Länderinformationen Kanada

Auslandsaufenthalt in Kanada

Länderinformation

Kanada

Kanada, bei vielen schon lange eines der beliebtesten Reiseländer der Erde, besticht nicht nur durch seine einzigartigen Naturlandschaften und die teils unberührte Wildnis, sondern auch durch seinen offenen und multikulturellen Charakter. Obwohl er flächenmäßig der zweitgrößte Staat der Erde ist, leben in Kanada nur etwa 36 Millionen Menschen, hauptsächlich in den Städten. Folglich findet man in Kanada große Areale, die vom Menschen völlig unbeeinflusst sind und somit den idealen Ort für ein Abenteuer in der Wildnis bieten.


Projekte
Geographie

Geographie Kanadas

Der Begriff Kanada ist wahrscheinlich abgeleitet von dem irokesischen Wort kanata und bedeutet so viel wie „Dorf, Siedlung“. Die Etablierung des Wortes geht auf das Jahr 1535 zurück, als die indigenen Bewohner der heutigen Region Québec dem französischen Entdecker Jacques Cartier den Weg zum Dorf Stadacona zeigten und den Begriff kanata benutzten. Daraufhin verwendete Cartier das Wort für die gesamte Region Québec und später für das ganze Land. Trotz seiner ursprünglichen Namensbedeutung, mutet Kanada nicht besonders dörflich an. Heute ist das nordamerikanische Land mit seinen fast 10 Millionen Quadratkilometern das zweitgrößte Land der Erde und besitzt mit Toronto, Montreal, Ottawa und Vancouver einige der bekanntesten Weltmetropolen. Hauptstadt und Regierungssitz des Landes ist Ottawa.


 

Kanada besteht aus insgesamt zehn Provinzen und drei Territorien. Diese subnationalen Einheiten können in geographische Regionen gegliedert werden. Westkanada besteht aus British Columbia und den drei Prärieprovinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba. Zentralkanada umfasst die zwei bevölkerungsreichsten Provinzen Ontario und Québec. Als Seeprovinzen werden New Brunswick, Prince Edward Island und Nova Scotia bezeichnet; zusammen mit Neufundland und Labrador bilden sie die Atlantischen Provinzen. Die drei Territorien Yukon, Nordwest-Territorien und Nunavut umfassen sämtliche Gebiete nördlich des 60. Breitengrades und westlich der Hudson Bay. Mit nur etwa 36 Millionen Einwohnern hat Kanada eine relativ geringe Bevölkerungsdichte. Es ist ungefähr 28 mal so groß wie Deutschland, hat aber nicht einmal halb so viele Einwohner. Dies sorgt dafür, dass weit Teile des Landes, insbesondere im Norden, kaum bewohnt sind und man dort wochenlang umherwandern kann ohne einen einzigen Menschen zu treffen. Kanadas einziges Nachbarland sind die USA im Süden und Westen. Ansonsten ist das Land vom Atlantik im Osten, vom Pazifik im Westen und vom Arktischen Ozean im Norden umringt. Im äußersten Osten liegt das dänische Autonomiegebiet Grönland, das durch den Kennedy Kanal von der nordöstlichsten kanadischen Insel, Ellesmere Island, getrennt wird.

 

Geomorphologie/Geologie

Alte, abgetragene Berge sind das geologische Grundgebirge der östlichen Provinzen. Das Kanadische Schild, auch Laurentisches Schild genannt, ist der geologische Kern des nordamerikanischen Kontinents und besteht aus Gesteinen, die mehrere Milliarden Jahre alt sind. Das Kanadische Schild liegt um die Hudson Bay und nimmt etwa die Hälfte des Landes ein. Die Landschaft ist, abgesehen von den Laurentinischen Bergen im östlichen Québec, flach und hügelig. Auf der Südhälfte des Schildes wachsen boreale Wälder.

Im Westen Kanadas dominieren die Rocky Mountains und die Kaskadenkette die Landschaft. Die Kaskadenkette ist vulkanischen Ursprungs und verläuft parallel zur Westküste Nordamerikas, genauso wie die Coast Mountains. Die Kaskadenkette liegt zum Großteil in den USA, aber auch im Süden von British Columbia.

