Freiwilligenarbeit Artenschutz in Botswana

Erforschung bedrohter Tierarten – Okavango Wildlife Monitoring

Auslandsaufenthalt in Botswana

Als Volunteer bist Du in einem Artenschutzprojekt tätig, das am östlichsten Rand des Okavango Deltas für das über 1.800 km² große Areal der Khwai Community Concession verantwortlich ist. Es erwarten Dich zahlreiche Aufgaben, wie zum Beispiel die Identifikation und Erfassung seltener Vögel und ihrer Nistplätzen oder die Überwachung der Populationen und Bewegungsmuster bedrohter Pflanzenfresser und Raubtiere – insbesondere von gefährdeten Wildhunden. Ausgestattet mit Fernglas, Kompass, Funkgerät, Ortungssystemen und Entfernungsmesser folgst Du in diesem atemberaubenden Land den Spuren der Tiere und lernst täglich neue Arbeitsfelder des Naturschutzes kennen. In einem Team erfahrener Mitarbeiter lernst Du, wie professioneller Artenschutz in Theorie und Praxis verwirklicht wird und was es bedeutet, aktiv zum Erhalt eines einzigartigen Naturraums beizutragen. Mitarbeit in einem sinnvollen Artenschutzprojekt leisten und gleichzeitig Abenteuer erleben – im Okavango Delta ist beides möglich.

Das Okavango Delta im Nord-Westen Botswanas ist in jeder Hinsicht ein Naturphänomen der Superlative und sicherlich eines der eindrucksvollsten Naturareale Afrikas. Im Jahr 2014 wurde es zum 1000. UNESCO-Welterbe ernannt. Als das größte Binnendelta der Erde erstreckt es sich mit über 20.000 km² in einer der größten Wüsten der Welt, der Kalahari. Alljährlich im Mai flutet der Okavango ein riesiges Gebiet und verwandelt die ausgetrocknete Kalahari für Monate in eine üppig bewachsene Landschaft aus Lagunen, Seen, Sümpfen und grünen Inseln. Der Fluss bringt Wasser genau zu der Zeit, wenn Pflanzen und Tiere es am dringendsten brauchen, in der Trockenzeit. Ein Kreislauf, der Leben in das Delta bringt und es Mensch und Tier ermöglicht, in der umliegenden Kalahari zu überleben. Das Delta ist der Lebensraum für einige der weltweit am meisten gefährdeten Tierarten, wie etwa Geparden, Breit- und Spitzmaulnashörner, Löwen oder Wildhunde, die hier einen ihrer letzten Rückzugsorte Afrikas finden. Dem Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser angepasst, durchstreifen die Tiere oftmals in großen Herden das Okavango Delta. Auf ihren Wanderrouten folgen sie zum Teil dem Verlauf des Okavangos nach Namibia bis in die Hochebenen Angolas oder führen in die Weiten Sambias oder Simbabwes und häufig noch weit darüber hinaus. Das Okavango Delta ist Teil eines gewaltigen grenzüberschreitenden Natur- und Landschaftsschutzgebiets, der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA TFCA). Es vereint eine Reihe weltbekannter Nationalparks und Wildreservate, die gemeinsam versuchen, das grüne Herz der Kalahari als einzigartiges Ökosystem zu erhalten.

Leistungen Unsere Leistungen im Überblick

Im Preis enthalten

  • Platzierung im Projekt
  • Unterkunft während des Projekts
  • Unterstützung bei der Reiseplanung
  • Selbst zuzubereitende Mahlzeiten während des Projekts
  • Hilfe bei der Auswahl der Reiseversicherung
  • Training im Projekt
  • Hilfe bei der Flugbuchung
  • Englischsprachige Projektleitung durch erfahrene Mitarbeiter
  • Informationsmaterial vor Abreise
  • 24/7-Support während des Projekts

Nicht im Preis enthalten

  • Hin- und Rückflug
  • Flughafentransfer
  • Reiseversicherungen
  • Persönliche Ausgaben und fakultative Ausflüge
  • Ggf. Gebühren für ein Visum

Botswana

StartterminDauerPreisNATUCATE-ID V.B-001
4 Wochen 2.700 €
6 Wochen 3.600 €
8 Wochen 4.500 €
10 Wochen 5.400 €
12 Wochen 6.300 €

Buchungshinweis : Deine Buchung bei NATUCATE erfolgt nach deutschem Reiserecht. Dies umfasst auch den Erhalt eines Reise-Sicherungsscheins.

