach Nepal im Frühling planst, kannst Du auch in Erwägung ziehen, am buntesten und lebhaftesten Festival des Landes teilzunehmen: dem Holi-Festival. Dieses hinduistische Fest dauert einen Tag und eine Nacht und feiert den Anfang des Frühlings, ebenso wie den Triumph des Guten über das Böse. Der Ursprung des Festivals liegt in Indien und Nepal, ist jedoch mittlerweile auch ein weltweit bekanntes Phänomen. Während den aufregenden Feierlichkeiten bemalen sich die Leute Gesichter und Körper und bewerfen sich ausgelassen mit Farbpulver und gefärbtem Wasser. An diesem Tag kommen unterschiedliche Kulturen zusammen und gemeinsam wird ohne religiöse Verpflichtungen und Gebete gefeiert. Denk daran, Dir zu diesem Fest Kleidung anzuziehen, die knallbunt werden soll.


 

Der Himalaya

Geographie

Die Himalaya-Region, durch die auch unsere Panch Pokhari Trekking-Tour in Nepal führt, ist im südlichen Zentralasien gelegen und erstreckt sich auf etwa 3.000 km in einem Bogen von Pakistan im Westen und Myanmar im Osten. Darüber hinaus liegen auch die Länder Afghanistan, Indien, China, Nepal und Bhutan in der Region des Faltengebirges, das maximale Ausdehnungen von bis zu 350 km erreichen kann. Die Bergregion ist durch hohe Gebirgszüge gekennzeichnet und auch die charakteristischen Bergspitzen, die bis in Höhen jenseits der 8.000 m emporragen, prägen das Landschaftsbild maßgeblich.

Geomorphologie

Bedingt durch die Kollision der Indo-Australischen mit der Eurasischen Platte an einer konvergenten Plattengrenze, kam es vor ungefähr 30-50 Millionen Jahren zur Entstehung des heutigen Himalaya-Gebirges. Diese relativ gesehen recht junge Gebirgsformation ist hauptsächlich durch Sedimentgestein und metamorph überprägtes Gestein aufgebaut und war Verwitterung bisher in einem vergleichsweise geringen Umfang ausgesetzt. Da sich die Indische Platte weiterhin in Richtung Norden bewegt, schiebt sich das Gebirge noch immer um wenige Millimeter im Jahr auf. Der gebirgsbildende Prozess ist also immer noch im Gange und auch seismische Aktivität ist in der Region keine Seltenheit.

Klima

In der sehr ausgedehnten Himalaya-Region kann das Wetter extrem wechselhaft sein und das Klima ist generell vor allem durch die komplexe Topographie sehr verschieden. Während die Vorgebirgsregion in geringeren Höhen zunehmend durch subtropisches Klima, den Monsun und warme Temperaturen geprägt ist, dominiert in höheren Regionen ein kaltes und trockenes Klima. In der Monsunzeit prägt umfangreicher Niederschlag die südliche Seite des Himalayas und das südlich des Gebirges gelegene Tiefland. Unter Umständen kann es durch die ausgeprägten Regenfälle auch zu eingeschränktem Verkehr, Erdrutschen und Überflutungen kommen. Die nördliche Seite der Gebirgskette befindet sich im Regenschatten und ist i.d.R. durch geringen Niederschlag geprägt, der generell in Form von Schnee auftritt. Entsprechend ist die hohe Bergregion eine Kältewüste, in der die Landschaft in ewiges Eis und Schnee gehüllt ist. Die Gebirgskette beeinflusst zudem das Klima im südlichen Asien und dem Tibet-Flachland, da sie als natürliche Barriere fungiert, die ein Herunterziehen der kalten Luft von Nord nach Süd und gleichzeitig auch den Monsuneinfluss auf nördlichere Regionen verhindert.

Flora und Fauna

Flora und Fauna in der Himalaya-Region variieren besonders durch die Höhe des Lebensraums und das dortige Klima. Vor allem die höheren Bergregionen, mit vergleichsweise hoher Schneelinie bieten Lebensraum für diverse extremophile Organismen.