Auch Teile der Rocky Mountains liegen in Kanada – das ausgedehnte Faltengebirge erstreckt sich über 5.000 km von Mexiko durch die USA bis hinauf nach Kanada und Alaska. Neben den Rockys im Westen Kanadas, zählen auch die Columbia Mountains an der kanadischen Pazifikküste zu den Rocky Mountains. Der höchste Berg ist mit 6.194 m der Mount McKinley – dieser gehört allerdings zu Alaska. Der zweitgrößte Berg der Rocky Mountains liegt allerdings in Kanada: Der Mount Logan ist 5.959 Meter hoch.

Der Mount Logan liegt in der Eliaskette im Südwesten von Yukon – die Eliaskette gehört wiederum zu den Rocky Mountains. Er ist der höchste Berg des Landes und der zweithöchste Gipfel Nordamerikas. Knapp 2.800 Meter hoch ist der Mount Edziza, ein Vulkan im Nordwesten von British Columbia, ein Teil des zweitgrößten vulkanischen Komplexes in Kanada, dem Mount Edziza volcanic complex.

Die wichtigste Erhebung im Norden ist Ellesmere Island bzw. die Arktischen Kordillere bis hin zu den Torngart-Bergen in Québec, Neufundland und Labrador.


Flora & Fauna

Tier- und Pflanzenwelt Kanadas

Etwa 70% der Fläche Kanadas ist bedeckt von großen Naturgebieten, insbesondere Tundra- und Bergregionen. Noch ist mehr als die Hälfte der ausgedehnten Wälder Kanadas Urwald. Die nördliche Waldgrenze verläuft von der Ostküste Labradors über die Ungava-Halbinsel Richtung Süden entlang des Ostufers der Hudson Bay und setzt sich anschließend schlangenlinienförmig Richtung Nordwesten zum Unterlauf des Mackenzie und weiter nach Alaska fort. Nördlich der Baumgrenze, in den Tundra-Gebieten, gibt es kaum oder gar keinen fruchtbaren Boden. Die Vegetation der südlichsten Tundragebiete besteht aus niedrigem Buschwerk, Gräsern und Riedgras. Die nördlichsten Gebiete sind überwiegen mit den für die Polarwüste typischen Moosen bedeckt. Von Alaska bis Neufundland, im Süden der Baumgrenze, schließt sich eines der größten Nadelwaldgebiete der Welt an. Im Osten wachsen hauptsächlich Mischwälder, in den westlichen Berggebieten sind Fichte, Douglasie und Lodgepole-Kiefer am weitesten verbreitet, in den Hochebenen wachsen außerdem Zitterpappel und Gelbkiefer. Die Vegetation der niederschlagsreichen Pazifikküste wird von Wäldern aus dichten, hohen Douglasfichten, westlichen Rot-Zedern und Hemlocktannen beherrscht. Das Prärieland ist zu trocken, um mehr als vereinzelte Baumgruppen hervorzubringen. Das ursprüngliche, weite Grasland ist dem berühmten „Weizengürtel“ Kanadas gewichen.

 

Die nährstoffreichen arktischen Gewässer Kanadas bieten genug Nahrung für Wale, Walrosse, Seehunde und sogar Eisbären. Die Tundren werden von Moschusochsen, Karibus, Polarwölfen, Polarfüchsen, Polarhasen und Lemmingen bewohnt. Außerdem verbringen hier Millionen von Zugvögeln wie Alke, Enten, Möwen und Seeschwalben den Sommer. Die dichten Nadelwälder im Norden bieten einen idealen Lebensraum für Luchse, Schwarz- und Braunbären. Außerdem kann man hier Biber, Marder und Weißkopfseeadler beobachten.

Die einheimische Tier- und Pflanzenwelt steht in 44 Nationalparks und weit über tausend Provinzparks und Naturreservaten unter Schutz. Größtes Schutzgebiet ist der 44.802 km² große Wood-Buffalo-Nationalpark im nördlichen Teil von Alberta und den Nordwest-Territorien, in dem zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten vertreten sind. Bemerkenswert ist der dortige, mit etwa 6000 Tieren größte Bestand frei lebender Bisons der Welt. Insgesamt gibt es in Kanada 92 Vogelschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 110.000 km². Viele dieser Gebiete wurden als Kooperation mit den USA ins Leben gerufen.