Anforderungen

Teilnahmevoraussetzungen

Die wesentlichen Voraussetzungen für dieses Projekt sind besondere Naturverbundenheit, Interesse an der aktiven Mitarbeit in einem Naturschutzprojekt und ausreichende körperliche Fitness, um auch bei höheren Temperaturen längere Fußmärsche durchzustehen. Für den Fall, dass Du nur zu gewissen Zeiten im Jahr reisen kannst, empfehlen wir Dir, Dich rechtzeitig mit uns in Verbindung zu setzen, da das Projekt nur eine begrenzte Anzahl an Volunteers aufnehmen kann. Wenn Du zudem mindestens 18 Jahre alt und eingeschriebener Student bist, steht Deiner Zeit als Volunteer nichts mehr im Weg.

Details Freiwilligenarbeit in Botswana

Projektdetails
Länderinformationen
Blog

Freiwilligenarbeit Botswana

Deine Zeit als Volunteer beginnt und endet in der Stadt Maun, von der aus Du abgeholt und später wieder zurück gebracht wirst. Für die Anreise per Flugzeug ist es zu empfehlen, dass Du vorab in Johannesburg landest und dann weiter nach Maun fliegst. Bei der Planung der An- und Abreise unterstützen wir Dich gerne und versorgen Dich diesbezüglich mit umfangreichen Informationen.

Um die Lebensräume der einmaligen Tier- und Pflanzenwelt des Okavango Deltas besser zu verstehen und schützen zu können, erfassen die ansässigen Nationalparks und Wildreservate umfangreiche Daten in ihren Zuständigkeitsgebieten, die Aufschluss über Tier- und Pflanzenpopulationen, Bewegungsmuster und viele andere beeinflussende Faktoren geben sollen. Die Daten fließen in einen gemeinschaftlich genutzten Datenpool, der helfen soll, eine bessere Verwaltung des Gebietes zu gewährleisten.

Ziel ist es, sich der Rolle spezieller Tier- oder Pflanzenarten in diesem Ökosystem bewusst zu werden, um so folgerichtige Maßnahmen einzuleiten, die die natürliche eigenständige Dynamik dieses Naturareals unterstützen und nicht negativ beeinflussen.

 

Zusammen mit Deinem Team beginnst Du den Tag bereits vor Sonnenaufgang. Zu den morgendlichen Aktivitäten zählen Vogel-, Spuren-, Pflanzenfresser- und Vegetations-Transekte oder die Kontrolle von zuvor aufgestellten Kamerafallen. Am frühen Nachmittag widmest Du Dich der Dateneingabe oder der Planung des übrigen Tages. Anschließend begibst Du Dich erneut ins Feld und führst weitere Forschungsarbeiten durch. An mindestens einem Tag in der Woche beschäftigst Du Dich gänzlich mit dem Einpflegen von Daten, um so einen besseren Überblick darüber zu erhalten, welche Arbeiten sich für die darauffolgende Woche ergeben. Je nach Jahreszeit fallen außerdem Aktivitäten an wie das Aufzeichnen von Regenfällen, Hochwasserständen und Buschfeuern, das Durchführen von Fotoaufnahmen, das Melden von Wildereizwischenfällen sowie das Identifizieren und Monitoring von seltenen und gefährdeten Tierarten.

Gewiss haben einige der Teilnehmer unserer Projekte im südlichen Afrika den Wunsch, möglichst viele Tiere in freier Wildbahn zu sichten. Dies ist jedoch ein Ziel, das abhängig von zahlreichen Faktoren ist. Wir bitten um Verständnis dafür, dass NATUCATE keine Garantie für vielfältige Tiersichtungen, insbesondere der ‚Big 5‘, übernehmen kann. Eine solche Garantie zeugt in unseren Augen nicht von Seriosität und widerspricht unserer Unternehmensphilosophie.