Generell kann gesagt werden, dass die Vegetation in zunehmenden Höhen und ganz besonders an den trockenen und kalten Nordhängen des Gebirges karger wird. Während Vorgebirgsregionen vielfach durch dichte Bergwälder und buschartige Pflanzen wie Rhododendren geprägt sind, verändert sich die Vegetation in höheren Regionen hin zu Pflanzen, die wie z.B. Nadelbäume auch unter extremeren Bedingungen wachsen können. Besonders Wacholdergewächse kommen zudem bis hin Höhen von bis zu 5.000 m vor. Über der Baumlinie ist die Landschaft zunächst durch alpine Tundra geprägt, Regionen mit weniger üppigen Graslandschaften, kleinen krautartigen Pflanzen und auch einigen Sträuchern. Die Tundra geht in entsprechenden Höhen schließlich in weitestgehend unbewachsenes Gebiet mit ausgeprägter Schnee- bzw. Eisdecke über. Besonders im südlicheren Tiefland, welches dem Himalaya-Gebirge vorgelagert ist, wird die Flora durch den Einfluss des tropischen Klimas diverser und vielfältiger.

Die Fauna der Himalaya-Region wird ebenfalls durch die Höhenlage und das Klima der Region beeinflusst. In höheren Bergregionen sind besonders ziegenartige Tiere weit verbreitet, zu denen auch der Tahr, das Blauschaf und auch einige fast endemische Arten wie der Himalaya-Serau oder der Takin zählen. Die Himalaya-Region ist zudem die Heimat des bedrohten Schneeleoparden, der in höheren Arealen das dominante Raubtier ist. Auch Geier sind in dieser Region bekannt und weit verbreitet. Weitere bedrohte Arten in der Region sind das Moschustier, der Isabell- oder Himalayabär, der Asiatische Schwarzbär und auch der Rote Panda, der hauptsächlich im östlichen Himalaya-Raum verbreitet ist.

 

Highlights

Mount Everest

Mit seinen 8.848 m ist der Mount Everest der höchste der 14 höchsten Berge weltweit. Aufgrund der enormen Höhe und den gelegentlich sehr extremen Wetterumschwüngen wird der Berg an der Nepalesisch-Chinesisch/Tibetanischen Grenze i.d.R. aus geringeren Höhen bewundert und nur wenige wagen den beschwerlichen und sehr gefährlichen Aufstieg. Die Ersten, die den Gipfel des Berges auf der südlichen Route erklommen haben, waren der Neuseeländer Sir Edmond Hillary und der Nepalese Tenzing Norgay im Jahr 1953. Durch den Einfluss von Verwitterung und Gletscher ist der Gipfel wie eine Pyramide mit einer Südwestseite, dem Nord- und dem Ostwall geformt. Der Berg wurde 1856 nach dem Landvermesser Sir George Everest benannt.

Gletscher

Das Himalaya-Gebirge stellt nach der Antarktis und der Arktis das drittgrößte Vorkommen an Schnee und Eis weltweit dar. In der Region sind rund 12.000 km³ Frischwasser im Inlandeis von etwa 15.000 Gletschern enthalten. Da sich das Gebirge auf dem nördlichen Wendekreis befindet, also etwas nördlich des Äquators liegt, ist das Klima generell verhältnismäßig warm. Aus diesem Grund liegt auch die Schneelinie in der Höhe von ca. 5.500 m verglichen zu anderen Gletscherregionen kontinuierlich sehr hoch. Zu Trockenzeiten stellt das ewige Eis der Region, das in flachere Regionen entwässert, ein wichtiges Frischwasservorkommen dar.

Seen

Die Himalaya-Region unterhalb von 5.000 Höhenmetern ist geprägt von Vielzahl an Bergseen, die mit zunehmender Höhe seltener und vor allem kleiner werden. Einer der weltweit höchsten Seen ist der Tilichosee, der in der Annapurna-Region in Zentral-Nepal gelegen ist. In der Himalaya-Region sind die größten Seen die jeweils mehr als 600 km² großen Seen Pangong Tso, der im Winter gänzlich zufriert, obwohl er mit Salzwasser gespeist ist, und Yamdrok Tso, einem Frischwassersee in der Region Tibet.

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