Klima

Klima in Kanada

Kanada umfasst mehrere Klimazonen. Im Norden herrscht polares, im Süden ein eher gemäßigtes Klima. Der überwiegende Teil des Landes wird von einem borealen Klima mit langen, kalten Wintern und kurzen, heißen Sommern bestimmt. Die niedrigsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden im Winter 1946/47 in Snag in dem Territorium Yukon gemessen. Sie betrug -63°C! Die höchste Temperatur wurde im Sommer 1937 in der Provinz Saskatchewan mit 45°C erreicht.

Die Westküste bei Vancouver weißt ein eher maritimes Klima mit hohen Niederschlagsmengen auf, da sich hier die feuchte Meeresluft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Die zentralen Provinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba leiden am häufigsten unter Trockenheit, da die Niederschlagsgebiete oft nicht bis hierhin vordringen. In den Provinzen Ontario und Québec sind die Jahreszeiten am deutlichsten ausgeprägt mit kalten Wintern, milden Frühjahren und oft schwülen und heißen Sommern.


Sozialgeographie

Sozialgeografische Informationen

Bevölkerung

In Kanada leben knapp über 36 Millionen Menschen, die sich überwiegend auf den bis zu 350 km langen Streifen entlang der Grenze zu den USA konzentrieren. 4/5 der Kanadier lebt in Städten, der Norden des Landes ist weitgehend unbesiedelt. Kanada ist ein Einwanderungsland. Die größten Volkgruppen werden von Einwanderern aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Irland gebildet. In jüngster Zeit spielen auch chinesische Einwanderer eine immer größere Rolle.

Etwa 3,8% der Kanadier gehört zur Gruppe der indigenen Bevölkerung. Diese lässt sich wiederum in drei Gruppen unterteilen, die sogenannten „First Nations“ (auch „Indianer“ genannt), die Inuit und die Métis, Nachfahren von europäischen Einwanderern, die mit indianischen Frauen Verbindungen eingegangen waren.

Sprache

Die Amtssprachen Kanadas sind Englisch und Französisch, wobei etwa 20 % der Bevölkerung angibt, weder die eine noch die andere Sprache als Muttersprache zu sprechen. Neben Englisch und Französisch werden zahlreiche indigene, europäische und asiatische Sprachen gesprochen.

Wirtschaft

Kanada ist eines der wohlhabendsten Länder der Erde. Bezüglich des Bruttoinlandsproduktes belegt es weltweit den zehnten Platz. Die Hauptwirtschaftszweige sind der Dienstleistungssektor, die Industrie, hierunter vor allem Rohstoff- und Automobilindustrie sowie die Landwirtschaft.

Politische Situation und Sicherheit

Kanada ist eine parlamentarische Monarchie. Als Teil des Commonwealth of Nations ist Königin Elizabeth II. das formelle Staatsoberhaupt Kanadas, vertreten durch den kanadischen Generalgouverneur. Kanada ist ein Rechtsstaat. Rechts- und Sicherheitsstandards sind weitgehend gewährleistet, sodass es als sehr sicheres Land bezeichnet werden kann.

Religion

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist christlichen Glaubens. Es gibt etwa 43.2 % Katholiken und 29.2 % Protestanten. Die zweitgrößte Gruppe bilden die Menschen ohne Religionsbekenntnis (etwa 16.5 %). Weitere Religionsgruppen sind Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus und Sikh.


Tipps

Reisetipps und Wissenswertes

Zeitzone

Kanada umfasst insgesamt sechs Zeitzonen:

  • Pacific Standard Time (UTC−8)
  • Mountain Standard Time (UTC−7)
  • Central Standard Time (UTC−6)
  • Eastern Standard Time (UTC−5)
  • Atlantic Standard Time (UTC−4)
  • Newfoundland Standard Time (UTC−3:30)

In allen Zeitzonen gibt eine Umstellung auf Sommerzeit

Währung

Die offizielle Währung Kanadas ist der Kanadische Dollar (CAD). Für den aktuellen Wechselkur besuche: www.oanda.com

Einheiten

In Kanada gilt das metrische Einheitssystem.

Strom

In Kanada werden die Steckdosen Typ A und B verwendet. Die Netzspannung beträgt 120 V, die Frequenz 60 Hz.