Unterkunft

Unterkunft im Projekt

Für das Artenschutzprojekt bist Du im gesamten Gebiet des Wildreservats der Khwai Community Concession unterwegs, am östlichsten Rand des Okavango Deltas zwischen dem Moremi Game Reserve und dem Chobe National Park. Auf einer malerischen Insel im Südwesten des Areals wirst Du mit dem gesamten Team in einem Camp untergebracht. Geschlafen wird in geräumigen Zweimannzelten, die in Dreiergruppen angeordnet sind und jeweils ein Bad zur gemeinsamen Nutzung teilen. Eine Küche und Möglichkeiten zum Wäsche waschen sind ebenfalls vorhanden. Ein zentraler Versammlungsort wird zum gemeinsamen Essen und für Schulungen genutzt.

Jeder, der Freiwilligenarbeit im Ausland leisten möchte, sollte sich auf bedeutend ungewohnte Lebensstandards in seinem Gastland einstellen. Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass eine gewisse Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bezüglich der zur Verfügung gestellten Unterkünfte und Sanitäranlagen erforderlich ist. Diese sind äußerst einfach gehalten und – je nach Projekt – nicht mit europäischen Standards zu vergleichen. Die Ausstattung beschränkt sich nur auf das Notwendigste; eine Klimaanlage ist nicht vorhanden. Auch gelegentliche Strom- und Wasserausfälle sind je nach Gastland nichts Ungewöhnliches. Bei konkreten Fragen zu Deiner Unterkunft sprich uns bitte direkt an – Wir möchten Dich bestmöglich auf Deinen Auslandsaufenthalt vorbereiten und legen daher viel Wert darauf, Dich umfassend zu informieren.


Freitzeit

Freizeit

In Deiner freien Zeit hast Du ausreichend Gelegenheit, im Camp und der Umgebung zu entspannen, Tiere zu beobachten, zu lesen oder mit anderen aus dem Team in geselliger Runde am Lagerfeuer zu sitzen und den Tag Revue passieren zu lassen. An freien Wochenenden hast Du die Möglichkeit, die Landschaft der Khwai Community Concession näher zu erkunden oder einen der anliegenden Nationalparks und Wildreservate zu besuchen. Die nächstgelegene „Stadt“ Maun, die Hauptstadt des Nordwest Distrikts Botswanas, liegt vier bis fünf Stunden vom Camp entfernt, sodass es sich bei einem kürzeren Aufenthalt als Volunteer anbietet, die Stadt eher vor oder nach Deiner Zeit im Projekt zu besuchen. Ein besonderes Erlebnis ist außerdem die Entdeckung der Wasserwelt von nahegelegenen Flüssen und Kanälen mit dem Mekoro, einem traditionell gebauten Kanu. Wie bei allen Ausflügen außerhalb des Camps ist allerdings zu beachten, dass Du nur in Begleitung eines ausgebildeten Guides unterwegs sein solltest. Während Deiner Zeit im Naturschutzprojekt wirst Du Interessantes lernen, viel sehen und erleben und mehr als nur eine besondere Erinnerung mit nach Hause nehmen – ein unvergessliches Erlebnis abseits der Touristenpfade.


Hintergrund

Hintergrund des Projekts

Das Okavango Delta wird aufgrund seines einzigartigen Artenreichtums und seiner interessanten hydro-geologischen Beschaffenheit seit 2014 auf der UNESCO-Welterbeliste geführt. Über 1.300 Pflanzenarten, 500 Vogelarten, 190 Reptilien- und Amphibienarten und 150 Säugetierarten sind dort beheimatet. So ist es beispielsweise das Zuhause des seltenen Afrikanischen Wildhundes oder der ‚Big Five‘ Nashorn, Elefanten, Schwarzbüffel, Löwen und Leoparden. Durch internationale Bemühungen ist es gelungen zahlreiche Natur- und Artenschutzprojekte zu etablieren, in denen zum Beispiel die Populationen und Bewegungsmuster der gefährdeten Wildhunde mithilfe von Tracking-Technologien erforscht werden. Darüber hinaus helfen Kartierungen (sogenanntes Monitoring) von Tier- und Pflanzenarten dabei, Wildbestände zu überwachen und zukünftige Schutzmaßnahmen zu planen.

Fragen oder Anregungen? — Wir rufen Dich gerne zurück.