Transportmittel

  • Das dichteste Straßennetz Kanadas befindet sich in den bevölkerungsreichsten Provinzen, also Québec und Ontario, hauptsächlich entlang des Sankt-Lorenz-Stroms. Auch der Westen des Landes verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz. Der Norden des Landes ist infrastrukturell eher weniger erschlossen. Ein Mietwagen ist ein hervorragender Weg die Gegend zu erkunden. Hierfür kann man bei einem touristischen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten einen deutschen Führerschein benutzen. Allerdings sollte man vorsorglich einen internationalen Führerschein beantragen. Informationen für Reisende aus Österreich, Luxembourg oder der Schweiz sollten entsprechende Informationen vom jeweiligen Auswärtigen Amt eingeholt werden.
  • In Kanada kann man beinahe jede Strecke mit Fernbussen zurücklegen. Deren Netz ist in jeder Provinz hervorragend ausgebaut.
  • Obwohl der Eisenbahnverkehr mehr und mehr an Bedeutung verliert, bietet er eine gute Möglichkeit zwischen den Provinzhauptstädten zu reisen und dabei grandiose Naturlandschaften zu genießen.
  • Alle größeren Städte in Kanada verfügen über Flughäfen. Etwa 75 Fluggesellschaften bieten Inlandsflüge sowie internationale Flüge an.
  • Im Gegensatz zu den USA haben die kanadischen Großstädte ein sehr gut ausgebautes und vielfältiges Nahverkehrsnetz. In Vancouver gibt es sogar eine Skytrain.

Feiertage

  • 1. Januar: Neujahr
  • 14. Februar: Valentinstag
  • 20. Februar: Tag der Familie
  • 17. März: St. Patrick's Day
  • 14. April: Karfreitag
  • 17. April: Ostermontag
  • 14. Mai: Muttertag
  • 22. Mai: Victoria Day
  • 18. Juni: Vatertag
  • 21. Juni: National Aboriginal Day
  • 24. Juni: National Holiday of Quebec
  • 1. Juli: Kanadischer Nationalfeiertag
  • 7. August: August Civic Day (regionaler Feiertag)
  • 4. September: Tag der Arbeit
  • 9. Oktober: Erntedank
  • 11. November: Remembrance Day (regionaler Feiertag)
  • 25. Dezember: 1. Weihnachtsfeiertag
  • 26. Dezember: Boxing Day

Dos and Don’ts

  • Die Kanadier gelten als sehr offene und gastfreundliche Menschen. Gehe also offen und unbefangen auf die Menschen zu, um neue Bekanntschaften zu knüpfen. Der klassische Handschlag ist hierfür das geeignete Mittel.
  • In Kanada duzen sich die Leute, was im Falle der englischen Sprache bedeutet, dass sie sich mit dem Vornamen ansprechen. Dies gilt auch, wenn sie die andere Person gerade erst kennen gelernt haben.
  • Wenn Du National- oder Provincial-Parks besuchst, so beachte unbedingt die Vorschriften und Verhaltensregeln, die dort gelten. Ihre Hauptfunktion ist nämlich der Schutz von Landschaft, Flora und Fauna.
  • Versuche nicht, ganz Kanada in nur einer Reise zu entdecken, dafür sind das Land und seine Entfernungen viel zu groß. Nehme Dir lieber mehr Zeit einige ausgewählte Orte besser zu erkunden.
  • Die Kanadier lieben es zu feiern. Besuche unbedingt eines der vielen Festivals, die über das Jahr verteilt stattfinden. So lernt man Menschen und Kultur am besten kennen.
  • In Kanada gibt es zwei offizielle Amtssprachen: Englisch und Französisch. Die Provinz Québec ist überwiegend frankophon. Auch wenn die meisten frankophonen Kanadier gutes Englisch sprechen, so wird es in Québec gerne gesehen, wenn man zumindest ein paar Brocken Französisch sprechen kann.

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Highlights

Highlights

Die Rocky Mountains (British Columbia/Alberta)

Die Rocky Mountains sind das wohl markanteste Gebirge Nordamerikas. An der Grenze zwischen Alberta und British Columbia löst es Staunen und das Bedürfnis aus, sich direkt ins Naturabenteuer zu stürzen. Die vier Nationalparks Banff, Yoho, Kootenay und Jasper bieten ideale Möglichkeiten zum Wandern, Kajakfahren und Skifahren. Wer nicht zu Fuß unterwegs sein will, kann auch eine Zugreise durch die grandiose Landschaft der Rocky Mountains machen und aus dem Fenster Bergpässe, Flusstäler, Gletscher und Wildblumenfelder beobachten.

 

Vancouver (British Columbia)

Vancouver gilt als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität der Welt. Von Badestränden über Skipisten und Wandergebieten bis hin zu einem lebendigen und dynamischen Nachtleben hat Vancouver beinahe alles zu bieten. Von den verglasten Wolkenkratzern sind es nur ein paar Blocks bis zum dichten Regenwald des Stanley Park. Hier treffen trifft Hollywood-Glamour auf lebendige Chinesenviertel und lässige Subkultur (FKK-Strand bzw. die Parteizentrale der Marijuana Party).

 

Niagarafälle (Ontario)

Obwohl die Niagarafälle in der Provinz Ontario überfüllt und touristisch sind und bei weitem nicht zu den größten Wasserfällen der Erde gehören, ist es ein beeindruckendes Naturschauspiel, wenn man mit dem Boot an die herabfallenden Wassermassen heranfährt. Bezüglich des Wasserdurchflusses ist die donnernde Kaskade die größte Nordamerikas: Pro Sekunde stürzen hier über 1 Mio. Badewannen voll Wasser zu Tal.

 

Montréal (Québec)

Montréal ist das kulturelle Zentrum des Landes. Insbesondere die Musikszene der frankophonen Provinzhauptstadt Québecs ist von großer internationaler Bedeutung. Auf über 500 Konzerten, die zum Großteil gratis sind, kann man sich die weltbesten Jazz- und Blues-Musiker anhören, so zum Beispiel auf dem elftägigen Montréal Jazz-Festival. Auch ansonsten hat die Stadt viel zu bieten. Im Gegensatz zu Städten wie Toronto oder Vancouver ist hier ganz deutlich der französische Charme Kanadas zu spüren, nicht zuletzt wegen der vielen Prachtbauten und der kleinen Cafés.

 

Bay of Fundy

Die Bay of Fundy stellt trotz der kleinen Fischerdörfer und ihrer vielen Leuchttürme keine normale Bucht dar. Die einzigartige geographische Lage sorgt für einen der stärksten Tidenhübe der Welt. Jeden Tag hebt und senkt sich der Meeresspiegel um bis zu 21 Meter! Daher stellt sie den idealen Ort für Gezeitenkraftwerke dar. Das Gebiet bietet hervorragende Lebensbedingungen für Finn-, Buckel- und Blauwale. Eine der beliebten Whale-Watching-Touren sollte man sich also nicht entgehen lassen.


Projektstandort

Unser Projektstandort in Ontario

Ontario ist die bevölkerungsreichste und nach Québec die zweitgrößte Provinz des Landes. Sie zählt etwa 14 Millionen Einwohner. Die drei größten Städte sind Toronto, die Landeshauptstadt Ottawa und Mississauga.

Geographie

Die Provinz Ontario grenzt im Norden an die Hudson Bay und die James Bay, im Osten an Québec, im Süden an die amerikanischen Bundesstaaten Minnesota, Michigan, Ohio, Pennsylvania und New York und im Westen an die Provinz Manitoba. Ontarios südliche Grenze zu den Vereinigten Staaten besteht fast ausschließlich aus Seen und Flüssen, darunter der Lake of the Woods. Weitere Seen sind der Oberer See, Huronsee, Eriesee und Ontariosee. In der Nähe von Cornwall verläuft der Sankt-Lorenz-Strom. Der Ottawa River bildet einen Teil der Grenze zu Québec.

Ontario lässt sich in drei Hauptregionen gliedern:

  • Der Kanadische Schild im Nordwesten und im Zentrum bedeckt rund die Hälfte der Provinzfläche. Er ist geprägt von Flüssen und Seen und reich an Mineralien, jedoch kaum fruchtbar.
  • Im nordöstlichen Provinzgebiet liegt das sumpfige und bewaldete Tiefland der Hudson Bay, wo fast keine Menschen leben.
  • Im Süden entlang der Großen Seen und des Sankt-Lorenz-Stroms, wo sich Landwirtschaft, Industrie und Siedlungen konzentrieren, liegt der klimatisch gemäßigte und fruchtbare Teil der Provinz. Rund 75 % der Bevölkerung Ontarios und ein Viertel der kanadischen Bevölkerung leben in dieser Region am westlichen Ende des Ontariosees, die auch als Golden Horseshoe (goldenes Hufeisen) bezeichnet wird.

Geomorphologie

Obwohl es hier keine Gebirge gibt, ist das Gebiet von zahlreichen Hügelketten durchzogen, insbesondere die Moränen im Kanadischen Schild sowie die Niagara-Schichtstufe im Süden.

Klima

Das Provinzgebiet Ontarios umfasst drei Klimazonen. Der Südosten sowie der südliche Teil des Golden Horseshoes weist ein feucht gemäßigtes und kontinentales Klima auf. Heiße Sommer und kalte Winter (die allerdings durch die umliegenden Seen abgemildert werden) sind charakteristisch für diese Region. Die nördlichen Regionen Südontarios sowie Zentral und Ostontario haben ein harsches, feuchtes Kontinentalklima. Die Sommer sind kurz und warm und die Winter lang und kalt. Der Norden der Provinz ist durch ein subpolares Klima mit kurzen warmen Sommern und kalten, sehr kalten Wintern gekennzeichnet.

Flora und Fauna

Vom Süden bis zur Hudson Bay im Norden beheimatet Ontario eine erstaunliche Vielfalt an Flora und Fauna. Vom Seetaucher, dem offiziellen Vogel der Provinz, über Biber, Kanadas offiziellem Nationaltier, Wölfen bis hin zu majestätischen Elchen gibt es zahlreiche außergewöhnliche Tierarten in Ontario zu beobachten. Mehr als 400 verschiedene Vogelarten sind hier beheimatet und lassen jedes Ornithologenherz höher schlagen. In Point Pelee kann man ein ganz besonderes Naturschauspiel beobachten: Zehntausende von Monarchfaltern versammeln sich hier, um sich auf ihrer jährlichen Wanderung von und nach Mexiko eine Ruhephase zu gönnen.
Auf einer Tour durch Algonquin sollte man mit geschärften Sinnen unterwegs sein, da es hier bis zu 53 Säugetierarten, 272 Vogelarten, 31 Reptil- und Amphibienarten, 54 Fischarten, rund 7000 Insektenarten und zahlreiche seltene Pflanzen gibt, die alle innerhalb des Algonquin Provincial Parks anzutreffen sind.

Highlights

Toronto

Ontarios Provinzhauptstadt und die zugleich größte Stadt des Landes ist das das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Neben architektonischen Meisterwerken, prächtigen Bürotürmen, subkulturellen Hotspots und Luxusvierteln gibt es fast nichts, was man in einer Großstadt nicht sehen oder erleben kann. Berühmtestes Wahrzeichen der Stadt und des ganzen Landes ist der 553 Meter hohe CN Tower, der das höchste freistehende Gebäude des amerikanischen Doppelkontinents ist.

Niagarafälle

Obwohl die Niagarafälle in der Provinz Ontario überfüllt und touristisch sind und bei weitem nicht zu den größten Wasserfällen der Erde gehören, ist es ein beeindruckendes Naturschauspiel, wenn man mit dem Boot an die herabfallenden Wassermassen heranfährt. Bezüglich des Wasserdurchflusses ist die donnernde Kaskade die größte Nordamerikas: Pro Sekunde stürzen hier über 1 Mio. Badewannen voll Wasser zu Tal.

Algonquin Provincial Park

Der Algonquin Provincial Park ist ein Naturparadies für jeden Outdoor- und Abenteuer-Freund. Zwischen Toronto und Ottawa gelegen ist er der älteste Nationalpark Kanadas und besticht durch atemberaubenden Seen und Waldlandschaften. Auf dem 60 km langen Highway 60, der quer durch das Nationalparkgebiet führt, kann man diesen gut erschließen. Wer sich nach Natur und Ruhe sehnt und wilde Elche, Schwarzbären und Biber beobachten möchte, der darf einen Besuch an diesem besonderen Ort nicht verpassen.

Killarney Provincial Park

Wer die Einsamkeit und Abgeschiedenheit in einer idyllischen Seenlandschaft sucht, der ist im Killarney Provincial Park im Zentrum von Ontario richtig aufgehoben. Die Landschaft ist geprägt durch massive Quarzit-Felsen, tiefblaue und kristallklare Seen, endlose Nadelwälder und zahlreiche Tierarten wie Schwarzbär, Biber, Wolf und Elch geprägt. In dem Park gibt es nur einen Campingplatz an der Georgian Bay als offizielle Übernachtungsmöglichkeit. Auf einer Kanutour kann man das riesige Netz aus Fluss- und Seesystemen am besten erkunden.

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